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·24. April 2026
DFB-Schiri-Chef bezieht Stellung zum Freiburger Tor-Klau

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·24. April 2026

Der VfB Stuttgart ist dem FC Bayern ins DFB-Pokalfinale gefolgt und hat am 23. Mai in Berlin die Chance, den Titel gegen den Rekordsieger zu verteidigen. Am Donnerstagabend setzten sich die Schwaben in einem packenden Pokalfight erst kurz vor Schluss der Verlängerung dank eines Traumtores von Joker Tiago Tomas durch.
Beim badischen Nachbarn aus Freiburg herrschte im Anschluss verständlicherweise Trübsal. Und vor allem auch Ärger. Nicht über die eigene starke Leistung. Sondern über Schiedsrichter Tobias Welz. Der hatte schon in Hälfte eins einen möglichen Strafstoß für den Sport-Club nach einem vermeintlichen Foul von Angelo Stiller an Maximilian Eggestein nicht gegeben.
Während man diese Entscheidung noch vertreten konnte, leistete sich Welz zu Beginn der Verlängerung eine krasse Fehlentscheidung. Der eingewechselte Lucas Höler setzte sich robust, aber noch im Rahmen gegen VfB-Verteidiger Jeff Chabot durch und erzielte das 2:1 – eigentlich.Denn Welz hatte die Szene direkt und noch vor dem Abschluss des Freiburger Angreifers abgepfiffen. Der VAR konnte deshalb nicht mehr eingreifen.
"Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten."Marco Fritz
"Das ist kein Foulspiel, das ist eine Frechheit", kommentierte ein wütender Höler nach dem Spiel. "Wir schießen ein reguläres Tor. Entschuldigung, das ist kein Foul. Das ist einfach hart und tut weh", meinte Trainer Julian Schuster. Und selbst VfB-Stürmer Deniz Undav gab zu: "Einen krasseren Fehler kann man als Schiedsrichter nicht machen. Gut für uns natürlich. Aber das darf man nie und nimmer wegpfeifen."
Am Tag nach dem Spiel nahm auch der DFB Stellung zur Szene. Und musste das klare Urteil fällen, dass Welz daneben lag. "In der Dynamik des Spiels hat der Schiedsrichter im Zweikampf zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen", erklärte Marco Fritz (Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB Schiri GmbH) zunächst.Und fügte hinzu: "Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben."
Statt 2:1 für Freiburg blieb es beim Remis. Bis Tiago Tomas den VfB zum Jubeln brachte. Die Einsicht von Verbands- und Schiedsrichterseite bringt den Freiburgern am Tag danach nichts...
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