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·10. Juli 2026

Ehemaliger Fenerbahçe-Coach Jorge Jesus wird Nationaltrainer Portugals

Artikelbild:Ehemaliger Fenerbahçe-Coach Jorge Jesus wird Nationaltrainer Portugals

Der portugiesische Fußballverband hat sich nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale gegen Spanien von National-Coach Roberto Martínez getrennt. Nachdem es zunächst bereits Spekulationen über die mögliche Nachfolge des Spaniers gab, haben diese sich nun bestätigt, dass nämlich der ehemalige Fenerbahçe-Trainer Jorge Jesus das Team rund um Kapitän Cristiano Ronaldo betreuen wird. Diese Personalie wird von vielen Seiten als Wink gesehen, dass auch der Stürmer-Star weiterhin im Portugal-Trikot auflaufen wird. 

Praktisch direkt nach der 0:1-Niederlage Portugals im Achtelfinale der laufenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gegen Spanien war bekanntgegeben worden, dass Cheftrainer Roberto Martínez seinen Job nicht mehr fortsetzen und man stattdessen nach einem Ersatz suchen werde. Da José Mourinho, der immer wieder mal als möglicher Nationaltrainer seines Geburtslandes gehandelt worden war, gerade erst für eine zweite Amtszeit bei Real Madrid unterschrieben hatte, war der nächste Kandidat, der vor allem in den Medien heiß diskutiert wurde, der frühere Fenerbahçe-Übungsleiter Jorge Jesus. Nun hat der portugiesische Fußballverband auch offiziell bestätigt, dass Jesus die Nachfolge von Roberto Martínez antreten werde.


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Erste Station als National-Trainer für Jorge Jesus 

Wie der portugiesische Fußballverband am Freitag in einem offiziellen Statement mitteilte, ist Jorge Jesus der neue Trainer der Männer-A-Nationalmannschaft. Für den 71-Jährigen, der zeitweise neben Carlo Ancelotti als möglicher Nationaltrainer Brasiliens gehandelt worden war, da er dort bei Flamengo ganze sechs Titel sammeln konnte, wird dies die erste Nationalmannschaft, die er betreuen wird. Viele Beobachter gehen davon aus, dass der einstige Mittelfeldspieler nach dieser Station auch seine Trainer-Karriere beenden wird. Türkischen Fans dürfte Jorge Jesus vor allem aus seiner Zeit bei Fenerbahçe bekannt sein, wo er von 2022 bis 2023 die sportliche Verantwortung an der Seitenlinie trug.

Jesus zuletzt gemeinsam mit Ronaldo in Saudi-Arabien Meister geworden 

Grundsätzlich wird die Verpflichtung von Jorge Jesus als portugiesischer Nationaltrainer als Zeichen gedeutet, dass auch Cristiano Ronaldo weitermachen wird. Jesus hatte zuletzt den Ronaldo-Club Al-Nassr betreut und zusammen mit dem 41-Jährigen die saudi-arabische Meisterschaft geholt. Ronaldo gilt als bekennender Fan von Jorge Jesus, der trotz des hohen Fußballer-Alters des Torjägers noch immer große Stücke auf diesen hält. Grundsätzlich war spekuliert worden, ob Cristiano Ronaldo nach dem WM-Aus auch aus der portugiesischen Nationalmannschaft zurücktreten werde, doch bislang hatte dieser nur bestätigt, dass dies seine letzte Weltmeisterschaft gewesen sei – seine grundsätzliche Zukunft ließ er noch offen.

Jesus-Verpflichtung als Hinweis auf Zukunft von Cristiano Ronaldo 

Es ist hinlänglich bekannt, dass Cristiano Ronaldo in seiner Karriere noch das Ziel hat 1.000 Profi-Tore zu erzielen. Bislang kommt der Angreifer auf über 970 Karriere-Tore, 146 davon allein in der portugiesischen Nationalmannschaft, für die er bislang 233 Mal auflief. Sein Vertrag bei Al-Nassr läuft noch bis zum Sommer 2027, womit für ihn das große Ziel in dieser Saison noch erreichbar sein könnte, hatte er in der abgelaufenen Saison immerhin noch 30 Pflichtspiel-Tore für den Saudi-Klub erzielt. Aber wenn der Europameister von 2016 noch diese eine Saison macht, warum nicht auch noch die nächste?

Ronaldo mit Karriere-Ende nach der EM 2028? 

In der Wüste wird man das ikonische Werbe-Gesicht sicherlich auch noch einen neuen Vertrag anbieten und da Cristiano Ronaldo nach dem WM-Aus noch einmal demonstrativ betont hatte, dass die EM für ihn mindestens ebenso viel Wert sei, wie die WM, könnte es durchaus sein, dass er seine Karriere sowohl in der Nationalmannschaft als auch im Verein im Sommer 2028 beenden will, wenn er dann sowohl die magische Marke von 1.000 Toren geknackt, als auch ein letztes Mal an dem großen Wettbewerb teilgenommen hat, den er das erste Mal überhaupt für sein Land gewinnen konnte, und dessen Rekord-Spieler und -Torschütze er mit 30 Einsätze und 14 Treffern noch immer ist. Es wäre dann zudem die siebte Europameisterschaft, an der Cristiano Ronaldo teilnehmen würde, was ein absolutes Novum in der Geschichte des Wettbewerbs wäre. Der Stürmer wäre dann 43 Jahre alt.

Foto: Yasser Bakhsh / Getty Images 

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