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VfL Osnabrück

·23. März 2026

Ein historischer Auswärtserfolg im Kraichgau

Artikelbild:Ein historischer Auswärtserfolg im Kraichgau

Zum sechsten Mal in Folge konnte der VfL Osnabrück am gestrigen Sonntag die volle Punkteausbeute einfahren. Neben dem entscheidenden Treffer von David Kopacz sorgten gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim II mehrere starke Einzelstatistiken für einen erfolgreichen Nachmittag im Kraichgau.

Sinnbildlich für die aktuelle Osnabrücker Selbstverständlichkeit zeigte sich gestern der Auftritt von Yigit Karademir. Der 21-Jährige rückte für den verletzten Robin Fabinski in die Startelf und kam so erstmals seit dem 21. Spieltag wieder zum Einsatz. Dabei legte der gebürtige Nordhorner einen tadellosen Auftritt hin und wies sowohl eine starke Passquote (86,7 Prozent) als auch eine starke Zweikampfquote (75 Prozent) auf. Und auch eine Reihe davor überzeugte erneut Kevin Wiethaup im defensiven Mittelfeld. 96,8 Prozent seiner Zuspiele fanden den gewünschten Mitspieler. Damit lieferte der 20-Jährige den besten Wert aller Osnabrücker Startelfspieler.


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Für viel Betrieb auf der linken Außenbahn sorgte Frederik Christensen. Der Außenverteidiger kam auf 75 Ballaktionen, lieferte sechs Torschussvorlagen und führte mit 27 die meisten Zweikämpfe aller VfL-Spieler. Offensiv stand zudem Robin Meißner immer wieder im Mittelpunkt. Der Angreifer gab insgesamt neun Torschüsse ab, was ligaweit den höchsten Wert aller Drittligaspieler am 30. Spieltag darstellt.

Den entscheidenden Moment der Partie lieferte jedoch einmal mehr David Kopacz. Der Mittelfeldspieler erzielte zum dritten Mal in Folge das 1:0 für den VfL. Fünf seiner mittlerweile sieben Saisontore brachten die Lila-Weißen in Führung. „Ich glaube, ich stehe einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Ball kommt natürlich glücklich dahin, aber ich habe dann die Situation, den reinzumachen, und lege ihn einfach ins Eck“, erklärte der Torschütze nach dem Spiel im Interview bei VfL-TV. Dabei hätte der VfL die Partie schon früh deutlicher gestalten können. „In der ersten Halbzeit können wir das Spiel eigentlich schon zumachen. Wir wussten, wie Hoffenheim spielt. Es ist eine junge Mannschaft, die kicken will und dadurch natürlich auch gefährlich werden kann“, sagte Kopacz. „Wenn es aber dann nicht klappt und wir defensiv gut stehen und die Balleroberungen haben, können wir auch super kontern. Mir wäre es natürlich auch lieber, wenn wir das zweite oder dritte Tor machen, weil die Chancen waren da.“

Dass der VfL dennoch erneut drei Punkte einfahren konnte, lag auch an der defensiven Stabilität. „Wir haben einfach die Selbstverständlichkeit, sowohl offensiv als auch defensiv. Jeder weiß, was er zu tun hat. Dann ist es auch relativ schwer, gegen uns zu spielen“, so Kopacz. Mit Blick auf die Tabellensituation ergänzte er bei MagentaSport: „Wenn man da oben steht, will man es natürlich auch packen.“

Auch Patrick Kammerbauer, der den Osnabrücker Treffer mit seinem langen Einwurf einleitete, betonte nach Abpfiff im Interview bei VfL-TV den kämpferischen Auftritt der Mannschaft. „Wenn du 1:0 führst, reicht eine Situation, wo der Ball vielleicht eklig verspringt oder durchrutscht. Wir wissen, dass wir alles in die Waagschale werfen. Ich glaube, das war auch heute wieder der entscheidende Punkt, damit wir das Ding mit 1:0 über die Zeit bringen.“

Cheftrainer Timo Schultz zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mit dem Auftritt insgesamt zufrieden. „Ich bin sehr zufrieden mit den drei Punkten. Gerade in den ersten 30 Minuten haben wir ein wirklich sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, uns einige Chancen herausgespielt und dann auch folgerichtig das Tor nach einem langen Einwurf geschossen“, sagte der VfL-Coach. „Die zweite Halbzeit war mir persönlich etwas zu hektisch. Aber wieder mal zu null und damit die nächsten drei Punkte.“

Artikelbild:Ein historischer Auswärtserfolg im Kraichgau

Besonders hob Schultz auch die Unterstützung der VfL-Fans hervor. „Ich weiß, was die Jungs (seine Spieler) unter der Woche leisten und wie viel sie investieren. Aber ich weiß vor allem auch, was die Fans alles auf sich nehmen. An einem Sonntag nach Hoffenheim zu fahren, da gibt es, glaube ich, schönere Auswärtsfahrten. Und trotzdem sind fast 1000 Leute da, die es mit uns halten. Dementsprechend sollen die Jungs und auch die Fans das ruhig genießen.“ Dabei durften die etwa 950 mitgereisten Fans in dieser Saison schon ziemlich oft in fremden Stadien jubeln. Der Sieg im Dietmar-Hopp-Stadion war bereits der zehnte Auswärtserfolg in dieser Saison. Für den VfL Osnabrück stellt dieser Wert sogar einen Vereinsrekord dar. Denn noch nie konnten die Lila-Weißen in der 3. Liga innerhalb einer Spielzeit so viele Auswärtssiege einfahren.

Dass die Fans des VfL aber mindestens genauso den kommenden Heimspielen entgegenfiebern, zeigt der Blick auf die Ticketnachfrage der Brückentage. Denn sowohl das Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt (Samstag, 4. April 2026; Anpfiff: 14:00 Uhr) als auch das Spitzenspiel gegen den FC Energie Cottbus (Sonntag, 12. April 2026; Anpfiff: 13:30 Uhr) sind im Heimbereich bereits ausverkauft. Für beide Partien ist ab sofort der Ticket-Zweitmarkt geöffnet. Davor empfängt man jedoch an diesem Donnerstag (26. März 2026) noch den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach im Schinkel (Anpfiff: 18:30 Uhr). Für das Testspiel sind noch in allen Stadionbereichen Tickets verfügbar.


Text: Jendrik Greiwe Fotos: Fabian Frommeyer

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