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·11. März 2026
Die Bayern-Gala in Bergamo zeigt Stärke und Schwäche zugleich

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·11. März 2026

Der FC Bayern dominiert Atalanta in der Champions League mit sechs Toren. Doch Davies, Musiala und Urbig müssen verletzt raus, Kimmich und Olise fehlen gesperrt im Rückspiel.
Sechs Tore in Bergamo, ein Gegner, der vorher noch Dortmund zerlegt hatte, und ein Trainer, der sagt, es hätten sogar noch ein, zwei mehr sein können. Ich gestehe: Dieser Abend hat mich beeindruckt. Der FC Bayern hat in der Champions League ein Statement gesetzt, das weit über das Ergebnis hinausgeht. Aber während ich die Bilder vom Jubel sehe, bleiben meine Augen an den Szenen hängen, die danach kamen: Davies, Musiala, Urbig – alle drei mussten vorzeitig vom Feld.
Meine These ist klar: Dieser Sieg zeigt, dass Bayern das Zeug zum Titelkandidaten hat. Doch genau in diesem Moment offenbart sich die Achillesferse des Projekts Kompany.
Nochmals: Was in Bergamo passierte, war beeindruckend. Sportvorstand Max Eberl sprach davon, dass seine Mannschaft den Gegner erdrückt habe, ihm keine Luft zum Atmen gelassen habe. Das ist keine Übertreibung. Die Bayern spielten mit einer Intensität und Dominanz, die man international selten gesehen hat. Michael Olise mit seinem Doppelpack war herausragend, das gesamte Kollektiv funktionierte. Aleksandar Pavlovic fasste es treffend zusammen: Besser geht's fast nicht.
Doch dann kommen die Einschränkungen. Kimmich und Olise fehlen im Rückspiel wegen Gelbsperren. Beide holten sich ihre dritte Verwarnung wegen Spielverzögerung ab. Das wirft Fragen auf: War das taktisches Kalkül, um im möglichen Viertelfinale frisch zu sein? Die UEFA hat in der Vergangenheit bei Sergio Ramos gezeigt, dass sie absichtliche Sperren-Provokation nicht toleriert. Ob sie hier eingreift, bleibt offen.
Schwerer wiegen die Verletzungssorgen. Davies, Musiala und Urbig – drei Spieler, die für Bayerns Ambitionen unverzichtbar sind. Kompany betont sein Vertrauen in den gesamten Kader. Das klingt souverän, aber ich frage mich: Wie tief ist dieser Kader wirklich, wenn es im Viertelfinale gegen Real Madrid oder Manchester City geht?
Die Münchner planen bereits für die nächste Runde, und das ist ihr gutes Recht nach diesem Auftritt. Doch der Profifußball verzeiht keine Naivität. Ein Kader, der auf dem Papier stark aussieht, muss seine Qualität auch dann beweisen, wenn Schlüsselspieler fehlen. Kompany hat bisher vieles richtig gemacht, aber die kommenden Wochen werden zeigen, ob sein Vertrauen in die Breite des Kaders gerechtfertigt ist.









































