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·20. September 2026

Dortmund an der Tabellenspitze, kann der BVB wirklich die Bayern ärgern

Artikelbild:Dortmund an der Tabellenspitze, kann der BVB wirklich die Bayern ärgern

Vier Spiele, vier Siege, Tabellenführung. Wer das vor der Saison getippt hätte, wäre wahrscheinlich müde belächelt worden. Borussia Dortmund steht nach dem 1:0 in Stuttgart zum ersten Mal seit 1212 Tagen wieder ganz oben in der Bundesliga. So lange ist es her, dass der BVB zuletzt Tabellenführer war – damals lief gerade die verrückte Meisterschaftsendphase 2023. Jetzt also die nächste Frage: Ist da wirklich mehr drin als nur ein perfekter Auftakt?

Der Lucky Punch in Stuttgart

Richtig überzeugend war der Auftritt in der MHP Arena dabei gar nicht. Über weite Strecken war es eine chancenarme und ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften nur selten echte Gefahr entwickelten. Erst in der 70. Minute fiel die Entscheidung: Der eingewechselte Jobe Bellingham bediente Maximilian Beier, der zum 1:0 für Dortmund traf. 🎯 Danach verteidigte der BVB den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff.


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Fast schon ironisch, dass ausgerechnet Beier zum Matchwinner wurde. Der Angreifer gehörte nämlich nicht zum ersten DFB-Aufgebot von Jürgen Klopp. Stattdessen standen in den beiden Startelfs gleich mehrere frisch nominierte Nationalspieler: beim BVB etwa Nico Schlotterbeck, Felix Nmecha und Waldemar Anton, bei Stuttgart Finn Jeltsch, Chris Führich, Maximilian Mittelstädt und Josha Vagnoman. Auch die von Klopp nicht nominierten Deniz Undav und Angelo Stiller standen für Stuttgart auf dem Platz.

Vier aus vier, aber mit Bauchschmerzen

Ganz ehrlich muss man aber auch sagen: Dieser Sieg war kein Spaziergang. Stuttgart hatte ebenfalls seine Möglichkeiten und kam insgesamt auf zwölf Torschüsse, Dortmund auf 13. Die Partie hätte also durchaus auch anders ausgehen können. Am Ende war der BVB einfach die Mannschaft, die eine ihrer wenigen guten Möglichkeiten nutzte und anschließend den Vorsprung über die Zeit brachte.

Genau darin liegt aber vielleicht das eigentlich Interessante an diesem BVB. Dortmund gewinnt inzwischen auch die Spiele, in denen nicht alles glänzt. Vier Siege aus vier Spielen bedeuten die maximale Punkteausbeute zum Start. Und so eine Bilanz muss man in dieser Liga erst einmal hinbekommen.

Der Blick auf die Konkurrenz

Und damit zu den Zahlen, die diese Saison gerade richtig interessant machen. Mit zwölf Punkten steht Dortmund nach vier Spieltagen tatsächlich vor dem FC Bayern und dem SC Freiburg, die jeweils zehn Zähler auf dem Konto haben. Bayern liegt nach dem 7:0 gegen Union bei zehn Punkten, Freiburg kam in Frankfurt nicht über ein 2:2 hinaus. Der BVB geht damit als Tabellenführer in die Länderspielpause.

Das ist keine Momentaufnahme aus irgendeiner Zwischenrechnung, sondern nach vier Spieltagen schlicht die Tabelle. Dortmund hat bisher jedes seiner vier Bundesligaspiele gewonnen und dabei neun Tore erzielt und nur zwei kassiert.

Reicht das schon für die ganz große Ansage?

Und trotzdem: Ein bisschen Vorsicht ist angebracht. Perfekte Starts gab es beim BVB auch in der Vergangenheit, und nach vier Spieltagen wird noch keine Meisterschaft entschieden.

Die wirklich spannende Partie kommt deshalb erst Ende Oktober. Am 31. Oktober reist Dortmund zum FC Bayern in die Allianz Arena. Das direkte Duell findet am 8. Spieltag statt und dürfte deutlich mehr darüber verraten, wie weit dieser BVB tatsächlich ist.

Bis dahin stehen allerdings noch mehrere Aufgaben an. Dortmund muss den starken Saisonstart erst einmal bestätigen, während Bayern ebenfalls weiter punkten wird. Der Vorsprung von zwei Punkten ist deshalb schön für die Tabelle – aber noch längst kein Beweis dafür, dass sich die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga verschoben haben.

Erstmal nur Momentaufnahme?

Zwölf Punkte aus vier Spielen sind zwölf Punkte aus vier Spielen. Das lässt sich nicht kleinreden. Dortmund hat den perfekten Start hingelegt, steht erstmals seit 1212 Tagen wieder an der Tabellenspitze und hat mit dem Arbeitssieg in Stuttgart sogar ein Spiel gewonnen, in dem längst nicht alles funktioniert hat.

Ob daraus eine echte Herausforderung für Bayern wird oder am Ende nur eine schöne Momentaufnahme vor der Länderspielpause, lässt sich jetzt noch nicht seriös beantworten. Aber der BVB hat sich zumindest eine Ausgangslage geschaffen, von der vor der Saison wohl nicht jeder ausgegangen wäre.

Und bis zum direkten Duell in München darf Dortmund die Tabellenführung ruhig mal genießen. 🖤💛

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