RB Leipzig
·14. Mai 2026
Die Kirsche auf der Schwarzwälder — und doch in der Zwickmühle

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·14. Mai 2026

Auf den SC Freiburg schaut momentan ganz Fußball-Deutschland: Am Mittwoch, 20. Mai, bestreiten die Breisgauer in Istanbul das Finale der Europa League gegen Aston Villa. Der Sport-Club steht zum ersten Mal in einem Europapokal-Finale, die Mannen von Julian Schuster können Vereinsgeschichte schreiben.
Nach Gladbach, Frankfurt, Leverkusen, Bayern und Schalke wäre Freiburg das sechste Bundesliga-Team, das den Europa-League-Titel (vormals UEFA-Cup) holen könnte. Letztmalig gewann die Eintracht 2022 den zweithöchsten von der UEFA organisierten Wettbewerb.
Sollte es den Freiburgern gelingen, würden sie in der kommenden Saison wie die Roten Bullen in der Champions League antreten. Das wäre für den SC die Kirsche auf der Schwarzwälder Torte. Gleichzeitig geht es für die Breisgauer in der Bundesliga vor dem Saisonfinale gegen unseren RBL noch um Platz sieben.
Eine schöne und vertrackte Konstellation zugleich.

Mit 44 Punkten rangiert Freiburg derzeit auf Platz sieben – einen Zähler vor Frankfurt und Augsburg. Stand jetzt würde sich der Sport-Club damit für die Conference League qualifizieren. Für die Breisgauer wäre das bereits ein großer Erfolg, doch inzwischen haben sie natürlich Blut geleckt: Über das Europa-League-Finale könnten sie sich den fünften deutschen Startplatz in der Champions League sichern.
Das wiederum hätte Auswirkungen auf die Europapokal-Verteilung: In der kommenden Saison würde dann kein deutsches Team in der Conference League antreten. Fällt der SC allerdings noch hinter die Eintracht und den FCA zurück, würde Rang sieben wieder regulär zur Teilnahme an der Conference League berechtigen.
„Es ist sehr positiv, dass wir es selber in der Hand haben, was in der kommenden Saison passiert“, erklärte Julian Schuster nach der 2:3-Niederlage beim HSV, durch die Freiburg die vorzeitige Qualifikation für die Conference League verpasste.

Wünschenswert wäre aus Sicht der Freiburger gewesen, sich mit Platz sieben mindestens für die Europa League zu qualifizieren. Das ist nach dem Conference-League-Finaleinzug von Rayo Vallecano nicht mehr möglich. Deutschland wird Spanien über den UEFA-Verbandskoeffizienten in dieser Saison nicht mehr überholen.
Verteidiger Matthias Ginter gewährt einen Einblick in die Gedanken der SC-Profis: "Da der siebte Platz jetzt nicht für die Europa League reicht, ist der Fokus auf dem Finale. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und so gut abschneiden, wie es geht. Aber es ist auch ganz menschlich, dass die Europa League noch mal höher als die Conference League zu bewerten ist."
Können die Roten Bullen also mit einem SC Freiburg rechnen, der mit den Gedanken schon am Bosporus ist? Verlassen sollte man sich darauf nicht. Im Worst Case stünden die Breisgauer nämlich ganz ohne europäischen Wettbewerb in 2026/27 da. "Wir wollen mit einem Heimsieg die Bundesliga-Saison beenden", unterstreicht Matanovic die Wichtigkeit des Spiels im Europa-Park Stadion.
Coach Julian Schuster ergänzt: "Wir sind das ganze Jahr über gut damit gefahren, uns auf die nächste Aufgabe zu fokussieren. Die wird anspruchsvoll genug. Deshalb wären wir falsch beraten, mit dem Kopf woanders zu sein." Ohnehin ist das Auswärtsspiel auch für die Roten Bullen mehr als ein Schaulaufen.
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