LIGABlatt
·26. Mai 2026
Duo stellt Goretzka in den Schatten: Die Saison-Zeugnisse für das FCB-Mittelfeld

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Im Bayern‑Mittelfeld überzeugte in der abgelaufenen Saison vor allem das Duo Kimmich und Pavlović. Während der Youngster seinen endgültigen Durchbruch feierte und sich neben Kimmich auf der Sechs festsetzte, konnte Goretzka in der neuen Rolle kaum noch Einfluss entfalten. Zum wertvollen Allrounder entwickelte sich zudem Neuzugang Bischof. Das LIGABlatt mit Teil zwei der FCB-Saison-Zeugnisse.
Joshua Kimmich: Der DFB-Kapitän blieb auch in der abgelaufenen Saison der Taktgeber im FCB-Mittelfeld. Er verleiht dem Spiel des Rekordmeisters die nötige Struktur und sorgt mit seinen Pässen in das letzte Drittel immer wieder dafür, dass die Offensiv-Power der Bayern zur Entfaltung kommt. Anders als vielleicht in den Spielzeiten zuvor, strahlen nun auch seine Standards deutlich mehr Gefahr aus. Abgesehen vom Spielerischen, setzt er auch in den Zweikämpfen immer wieder Zeichen. Insgesamt Dreh- und Angelpunkt im Bayern-Mittelfeld. (Note: 2)
Aleksandar Pavlović: Mit dem Youngster hat man nun endgültig die Dauerlösung auf der Sechser-Position neben Kimmich gefunden. Kompany vertraute dem Youngster nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in den großen Spielen in der Champions League. Letzterer wurde von seinen Leistungen auch nicht enttäuscht. Besonders seine Passqualitäten sowie die Ruhe am Ball zeichneten den Nationalspieler über die gesamte Saison aus. Darüber hinaus strahlt er in brenzligen Situationen, trotz seines Alters, die nötige Reife aus und geht defensiv in den Zweikämpfen voran. Unter dem Strich eine Durchbruchssaison für den 22-Jährigen, der auch in der kommenden Spielzeit neben Kimmich gesetzt sein wird. (Note: 2)
Leon Goretzka: Beim 30-Jährigen hatte man vor allem in der vergangenen Saison noch den Eindruck, dass er sich leistungstechnisch wieder zurückgekämpft hatte. In der abgelaufenen Saison veränderte sich allerdings seine Rolle unter Kompany. Der Nationalspieler galt hinter Pavlović als die dritte Lösung im defensiven Mittelfeld. In der Champions League hatte er gegenüber Pavlović das Nachsehen, und kam so überwiegend nur in der Bundesliga zum Einsatz. Wenn er auf dem Platz stand, spielte er sehr engagiert und steuerte so auch fünf Tore und fünf Assists in 48 Einsätzen bei. Dennoch vermisste man die letzte Durchschlagskraft und den Einfluss aus seinen besten Zeiten. In seiner letzten Bayern-Saison durfte er immerhin noch das Double bejubeln. (Note: 3,5)
Tom Bischof: In seiner ersten Saison beim Rekordmeister entwickelte sich der Youngster zu einem echten Allrounder. Als gelernter zentraler Mittelfeldspieler kam er, oftmals der personellen Situation in der Defensive geschuldet, häufig als Linksverteidiger zum Einsatz. Auch rechts hinten und auf seiner gewohnten Position im zentralen Mittelfeld durfte er ran. Agierte dabei auf allen Positionen sehr zuverlässig. Auch wenn er noch nicht den Durchbruch geschafft hat und so auch den Sprung in den WM-Kader verpasste, bleibt der technisch versierte 20-Jährige ein wichtiger Perspektivspieler für die Zukunft. Könnte nach dem Goretzka-Abgang in der nächsten Saison eine größere Rolle einnehmen. (Note: 3)
Bara Sapoko Ndiaye: Von allen Debütanten bekam der Senegalese die meiste Spielzeit (insgesamt 142 Minuten in vier Partien) und stand dabei sogar in zwei Bundesliga-Partien in der Startelf. Zeigte sein Potential im Passspiel und den Zweikämpfen, dennoch merkte man ihm noch die fehlende Erfahrung an. (Note: 3,5)
David Santos Daiber, Maycon Cardozo, Felipe Chavez und Erblin Osmani: Kompany verhalf gleich mehreren FCB-Nachwuchsspielern zum Profi-Debüt. Angesichts der geringen Spielzeiten entfällt jedoch eine Bewertung.
Foto: Maja Hitij/Getty Images







































