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·20. Juni 2026
Deutschland gegen die Elfenbeinküste: Aufstellung, Quoten, Prognose und Tipps zum Gruppen-Endspiel

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·20. Juni 2026

Julian Nagelsmann hält Wort: „Never change a winning team“. Gegen die Elfenbeinküste dürfte heute Abend in Toronto dieselbe Elf beginnen, die Curaçao mit 7:1 zerlegt hat — Nmecha gesetzt, Musiala in der Startelf, Sané trotz aller Kritik mittendrin. Ein Blick auf die voraussichtliche Aufstellung, die Quoten und die Frage, warum die 1,53 auf den Favoriten kein Selbstläufer ist.
Vorab eine Korrektur, weil das Gerücht hartnäckig kursiert: Jamal Musiala sitzt nicht auf der Bank. Sämtliche deutschen Quellen führen ihn heute in der Startelf — im Offensiv-Trio neben Wirtz und Sané, mit der Option, im Spielverlauf als zweite Spitze neben Havertz zu schweben. Die echten Joker für die Schlussphase heißen Undav und Woltemade. Wer also auf eine Musiala-Einwechslung wartet, wartet vergeblich. Spannender ist ohnehin, was Nagelsmann im Geheimtraining einstudiert hat.
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Dezimalquoten, Stand 20. Juni 2026, bet365/Vergleichsportale — die offizielle Aufstellung kommt rund eine Stunde vor Anpfiff, die Linien wandern bis dahin.
Es spricht alles für Kontinuität. Da alle Spieler fit sind und ein Sieg bereits das Sechzehntelfinale sichert, dürfte Nagelsmann auf dieselbe Startelf setzen, die gegen Curaçao überzeugte. Im 4-2-3-1 ergibt das: Neuer im Tor; davor Kimmich, Tah, Schlotterbeck und der erst 22-jährige Nathaniel Brown links; in der Doppelsechs Aleksandar Pavlović und Felix Nmecha; im offensiven Trio Sané, Musiala und Wirtz hinter dem einzigen Stürmer Kai Havertz. Das ist die naheliegende Lesart — und sie hat einen Haken, der einen Namen trägt.
Felix Nmecha in der Startelf ist unstrittig — der Sechser-Posten neben Pavlović gilt als gesetzt. Die eigentliche Personaldebatte dreht sich um Leroy Sané. In den Abstimmungen der Sportschau-Leserschaft und bei den Experten ist er der meistgenannte Wechselkandidat; gefordert wird mehr defensive Absicherung gegen die ivorischen Tempodribbler oder ein disziplinierterer Distanzschütze wie Leweling gegen den tiefen Block. Nagelsmann hält dagegen, und zwar wörtlich: Er wüsste nicht, warum er nicht erneut auf Sané setzen sollte. Aus der Logik des Bewertens heraus ist das nachvollziehbar — gegen einen tiefstehenden Gegner braucht es einen, der eins gegen eins den Unterschied macht. Aber Sané ist der Spieler, dessen Auftritt heute am genauesten seziert wird.
Hier liegt der eigentlich interessante Teil, und hier steckt auch der wahre Kern des „Musiala-Joker“-Gerüchts. Berichten zufolge ließ Nagelsmann im nichtöffentlichen Training einen variablen Plan einstudieren. Defensiv kann die Mannschaft in ein tiefes 5-4-1 kippen — dann rückt Sané allein rechts in eine Fünferkette zurück und sichert gegen die schnellen ivorischen Außenbahnen ab. Offensiv ist vorgesehen, Musiala als zweite Spitze neben Havertz zu ziehen, während Nmecha und Pavlović das Zentrum breiter besetzen und Kimmich ins Mittelfeld einrückt. Das ist keine Bank-Rochade, sondern eine Spielanlage, die sich während der Partie verschieben lässt — die wertvollste Art von Flexibilität gegen einen Gegner, der vom Umschalten lebt.
Das 7:1 gegen Curaçao täuscht über die Aufgabe hinweg. Die Elfenbeinküste ist eine andere Liga: ein 1:0 gegen Ecuador, in 21 der letzten 24 Spiele ungeschlagen, und ein 2:1 gegen Frankreich im letzten Test am 4. Juni. Nagelsmann selbst warnt vor dem Tempo auf allen drei Offensivpositionen — allen voran der aus Leipzig bestens bekannte Yan Diomande — und vor der „brutalen Körperlichkeit“ im Mittelfeld um Franck Kessié und Seko Fofana. Genau hier sitzt das deutsche Risiko: Der kurze Aussetzer gegen Curaçao, der zum Gegentor führte, darf gegen diese Konter nicht passieren. Eine 1,53 auf Deutschland ist eine Favoritenquote, keine Selbstläufer-Quote — gegen den Frankreich-Bezwinger ist sie sogar eher knapp bemessen.
Das Modell sieht Deutschland klar vorne, aber nicht ungefährdet: rund 58 Prozent Sieg, 24 Prozent Remis, 18 Prozent Elfenbeinküste. Wahrscheinlichstes Ergebnis: ein 2:1 für Deutschland, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für ein ivorisches Tor — die Null ist gegen dieses Tempo unwahrscheinlich. Auffällig ist erneut die Tendenz zur torreichen Partie: Die „Über 2,5 Tore“-Wahrscheinlichkeit liegt im Modell über der Marktlinie, was zum Turniertrend passt. Die Prognose ist ein deutscher Sieg mit Arbeit, kein zweites Schützenfest.
Die 1,53 auf Deutschland ist solide, aber gegen diesen Gegner kein Wert, der das Risiko bezahlt. Wenn ich tippen sollte, läge der Zettel auf Beide Teams treffen — Deutschlands Offensive findet fast immer ihr Tor, und die Elfenbeinküste hat mit Diomande und Amad Diallo genug Tempo, um die deutsche Abwehr einmal zu erwischen, wie es Curaçao bereits gelang. Wer dem Favoriten vertraut, kombiniert den Sieg mit „Über 2,5 Toren“ zu einer Quote, die mehr hergibt als die nackte 1,53. Vom deutschen Zwei-Tore-Handicap lasse ich die Finger: Dieses Ivorien ist kein Curaçao, und ein zweites 7:1 schreibt heute niemand. Die defensiv interessanteste Personalie bleibt Sané — sollte Nagelsmann ihn doch aus der Startelf nehmen, wäre das das erste echte Signal, dass die Trinkpausen-Warnungen vor dem ivorischen Tempo gewirkt haben.







































