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·28. September 2026

DFB-Newcomer im Check: Diese drei liefern, diese zwei müssen nachsitzen

Artikelbild:DFB-Newcomer im Check: Diese drei liefern, diese zwei müssen nachsitzen

Vier Tage, zwei Spiele, ein komplett durchgemischter Kader. Jürgen Klopp hat bei seinem DFB-Einstand gleich reihenweise unbekannte Namen ins kalte Wasser geworfen. Und siehe da: Manche schwimmen sofort. Andere gehen erstmal unter. Ein Überblick, wer bislang überzeugt hat – und wer noch Hausaufgaben mitnimmt.

Der Shootingstar: Philipp Treu

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(Photo by Lars Baron/Getty Images)


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Fangen wir mit dem an, über den nach dem ersten Spiel alle geredet haben. Rechtsverteidiger Philipp Treu, erstes Länderspiel überhaupt, direkt gegen Cody Gakpo – einen der besten Rechtsaußen Europas. Ergebnis: Gakpo bekam null Torschüsse von innen zustande. Null! Klopp wurde danach regelrecht schwärmerisch: „Er hat es nicht nur gut gemacht, sondern überragend. „Gakpo hat in jedem Spiel, in dem ich ihn gesehen habe, vier Szenen Minimum, in denen er nach innen zieht und abschließt. In dem Spiel: keine!“

Schweinsteiger verglich ihn im ARD-Interview mit Kevin Großkreutz. Dazu lieferte Treu die Vorarbeit zu Nmechas 1:0. Für ein Debüt gegen die Niederlande ist das schon ziemlich stark. 🔥

Die Ironie: Trotz dieses Auftritts saß Treu gegen Griechenland erstmal wieder draußen. Kein Vertrauensverlust, sondern Rotation – Klopp lobte ihn vor dem Anpfiff extra noch mal öffentlich. Aber es zeigt: Wer sich hier empfiehlt, hat trotzdem keinen Stammplatz sicher. Genau das dürfte Klopps Plan sein.

Die Überraschung: Yann Aurel Bisseck

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(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Für Schlotterbeck rückte gegen Griechenland Inter-Profi Bisseck rein – aus Belastungsgründen, nicht wegen Verletzung. Und der lieferte ab. Mehrere Portale waren sich einig: bester Deutscher auf dem Platz, in einer ansonsten enttäuschenden Mannschaftsleistung sogar der einzige echte Lichtblick. Kopfballstark, giftig in den Zweikämpfen, immer zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Eine gelbe Karte schon früh im Spiel, geschenkt. Wer sich in einer 0:1-Pleite als einziger Sieger fühlen darf, hat sich für weitere Nominierungen empfohlen.

Der Wuselige: Bambasé Conté

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(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Vierter echter Debütant unter Klopp, reingerückt ins offensive Mittelfeld gegen Griechenland. Klopp hatte vorher schon dessen „Ballklau-Mentalität“ gelobt – und Conté lieferte den Beweis direkt mit: erster deutscher Torschuss nach keine zwei Minuten! Auch nach der Pause früh am Ball, Balleroberung im gegnerischen Sechzehner, nochmal Abschluss. Nicht alles klappte, aber schüchtern ist anders. Ein Debüt mit guten Ansätzen – und einer, den man sich merken sollte.

Noch nicht angekommen: Younes Ebnoutalib

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(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Und dann die Kehrseite. Ebnoutalib kam in Amsterdam für den verletzten Havertz, durfte gegen Griechenland erstmals von Beginn ran. Das Ergebnis? Bis zur Pause gerade mal zehn Ballkontakte. Zehn! Bei einer Riesenchance nach Schade-Flanke schoss er den Ball übers Tor, statt ihn reinzudrücken. Isoliert, kaum angespielt, kein Zugriff aufs Kombinationsspiel – so lautete der Tenor quer durch die Noten. Das war noch nichts, was für einen Stammplatz spricht.

Auch mit Fragezeichen: Josha Vagnoman

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(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Vagnoman ersetzte den gefeierten Treu auf rechts – und das war schon das erste Problem. Defensiv anfangs solide, ließ Griechen-Star Christos Tzolis lange abtropfen. Nach vorne aber viel zu wenig Beiträge im Vergleich zu seinem Vorgänger. Und ausgerechnet bei der entscheidenden Szene vor dem Gegentor ließ er sich von Tzolis austanzen, dessen Hereingabe dann noch unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde. Kein Totalausfall, aber weit weg von Treus Eindruck.

Zwischenfazit

Nach zwei Spielen zeichnet sich schon ein Muster ab: Wer in der Defensive und im Zweikampf brilliert – Treu, Bisseck, Conté – hat sofort Argumente gesammelt. Wer im letzten Drittel Entscheidungen treffen muss – Ebnoutalib, teilweise auch Vagnoman – tut sich dagegen schwer. Und genau da liegt Klopps eigentliche Baustelle: Personal fürs Toreschießen findet er offenbar leichter als Personal, das Tore auch tatsächlich macht. Am 1. Oktober und 4. Oktober kommt mit „Kader 2“ die nächste Ladung Unbekannter dran – dann zeigt sich, ob Treu, Bisseck und Conté nur ein Strohfeuer waren oder wirklich der Anfang von etwas.

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