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·21. Februar 2026

Ein Endspiel schon im Februar? Werder will die Wende

Artikelbild:Ein Endspiel schon im Februar? Werder will die Wende

Ein Endspiel schon im Februar? Daniel Thioune winkte entschieden ab. „Wir werden am Wochenende nicht den Klassenerhalt feiern können und wir werden nicht absteigen“, sagte der Trainer von Werder Bremen. Im Kellerkracher beim FC St. Pauli am Sonntag steht aber ohne Frage viel auf dem Spiel.

Die Bremer brauchen beim direkten Konkurrenten nach zwölf Partien ohne Sieg endlich die Trendwende. Sollte es am Millerntor (17.30 Uhr/DAZN) – im Duell des 16. beim 17. – auch nicht reichen, wäre der Effekt des Trainerwechsels von Horst Steffen zu Thioune vorerst verpufft. Und die Hoffnung der grün-weißen Fans würde weiter schwinden.


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Damit das nicht passiert, werkelt der 51-Jährige emsig an einer Mannschaft, die eine stärkere Widerstandskraft aufbringt als in den vergangenen Wochen. Ein Team, das den Glauben an einen Umschwung auch auf dem Rasen mit Leben füllt.

Bremen hofft auf die Trendwende

„Ich habe schon mehrfach betont, dass mich eigentlich nur das interessiert, was vor uns liegt“, sagte Thioune: „Ich habe eine unfassbare Energie meiner Mannschaft gesehen.“ Diese Energie braucht sie am Sonntag ganz sicher. Auf dem Kiez wartet ein unangenehmes Duell mit vielen aufreibenden Zweikämpfen. „Da ist Druck auf dem Kessel“, sagte auch St. Paulis Trainer Alexander Blessin.

Die Bremer müssen dabei ein Stück weit wiederfinden, für was sie als Klub eigentlich traditionell stehen: Für Offensivgeist, für Kreativität, für Tore. Einst war Werder ein Synonym für Spektakel, aktuell erscheint vieles grau. Thioune droht sogar der erste Coach zu werden, der in seinen ersten drei Bundesliga-Partien auf der Bank der Bremer kein eigenes Tor miterlebt.

„Wir sind gerade nicht so scharf in den beiden Elementen, wo man scharf sein darf“, sagte Thioune: „Gegen den Ball und mit dem Ball in den Boxen.“ Also in den Strafräumen, in denen sich die Partien entscheiden. Die Frage bleibt dabei weiterhin, ob der Kader stark genug für den Ligaverbleib ist. Auch Geschäftsführer Clemens Fritz hatte rund um die Trennung von Steffen viel Kritik einstecken müssen.

Der bestehende Kader muss es nun richten gegen St. Pauli, das zumindest vor eigener Kulisse etwas im Aufwind ist. Zuletzt gelang dem Team von Blessin gegen den VfB Stuttgart ein 2:1-Erfolg. Die bis dato letzte Heimniederlage kassierte das Team um Kapitän Jackson Irvine im November.

Viel muss für Werder passen, um sich am Sonntag aus der Abstiegszone zu verabschieden. Torhüter Mio Backhaus setzte immerhin schon vor dem Anpfiff ein Zeichen. „Das ist eine Kampffrisur“, sagte der 21-Jährige, der sich kurzgeschoren präsentierte: „Damit werden wir jetzt ganz viele Punkte holen.“

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