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·22. Mai 2026
Effenberg warnt Neuer nach DFB-Comeback: „Könnte seine Karriere riskieren…“

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·22. Mai 2026

Die Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Nationalmannschaft sorgt weiterhin für hitzige Diskussionen. Nun hat sich auch Stefan Effenberg deutlich zur Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann geäußert – und dabei vor allem die Risiken betont.
Der frühere Bayern-Kapitän sieht die Rückkehr des 40-Jährigen kritisch und hält die Entscheidung des DFB für äußerst riskant.
In seiner Kolumne bei t-online erklärte Effenberg: „Denn die Fitness und Gesundheit des mittlerweile 40-jährigen Neuer sind stets ein Thema.“
Besonders Neuers körperliche Situation bereitet dem Ex-Nationalspieler Sorgen. „Nicht ohne Grund stand er nur in 37 von 54 Saisonspielen auf dem Platz“, betonte der 57-Jährige.
Dass Neuer zuletzt beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln wegen Wadenproblemen vorzeitig ausgewechselt werden musste, sieht Effenberg zusätzlich als Warnsignal. Neuer wird nun laut Sky auch das Pokalfinale am Samstag gegen den VfB Stuttgart verpassen.
Vor allem eine mögliche Verletzung während des Turniers könnte laut Effenberg zum Problem werden.
„Neuer soll offensichtlich seine Trumpfkarte für das Turnier sein – wenn er diese aber verliert, hat er nichts mehr“, schrieb Effenberg und ergänzte: „Ich habe leider kein gutes Gefühl, dass das gut ausgeht.“
Auch sportlich sieht der frühere Bayern-Star Fragezeichen. Effenberg verwies auf die Weltmeisterschaft 2022 und den damaligen Einfluss von Argentiniens Keeper Emiliano Martínez. „Und da soll ein 40-Jähriger jetzt konstant mithalten. Da habe ich meine Zweifel“, erklärte er deutlich.
Zudem sieht Effenberg bei Neuer nicht mehr die frühere Konstanz. „Mittlerweile schleichen sich fast regelmäßig kleinere oder größere Fehler ein“, so der frühere Mittelfeldspieler.
Als Beispiel nannte er die Champions-League-Duelle gegen Real Madrid. Während Neuer im Hinspiel noch glänzte, habe er im Rückspiel „gleich mehrfach nicht gut ausgesehen“.
Trotz aller Kritik hob Effenberg jedoch auch hervor, warum Nagelsmann letztlich an Neuer festhält. „Nagelsmann hat recht, wenn er von Neuers Aura schwärmt“, erklärte der SPORT1-Experte.
Gerade Weltklassespieler wie Kylian Mbappé, Vinicius Junior oder Lamine Yamal würden ins Grübeln geraten, wenn Neuer im Tor stehe. „Kein Oliver Baumann, Alexander Nübel oder Noah Atubolu ruft diese Ehrfurcht hervor“, betonte Effenberg.

Foto: IMAGO
Der ehemalige Bayern-Kapitän nutzte die Debatte zudem für einen grundsätzlichen Seitenhieb gegen die deutsche Torwartschule. Dass ein 40-jähriger Neuer trotz aller körperlichen Probleme weiterhin alternativlos erscheine, „muss zu denken geben und spricht nicht für die viele Jahre so hochgelobte Torwartschule in Deutschland“, so Effenberg.
Besonders bitter verlief die Entwicklung für Oliver Baumann. Der Hoffenheim-Keeper galt lange Zeit als gesetzte Nummer 1 für die WM, wurde nun aber von Neuer verdrängt. Effenberg hatte Baumann zuletzt sogar öffentlich geraten, selbst aktiv auf Nagelsmann zuzugehen. „Ich würde ihn selbst anrufen und fragen, und mich dann dementsprechend äußern“.
Am Ende änderte das jedoch nichts mehr an Nagelsmanns Entscheidung zugunsten von Manuel Neuer.







































