Ein Bayern-Star und zwei Kapitäne: Die überschätztesten Bundesliga-Spieler im Ranking | OneFootball

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·3. Oktober 2026

Ein Bayern-Star und zwei Kapitäne: Die überschätztesten Bundesliga-Spieler im Ranking

Artikelbild:Ein Bayern-Star und zwei Kapitäne: Die überschätztesten Bundesliga-Spieler im Ranking

Während so mancher Spieler seit Jahren gute Leistungen zeigt, dafür aber kaum die verdienten Lorbeeren erhält, ist bei anderen Akteuren genau das Gegenteil der Fall. Wir werfen in unserem Ranking einen Blick auf acht Bundesliga-Spieler, die gemessen an ihren Leistungen und Fähigkeiten, ein erstaunlich hohes Ansehen in ihren Vereinen und teilweise auch in der Öffentlichkeit genießen.

Die 8 überschätztesten Bundesliga-Spieler im Ranking

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Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages


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Miro Muheim war neben Davie Selke das Gesicht des Hamburger Aufstiegs. Der Schweizer kann mit seinen Standards und Flankenbällen für Gefahr sorgen, jedoch erkannte man in der 2. Bundesliga nicht so recht, dass er gegen den Ball deutliche Defizite hat.Muheim ist nicht sonderlich robust und athletisch und daher in den Zweikämpfen oft nur zweiter Sieger. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison war häufig zu sehen, dass der Schweizer seine Seite nicht wirklich geschlossen bekommt. Ein Problem bei Muheim ist auch, dass er immer wieder von Verletzungen gestoppt wird. Der HSV scheint das Problem jedoch auch erkannt zu haben und konnte sich mit David Möller Wolfe eine Alternative sichern, die aktuell die Nase vorne zu haben scheint.

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Adam Pretty/GettyImages

Es ist keine wahnsinnig große Kunst, beim FC Bayern mitzuspielen und dabei ordentliche Leistungen zu zeigen. Dafür sind die Mitspieler schlichtweg zu gut. Josip Stanisic gelingt es demnach meist auch ganz ordentlich, im Bayern-Team mitzuschwimmen, ohne wirklich negativ aufzufallen. Verglichen zu Konrad Laimer und Alphonso Davies fehlen bei Stanisic aber häufig die offensiv gefährlichen Situationen.Seine Defensiv-Skills reichen für die Bundesliga aus, jedoch war in der Champions League schon häufiger zu sehen, dass er gegen schnelle und dribbelstarke Außenstürmer an seine Grenzen stößt. Stanisic ist in fast allen Eigenschaften grundsolide, nur ist das eben eigentlich nicht gut genug für den FC Bayern. Der Kroate sollte demnach auch als reiner Defensiv-Backup angesehen werden. Laimer, Davies und Brown sind individuell einfach die besseren Spieler.

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Sona Maleterova/GettyImages

Auf Daniel Svensson treffen ähnliche Dinge wie auf Josip Stanisic zu. Der Schwede schwimmt beim BVB ganz gut mit, bringt aber selbst kaum gewinnbringende Eigenschaften mit – abgesehen von seiner enormen Laufstärke. Svensson spielt grundsolide und macht keine größeren Fehler, fällt im Vergleich zu Julian Ryerson auf der gegenüberliegenden Seite aber massiv ab. Der Norweger gehörte in der letzten Saison zu den besten Vorbereitern der Liga, während Svensson nur fünf Scorer sammelte. Für einen Schienenspieler bei einem Spitzenklub ist das ein wahrlich magere Bilanz. Wenig beeindruckend war zudem auch seine Zweikampfquote von gut 47 Prozent.Svensson macht sein Ding, kann aber von Glück sprechen, bei einem so starken Klub Stammspieler zu sein. Dies ist er möglicherweise auch, weil der offensive Output von Ryerson für zwei Spieler reicht.

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Stuart Franklin/GettyImages

Rocco Reitz wurde in den letzten Jahren ein wenig zu sehr gehyped, was vielleicht auch daran lag, dass er aus einer schwachen Gladbach-Truppe zumindest leicht positiv herausstach. Reitz war allerdings auch nie ein absoluter Leistungsträger, auf dem zu jeder Zeit Verlass war. Der Leipziger bringt eine ordentliche Technik und Dynamik mit, wirkt aber ein Stück weit austauschbar. Reitz ist in keiner Fähigkeit wirklich herausragend.Die 20 Millionen Euro Ablöse, die Leipzig in Reitz investiert hat, sind deswegen auch ein wenig überteuert. Reitz war als Eigengewächs in Gladbach zwar eine Identifikationsfigur, fußballerisch dürften die Fohlenfans aber schnell über ihn hinwegkommen – selbst wenn die Reaktionen auf seinen Abgang sehr emotional ausfielen.

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DeFodi Images/GettyImages

Der BVB hat Jobe Bellingham im letzten Sommer für mehr als 30 Millionen Euro unter Vertrag genommen. Man kann sich zu 99 Prozent sicher sein, dass der Deal auf diese Art und Weise nicht stattgefunden hätte, wenn Jobe nicht den Nachnamen Bellingham tragen würde und der Bruder von Jude wäre. Bei den Dortmundern hat man sich wohl eine Wiederholung der Geschichte gewünscht, jedoch scheint Jobe einfach nicht das Talent seines älteren Bruders zu haben. Der 21-Jährige ist gewiss kein schlechter Spieler und mit seiner Athletik gegen den Ball durchaus zu gebrauchen. Auf dem Weg nach vorne ist er im Gegensatz zu Jude aber sehr zahm.Jobe Bellingham ist auch kein großer Stratege oder Ideengeber, selbst wenn er immer bemüht ist, sich ins Aufbauspiel einzubringen. In der laufenden Saison durfte er meist neben Nmecha im Zentrum ran. Ob das auf Dauer gut geht, sei aber mal dahingestellt.

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NurPhoto/GettyImages

David Raum ist bei RB Leipzig Kapitän und gewissermaßen auch eines der bestimmenden Gesichter des Vereins. Der Linksfuß kommt für einen Außenverteidiger seit Jahren auf sehr gute Scorer-Zahlen und konnte sich dadurch auch in der Nationalmannschaft zwischenzeitlich einen festen Platz sichern. Einige seiner Scorer sind aber auch darauf zurückzuführen, dass Raum viele Standardsituationen übernehmend darf. Sicherlich hat Raum Qualitäten im Spiel nach vorne, jedoch geht dabei häufiger unter, dass er defensiv und im taktischen Verhalten massive Schwächen hat. In den letzten beiden Saisons gewann er unter 50 Prozent seiner Zweikämpfe, in der laufenden Spielzeit gar nur 22 Prozent. Noch eklatanter ist aber häufig sein mangelndes Stellungsspiel.Raum hat auch im technischen Bereich Schwierigkeiten und verzeichnete in den letzten Saisons nur Passquoten von 70 bis 75 Prozent. Zu wenig für einen Kapitän eines CL-Klubs und einen Nationalspieler.

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Alexander Hassenstein/GettyImages

Die Sehnsucht in Deutschland nach einem ordentlichen Rechtsverteidiger ist der wohl größte Karriere-Boost von Vagnomen. Seit Jahren erhofft man sich, dass Vagnoman die Problemposition lösen kann, weshalb er auch immer wieder Einladungen erhielt. Jüngst zeigte er aber gegen Griechenland einmal mehr, dass er schlichtweg nicht das nötige Niveau für die Nationalmannschaft hat. Ebenso wenig hat er das Niveau, um bei einem starken Bundesliga-Klub, wie dem VfB Stuttgart, Stammspieler zu sein.Vagnoman bringt eine ganz gute Athletik mit, ist dafür aber erstaunlich zweikampfschwach. In keiner seiner absolvierten Bundesliga-Spielzeiten knackte er die 50-Prozent-Marke. Zwar schaltet sich Vagnoman gerne nach vorne mit ein, bleibt dabei aber zu oft harmlos, weil seine Hereingaben meist weder die nötige Präzision noch die nötige Schärfe haben.Zwar hat Vagnoman in der noch jungen Saison 2026/27 schon vier Scorer gesammelt, jedoch dürfte das eher ein einmaliger Ausrutscher nach oben sein. In den letzten Jahren konnte er sich diesbezüglich kaum in Szene setzen.

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Alex Grimm/GettyImages

Wer glaubt, dass es für Innenverteidiger kein großer Unterschied ist, in einer Dreier- oder Viererkette zu verteidigen, der hat die Rechnung ohne Robin Koch gemacht. Der Eintracht-Kapitän hat schon häufiger gezeigt, dass er in einer Viererkette massiv überfordert ist. Vor allem wegen Kochs Defizite musste Adi Hütter seine Viererketten-Pläne schnell wieder begraben.In der Fünferkette ist Koch stärker, weil er zwei Innenverteidiger hat, die die Drecksarbeit machen können und er dafür seine Stärken im Aufbauspiel zur Schau stellen kann. Es bleibt aber dabei, dass Koch die Kernkompetenzen eines Verteidigers zu schlecht beherrscht. Der ehemalige deutsche Nationalspieler ist in den Zweikämpfen zu soft und hat auch im Stellungsspiel immer wieder Probleme.Die enorme Gegentor-Flut der SGE in der Vorsaison geht sicherlich auch auf seine Kappe. Als Kapitän und Abwehr-Leader steht Koch schlichtweg besonders in der Verantwortung. Ein Arthur Theate wurde relativ gnadenlos abgesägt. Selbiges hätte man genauso mit Koch machen können. Erstaunlicherweise ist sein Standing aber ungebrochen.

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