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·18. April 2026
Ein Spiegel zum Hinspiel – Im Ergebnis gleich und doch das Gegenteil

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Redaktion
18 April, 2026
Das Rückspiel gegen die Hanseaten glich einem Spiegelbild des Duells aus der Hinrunde. Die Vorzeichen drehten sich komplett.
Karol Mets trifft für St. Pauli gegen den 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin / Getty Images)
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Das Duell am Freitagabend gegen den FC St. Pauli kann man wohl getrost als einen Spiegel des Hinspiels ansehen. Beide Partien endeten 1:1, aber im Gegensatz zur Begegnung am Nikolaustag vergangenen Jahres gibt es dann doch einige verdrehte Parallelen. Im Dezember war es FC-Toptalent Said El Mala, der die Geißböcke nach einer torlosen ersten Halbzeit in der 51. Minute in Führung brachte. Lange hielt die Mannschaft vom damaligen Trainer Lukas Kwasniok die Null und steuerte bereits auf drei gewonnene Punkte gegen die Hanseaten zu. Doch kurz vor dem Abpfiff, machte Ricky-Jade Jones den Kölnern einen Strich durch die Rechnung. Der Engländer traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich und stahl den Domstädtern zwei Zähler.
Besonders unglücklich war dabei FC-Keeper Marvin Schwäbe. Der Torhüter rutschte beim Versuch, den Schuss von Jones zu parieren weg und erreichte so die Kugel nicht mehr. „Ich habe eigentlich die längsten Stollen auf dem Schuh, die es nur gibt. Am Ende rutsche ich genau in dem Scheißmoment weg. Das tut extrem weh, ist extrem bitter. Es tut mir leid für die Mannschaft, am Ende kann ich leider Gottes nicht großartig was ändern“, so Schwäbe damals. Der 30-Jährige fügte noch hinzu, dass die Geißböcke die bessere Mannschaft gewesen seien, die besseren Chancen auf ihren Seiten hatten. Das 1:1-Unentschieden brachte dem FC einen Zähler ein, fühlte sich allerdings wie eine Niederlage an.
1:1 endete auch das Rückspiel in der Hansestadt. Doch diesmal änderten sich die Vorzeichen komplett. Das Duell war nahezu ein Abbild des Hinspiels, jedoch verloren die Kölner nicht zwei Punkte, sondern gewannen gefühlt einen. In der Partie am Freitagabend war es diesmal Schwäbe, der den Kölnern den Zähler festhielt. So parierte der Keeper der Geißböcke mehrfach die gefährlichen Torchancen der Mannschaft von Alexander Blessin. Vor allem gegen Andréas Hountondji hielt der 30-Jährige in der ersten Halbzeit überragend.
St. Pauli war die stärkere Mannschaft und kam auf einen xGoals-Wert von 2,26, der FC hingegen nur auf 1,51 erwartbare Tore. Mit sechs Schüssen auf den Kasten des FC-Torhüters kreierten die Hanseaten deutlich mehr Chancen, verwandelten jedoch – eben auch dank Schwäbe – lediglich einen Abschluss. So war es ebenfalls nach einer torlosen ersten Halbzeit diesmal Paulis Karol Mets, der in der 69. Minute auf 1:0 stellte. Im Gegensatz zum Hinspiel gelang es am 30. Spieltag jedoch den Kölnern, diesmal vier Minuten VOR Schluss (86.) durch den verwandelten Elfer von Luca , auf Remis zu stellten und den Hamburgern zwei Punkte zu stehlen.
Und im Gegensatz zum 1:1 der Hinrunde fielen dann auch die Stimmen nach dem Spiel deutlich anders aus. „Der Punkt ist sehr viel wert“, konstatierte Waldschmidt nach dem Duell. Und auch Schwäbes Bewertung fiel trotz des selben Ertrags in der Crunchtime der Saison anders aus. „Man hat gerade am Ende gemerkt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Für uns war es enorm wichtig, dass wir die Distanz gewahrt haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben und bis zum Ende daran geglaubt und nicht aufgegeben haben“, so der Keeper. Denn mit dem erkämpften Punkt ist es den Geißböcken zwar nicht wie erhofft gelungen, den Abstand auf den Relegationsplatz zu vergrößern, er wurde aber eben auch nicht verkleinert. Und so ist der eingefahrene Zähler auch für Schwäbe nicht wie im Hinspiel mit einem bitteren Beigeschmack versehen, sondern war das Mittel „um die fünf Punkte zu halten“ und auch für Trainer Wagner „unfassbar wichtig.“









































