come-on-fc.com
·3. August 2026
Eigenverantwortung, Kommunikation, „Sozialer Leim“ – So will René Wagner sein Team auf Kurs bringen

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·3. August 2026


Simon Bartsch
3 August, 2026
Nach den eher mäßigen Ergebnissen zum Schluss der vergangenen Spielzeit, startet René Wagner mit der Skepsis einiger Fans und einer gewissen Bürde in die neue Saison. Bei den Spielern kommt der Trainer bislang offenbar extrem gut an. Vielleicht auch, weil für den 38-Jährigen das Team im Vordergrund steht.
René Wagner beim Training in Kitzbühel (Foto: come-on-fc.com)
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Mit dem Testspiel gegen Hertha BSC endete am Freitag das Trainingslager des FC in Kitzbühel. René Wagner wirkte während der Begegnung gegen die „Alte Dame“ im Gegensatz zu den Einheiten fast schon zurückhaltend. Denn dort ging es mitunter schon einmal lautstark, bestimmt, aber ganz sicher nicht unfair zur Sache. „Wir wollen eine hohe Intensität im Training. Wenn die Jungs im Stadion spielen, musst du nichts mehr tun. Da stehen 50.000 Fans im Stadion und pushen die“, sagte Wagner. „Im Training musst du den ein oder anderen Mal über die Grenze schieben. Aber das ist ja auch unser Job. Wir wollen die Jungs jeden Tag besser machen.“ Dazu hatte Wagner nun in Kitzbühel eine Woche intensiv Zeit. Und die wurde von Außen betrachtet auch genutzt. Mit Ausnahme vom Dienstag schickte der 38-Jährige seine Mannschaft täglich auf den Platz, ab und an auch doppelt.
Auffallend: Wagner sucht die Kommunikation mit seinen Spielern, spricht sie immer wieder an. Und wie aus dem Kreis der Akteure zu vernehmen ist, kommt genau das an. Die Spieler sind von der offenen Art des Trainerteams überzeugt, wissen offenbar genau, woran sie sind. Und sie haben das Gefühl, Wagner findet bei jedem von ihnen auch den richtigen Ton. Man will eine Sprache sprechen. Auch deswegen gab es vor Österreich für das Trainerteam noch ein paar Tage Niederlande, in denen am gemeinsamen Auftreten gearbeitet wurde. Wagner stärkt in einer beeindruckenden Art das „Wir“, will eine Mannschaft auf und neben dem Platz. Eine Mannschaft, die als Team funktioniert. Auch deswegen wurde der gemeinsame Teamevent in diesem Trainingslager besonders früh gewählt. Wagner wird nicht müde, zu betonen, dass er die Mannschaft gerne eng zusammen hält.
Keine leichte Aufgabe, denn die Ausrichtung bei den Neuverpflichtungen ist bislang eine Mixtur aus Erfahrung und jungen Talenten. Hier Gideon Mensah und Luka Lochoshvili, die als Soforthilfe gedacht sind, da Spieler wie Reigan Heskey und Martin James, die in ihre Rollen noch wachsen müssen. „Wir haben ganz viel über sozialen Leim gesprochen. Über Spieler, die unsere unterschiedlichen Gruppen verbinden müssen“, erklärt Wagner. „Da gibt es Jungs, die sich ins Zeug legen.“ Und jene Jungs sollen auch Führungsrollen übernehmen. Das aber dann nicht nur über Lautstärke. „Wir haben darüber gesprochen, dass jeder seine Rolle finden muss“, sagt Wagner. „Es gibt Spieler die führen, weil sie jede Aufgabe zu 100 Prozent erfüllen, es gibt Spieler, die eher mit Sprache führen und Spieler, die führen weil sie die Mannschaft neben dem Platz zusammenhalten. So muss jeder Spieler seine Nische finden.
Dabei erwartet der Trainer aber auch eine gewisse Eigenverantwortung. “Wir hatten Phasen, in denen wir als Trainer einfach mal nichts mehr gesagt haben. Weil wir wollten, dass die Jungs miteinander reden.“ Das taten sie. Auch schon mal ein wenig lauter, als es nach der eigenen Auffassung dann nicht so lief wie geplant.
Live







































