Treffpunkt Betze
·21. März 2026
Die Luft ist raus

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Im altehrwürdigen Max-Morlock-Stadion verliert der FC Kaiserslautern, der an diesem Tag äußerst harmlos auftritt, und sorgt pünktlich zur Länderspielpause für getrübte Stimmung. Besonders die Art und Weise ist unverständlich und wird erneut für große Diskussionen am Betzenberg sorgen. Auch die Trainerfrage muss – schon wieder – aufgeworfen werden, denn dass sich eine Mannschaft zum wiederholten Mal so aufgibt, spricht nicht für ein intaktes Verhältnis zwischen Coachingteam und Mannschaft.
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Oft wird "den Medien" rund um den FCK – wie diesem hier – vorgeworfen, Unruhe zu verursachen. Auch jetzt über den Trainer zu sprechen, nachdem die Mannschaft zuletzt so stark gegen den KSC aufgetreten ist, erscheint manchen zu voreilig. Wo die Schuld letztlich zu verorten ist, bleibt spekulativ. Klar ist jedoch: Die Roten Teufel haben ein Charakterproblem. Die Beispiele für schwache Auftritte sind zahlreich: In Braunschweig, im Pokal bei der Hertha, in Paderborn, bei den Lilien aus Darmstadt und jetzt gegen Nürnberg. In all diesen Partien waren die Roten Teufel unterlegen, wehrlos und ergaben sich ihrem Schicksal. Wie jetzt gegen den FCN wurden die Gäste zum Spielball der gegnerischen Mannschaft. Das Endergebnis von 0:3 erscheint dabei sogar noch gnädig. Zum Vergleich: Bei der 6:1-Blamage in Berlin erspielte die Hertha nur 0,52 xG mehr als jetzt der „Glubb“. Die Häufung dieser Ergebnisse ist besorgniserregend. Schaffen es das Trainerteam und die Führungsspieler nicht mehr, den Rest des Teams mitzuziehen?
Der FCK stand hinten unter Dauerbeschuss und kam vorne nicht vom Fleck. Wenn es doch einmal gefährlich wurde, stellte das Team von Miro Klose die Lautrer Angreifer kollektiv ins Abseits. Ansonsten gelang offensiv nichts. Zum besseren Verständnis: Der FCK hatte zwölf (!) Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Das ist nicht nur deutlich schlechter als der FCK-Schnitt von 22,4 (Platz 9 im Ligavergleich), sondern auch weit hinter dem Schnitt der schlechtesten Mannschaft der Liga, der SpVgg Greuther Fürth (18,4). Die Effizienz, die diese Spielweise von einem Stürmer fordert, ist utopisch. Hinzu kommt eine Standardschwäche, die sich durch die ganze Saison der Roten Teufel zieht. Hier ist der FCK mit lediglich sieben erzielten Toren nach ruhendem Ball die viertschlechteste Mannschaft der Liga. Die Fähigkeit, eine Partie aus dem Nichts auf den Kopf zu stellen, ist den Roten Teufeln abhandengekommen.
Für die Lautrer stehen noch sieben Spiele an. Das Team von Torsten Lieberknecht ist akut gefährdet, zu einer „lame duck“ zu werden. Das ist eine Mannschaft, für die es sportlich um nichts mehr geht und die sich jedem Spielverlauf fügt. Der unnachahmlichen Unterstützung, die dieses Team erfährt – sei es durch Choreografien oder die höchsten Zuschauerzahlen aller Zeiten – wird die drohende emotionslose Passivität in den kommenden Partien in keiner Weise gerecht. Der Charakter der Mannschaft ist gefragt.


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