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·22. Juli 2026
Die Annere – Der Blick auf die Konkurrenz (Teil 1)

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Bald geht’s wieder los! Im Rahmen der Saisonvorbereitung blicken wir auch auf die anderen 17 Vereine, die in der kommenden Zweitliga-Saison antreten – und dabei ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Vor allem das Startprogramm des FCK hat es in sich.Hier ist Teil 1 von „Die Annere“, der 2. Teil erscheint in der kommenden Woche.
Spieltag 1: VfL Wolfsburg
Die Wölfe sind nach jahrelanger, fast durchgängiger Misswirtschaft in der 2. Liga angekommen. Angesichts des großen Etats, der sich enorm vom Rest der Liga abhebt, kann nur der direkte Wiederaufstieg in die Beletage das Saisonziel sein. Untermauert wurde dieser Anspruch unter anderem durch die Verpflichtungen von Fabian Reese, Robert Glatzel, Fraser Hornby oder Hauke Wahl. Dieter Hecking wurde trotz der verlorenen Relegation vom Trainer zum Geschäftsführer Sport befördert. Als neuen Mann an der Seitenlinie hat er den hoch gehandelten, aber eher unerfahrenen Tobias Strobl (38) verpflichtet, der den SC Verl in der vergangenen Saison mit einem aktiven und dominanten Spielstil auf Platz 6 der 3. Liga geführt hat. Mit der Qualität dieses neu zusammengestellten Kaders ist eine Platzierung auf einem der ersten beiden Ränge für die Wölfe Pflicht.
Spieltag 2: Karlsruher SC
Beim KSC endete im Mai eine Ära: Sechseinhalb Jahre lang wurde der Verein von Christian Eichner trainiert, dem es gelang, das Team zu einem stabilen Zweitligisten zu entwickeln. Sein Nachfolger ist mit Maximilian Senft ein eher unbeschriebenes Blatt, das vom SV Ried aus Österreich nach Baden wechselt. Nicht nur daher ist der KSC in dieser Saison eine ziemliche Wundertüte, denn auch bei den Spielertransfers ergab sich durch die Abgänge von David Herold, Nicolai Rapp, Fabian Schleusener, Marcel Beifus und Dzenis Burnic ein großer Umbruch. In der Spitzengruppe der Liga sind die Badener daher eher nicht zu erwarten.
Spieltag 3: FC St. Pauli
Der einstige Kieler Erfolgstrainer Marcel Rapp hat das Ruder von Alexander Blessin übernommen, der den Abstieg aus der Bundesliga nicht verhindern konnte. Da dieser allerdings nicht total überraschend kam, blieb der ganz große Umbruch auf St. Pauli aus, zudem konnten mit Marcus Mathisen (30) und Branimir Hrgota (33) bereits zwei sehr erfahrene Zweitliga-Spieler verpflichtet werden. In Summe sollten die Kiez-Kicker daher den Anspruch haben, direkt wieder oben mitzuspielen. Allerdings gibt es in der engen 2. Liga auch keine Garantie, dass dieser Stimmungsumschwung auch tatsächlich gelingt, denn in der Vergangenheit hatten bereits einige Absteiger Probleme mit der Akklimatisierung in dieser Spielklasse.
Spieltag 4: SV Darmstadt
Nicht zuletzt aufgrund großer Verletzungssorgen ging dem SV Darmstadt im Schlussspurt um die Aufstiegsränge in der letzten Saison die Puste aus. Nun konnte man sich mit vielversprechenden Spielern wie Ibrahim El Kadiri oder Noah Weißhaupt verstärken, außerdem wechselte Linksverteidiger Florian Kleinhansl vom FCK nach Südhessen. Das große Problem: Die Verkäufe von Fraser Hornby, Isac Lidberg, Killian Corredor und Paul Will bringen zwar über 10 Millionen Euro ein, bedeuten aber auch den Abgang von satten 48 (!) Torbeteiligungen. Daher wäre es eine große Leistung von Trainer Florian Kohfeldt, wenn er das Team wieder in die Top 6 der Liga führen könnte – selbst wenn noch der ein oder andere namhafte Offensivspieler zum Team stoßen sollte.
Spieltag 5: 1. FC Magdeburg
Wie so oft ist der FCM schwer auszurechnen. Die einst unter Christian Titz etablierte, mutige Ballbesitz-Spielweise wird von Kult-Trainer Petrik Sander weitergeführt. Dabei treten die Ostdeutschen phasenweise wie ein Top-Team auf, nur um dann wieder eklatante defensive Mängel zu offenbaren. In der vergangenen Saison gelang ein überlebenswichtiger Endspurt, der das Team von Platz 18 nach 25 Spieltagen noch auf Rang 14 hievte. Nun haben mit Laurin Ulrich, Dariusz Stalmach, Rayan Ghrieb und dem Innenverteidiger-Duo bestehend aus Magnus Mathisen und Jean Hugenot einige wichtige Akteure den Verein verlassen. Die Neuzugänge hingegen sind ein Mix aus Talenten und soliden Zweitliga-Spielern wie Paul Jaeckel oder Immanuel Iyoha. Da zudem noch ein Abgang von Top-Torjäger Mateusz Zukowski zu erwarten ist, wird auf dem Platz wieder viel an Vereinslegende Baris Atik hängen, der sich bestimmt auch wieder sehr auf die Duelle mit Marlon Ritter und dem FCK freuen wird. Unter dem Strich wären beim FCM mit einer Saison ohne große Abstiegssorgen wohl alle zufrieden.
Spieltag 6: Eintracht Braunschweig
Lars Kornetka geht in seine erste volle Saison als Löwen-Trainer. Im März verpflichtet, holte er 11 Punkte aus 9 Spielen, die der Eintracht zum Klassenverbleib genügten, allerdings denkbar knapp: Mit 37 Zählern und einer Tordifferenz von -18 landete man auf Platz 15, nur ein Tor vor Platz 16 und einen weiteren Treffer vor Platz 17 – knapper geht es kaum. Nun kommt mit einigen jungen Spielern frischer Wind ins Team, denn kaum ein Neuzugang ist älter als 22 Jahre. Wenn alles so läuft wie immer, werden die Braunschweiger bis zum Schluss gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit kämpfen.
Spieltag 7: 1. FC Heidenheim
Der FCH hat drei Highlight-Jahre in der Bundesliga hinter sich, inklusive eines Ausflugs nach Europa. Nun verändert sich die Rolle der Mannschaft deutlich, da man kaum noch als klarer Außenseiter in die anstehenden Partien gehen wird, wie es in der 1. Liga der Fall war. Die Leihen der Stammspieler Arijon Ibrahimovic, Eren Dinkci, Hennes Behrens und Diant Ramaj sind ausgelaufen, Rechtsverteidiger Omar Traoré wechselte nach Italien und auch der Verbleib von Anführer Patrick Mainka ist noch nicht sicher. Daher ist – trotz der stabilen finanziellen Situation – nicht damit zu rechnen, dass dem Team von Frank Schmidt der direkte Wiederaufstieg gelingen wird.
Spieltag 8: VfL Bochum
Der VfL könnte eine klassische „Unter-dem-Radar“-Mannschaft der kommenden Spielzeit sein. Für das Top-Talent Cajetan Lenz hat die TSG Hoffenheim satte 10 Mio. Euro an die Castroper Straße überwiesen, auf der Zugangsseite stehen mit Berkan Taz, Karol Mets und Daniel Hanslik zudem ein paar interessante Namen. Trainer Uwe Rösler kennt die zweite Liga gut und konnte die Bochumer in 25/26 souverän aus dem Tabellenkeller auf Platz 9 führen. Gelingt es ihm nun, das Team sogar im oberen Tabellendrittel zu platzieren? Die fantastische Stimmung bei den Bochumer Heimspielen wird sicherlich kein Nachteil sein.
Quelle: Treffpunkt Betze
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