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·2. Mai 2026
Klartext von BVB-Coach Kovac: Warum Bayern aktuell enteilt ist

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Nach 31 Spieltagen liegt Borussia Dortmund deutlich hinter FC Bayern München zurück. BVB-Trainer Niko Kovac erklärt, worin der entscheidende Unterschied liegt.
Für Borussia Dortmund ist der Abstand zur Spitze in dieser Bundesliga-Saison deutlich sichtbar: Ganze 15 Punkte trennten den BVB nach 31 Spieltagen vom Branchenprimus FC Bayern München. Trainer Niko Kovac hat eine klare Erklärung dafür, warum die Münchner aktuell enteilt sind.
Im Interview mit der FAZ hebt der Dortmunder Coach vor allem die außergewöhnliche Qualität im Bayern-Kader hervor. „Was uns vielleicht ein wenig fehlt, ist das, was die Bayern im Überfluss haben“, erklärt Kovac. Besonders die individuelle Klasse mache den Unterschied: „Sie haben einen unglaublich starken Kader mit vielen besonderen Individualisten.“
Neben der Kaderstärke beeindruckt Kovac vor allem die Balance zwischen Spielstil und Ergebnissen. „Es gelingt ihnen, in dieser Saison besonders gut, das Attraktive mit dem Erfolgreichen zu verbinden“, so der 54-Jährige. Ein Blick auf die Zahlen untermauert diese Einschätzung: Mit 113 Treffern nach 31 Spielen stellt der Rekordmeister eine Offensive, die selbst international herausragt. „Das können im Moment nicht einmal die reichsten Klubs in England in dieser Form bieten.“
Während die Bayern also für spektakulären Offensivfußball stehen, sieht sich Kovac beim BVB immer wieder mit Kritik an der Spielweise konfrontiert. Dabei stellt er die Debatte grundsätzlich infrage: „Ich frage Sie: Wer spielt – außer Bayern München – dauerhaft attraktiv in der Bundesliga? Und ist Attraktivität wichtiger als Erfolg?“

Foto: IMAGO
Der Trainer verweist zudem auf die Unberechenbarkeit der Liga. Woche für Woche spektakulären Offensivfußball zu liefern, sei schlicht unrealistisch: „Man muss wissen, dass die Bundesliga keine Theaterbühne ist, auf der jede Vorstellung gleich verläuft, vieles ist unberechenbar.“
Trotz aller Diskussionen sieht der Kroate sein Team keineswegs auf einem falschen Weg. Die Kritik an einem angeblich zu defensiven Ansatz weist er klar zurück. „‚Kovac-Fußball‘, das hat mal einer in die Welt gesetzt“, sagt er und ergänzt: „Ein Blick in die Statistiken bestätigt das sicher nicht.“ Kovac macht damit deutlich: Der Abstand zu den Bayern ist real, doch er liegt vor allem in der außergewöhnlichen Qualität und Effizienz des Münchner Kaders – nicht zwingend in grundlegenden Defiziten seines eigenen Teams.
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