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·30. September 2026
Deutschlands 1000. Nationalspieler: Diese Debütanten kämpfen gegen Serbien um den Eintrag

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Die deutsche Nationalmannschaft steht vor einem historischen Meilenstein: Im Nations-League-Spiel gegen Serbien könnte der 1000. Nationalspieler der DFB-Geschichte zum Einsatz kommen. Vor dem Duell am Donnerstagabend in München fehlen noch vier Debütanten bis zu dieser besonderen Marke. Im Rennen sind unter anderem Mika Baur und Vitaly Janelt sowie Noah Atubolu, Finn Dahmen, Jonas Urbig, Finn Jeltsch, Said El Mala, Felix Keidel und Derry Scherhant.
Die deutsche Nationalmannschaft stellt sich vor dem Nations-League-Spiel gegen die Niederlande am 24. September 2026 in der Johan Cruijff Arena in Amsterdam zum Mannschaftsfoto auf. Die DFB-Elf trägt erstmals das neue schwarze Trikot mit goldenen Nadelstreifen, Torhüter Marc-André ter Stegen spielt in Gelb. (Copyright AFP/Nicolas Tucat)
Für Mika Baur steht bei seiner ersten Berufung zur deutschen Nationalmannschaft nicht die mögliche historische Nummer im Mittelpunkt. Der 22-Jährige von Celtic Glasgow will die neue Umgebung vor allem intensiv erleben. „Ich möchte das hier mitnehmen, alles aufsaugen, die Erfahrung machen. Auch Spaß haben, es genießen“, sagte der Mittelfeldspieler.
Dennoch weiß Baur natürlich, welche Bedeutung ein Einsatz am Donnerstagabend gegen Serbien haben könnte. In der Nations League trifft Deutschland um 20.45 Uhr in der Münchner Arena auf Serbien, ZDF überträgt die Partie. Seit dem ersten Länderspiel gegen die Schweiz im Jahr 1908 kamen bislang 996 Akteure mit dem Adler auf der Brust zum Einsatz.
Bundestrainer Jürgen Klopp kann mit seiner Startelf und seinen Wechseln bestimmen, wer als 1000. Nationalspieler des DFB geführt wird. Baur zählt ebenso zu den Anwärtern wie Vitaly Janelt. Der England-Legionär nimmt die mögliche Einordnung in die Statistik allerdings gelassen. „Das wäre nicht verkehrt. Aber es ist mir relativ egal, ob ich der Tausendste oder der 999. bin“, sagte Janelt.
Im Aufgebot für die Serbien-Partie warten neben Baur und Janelt auch die Torhüter Noah Atubolu, Finn Dahmen und Jonas Urbig sowie Finn Jeltsch, Said El Mala, Felix Keidel und Derry Scherhant noch auf ihr erstes Länderspiel. Weil einer aus dem Torhüter-Trio Atubolu, Dahmen oder Urbig sicher beginnen wird, wären nach dessen Debüt noch drei weitere Neulinge erforderlich, um die Marke von 1000 Spielern zu erreichen.
Baur formulierte seine persönlichen Ziele ohnehin klar: „Natürlich möchten wir alle spielen, Minuten sammeln. Man will sich zeigen und seinen Fußabdruck hinterlassen.“ Sein möglicher Fußabdruck wäre in diesem Fall besonders groß.
Sein Vater Markus Baur würde das Debüt seines Sohnes gegen Serbien allerdings nicht live im Stadion erleben. Der frühere Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft, der sein Team zum WM- und EM-Titel führte, reist erst zum Auswärtsspiel am Sonntag in Thessaloniki gegen Griechenland an. Mika Baur kommentierte das mit einem Lächeln und sprach von einem „schlechtem Gewissen“ seines Vaters.
An der Vorfreude des Sohnes ändert das nichts. Die Karriere und Titel des Vaters liefern zusätzliche Motivation. „Wir möchten alle Titel gewinnen“, sagte Baur junior. Zugleich ordnet er seine eigenen Ambitionen reflektiert ein: „Wenn ich das aber nicht erreiche, dann ist meine Karriere nicht für die Katz“.
Der Weg des 1,72 Meter großen Mittelfeldspielers verlief zuletzt steil nach oben. Nach dem Aufstieg mit dem SC Paderborn wechselte er zum schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow, nachdem er sportlich nochmals einen Entwicklungsschritt gemacht hatte. Seine Qualitäten sieht Baur vor allem im Spiel mit dem Ball, zugleich habe er sein Profil erweitert. „Meine Stärken liegen auf jeden Fall im Spiel mit Ball. Aber ich habe in den letzten anderthalb Jahren auch gelernt, Spaß dabei zu haben, eklige Arbeit zu machen“, erklärte er.
Trotz seiner vergleichsweise geringen Körpergröße traut sich Baur zu, auf internationalem Niveau Akzente zu setzen. Er könne „den Gegenspielern wehtun“, sagte der Profi und versprach: „Herz auf dem Platz lassen“. Aussagen dieser Art dürften Klopp gefallen, der in seinen ersten beiden Partien als Bundestrainer bereits mehreren jungen Spielern Chancen eingeräumt hat.
Vor Klopps Premiere hatte die DFB-Statistik noch 991 Nationalspieler ausgewiesen. Philipp Treu, Younes Ebnoutalib, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Hennes Behrens erhöhten die Gesamtzahl anschließend rasch auf 996.
Als erster deutscher Nationalspieler gilt Fritz Baumgarten. Der Torhüter des Berliner Klubs BFC Germania 1888 stand am 5. April 1908 bei der 3:5-Niederlage in Basel gegen die Schweiz im Aufgebot. Weil die Debütanten alphabetisch geführt werden, steht Baumgarten vor Willy Baumgärtner vom Düsseldorfer SV 04. Für Baumgarten blieb es bei diesem einen Länderspiel, für die Reise in die Schweiz schwänzte der damals angehende Abiturient die Schule.
Auch bei der Suche nach der Nummer 1000 könnte die alphabetische Reihenfolge entscheidend werden, falls Klopp mehrere Neulinge gleichzeitig aufs Feld schickt. In diesem Fall würde Baur in der Reihenfolge nur hinter Atubolu liegen.







































