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·19. März 2026

"Einer der wertvollsten Spieler": Energie will Michelbrink halten

Artikelbild:"Einer der wertvollsten Spieler": Energie will Michelbrink halten

Trotz der Niederlage in Aachen steht Energie Cottbus weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz – und will diesen mit einem Sieg im Heimspiel gegen den SSV Ulm auch unbedingt verteidigen. Parallel laufen bereits die Planungen für die kommende Saison, in der auch Leihspieler Lukas Michelbrink eine Rolle spielen soll.

Wollitz will "absolute Überzeugung" sehen

Nach zehn Spielen ohne Niederlage musste sich Energie Cottbus am vergangenen Freitag beim 1:4 in Aachen erstmals in diesem Jahr geschlagen geben. Eine bittere Pleite, die aus Sicht von Trainer Claus-Dieter Wollitz nicht zustande gekommen wäre, wenn es im ersten Durchgang zwei rote Karten gegen die Alemannia gegeben hätte. Zum einen für ein Stempeln gegen Straudi und zum anderen für einen Ellenbogenschlag gegen Engelhardt. In beiden Szenen hätte es laut Wollitz jeweils Rot geben müssen. "Gegen neun Spieler hätten wir das Spiel haushoch gewonnen", meinte der 60-Jährige. Schon in den letzten Wochen sah Wollitz sein Team in einigen Schiedsrichter-Entscheidungen benachteiligt, "dennoch haben wir uns – im Gegensatz zu anderen Klubs – nicht darüber beschwert".


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Damit im Duell mit dem SSV Ulm wieder drei Punkte auf das Konto der Lausitzer gehen, "brauchen wir die absolute Überzeugung", forderte Wollitz, der Intensität, Wucht und ein starkes Gegenpressing von seiner Mannschaft sehen will. Es gelte, selbstbewusst, aber nicht überheblich aufzutreten. "Wir müssen noch ein Stück gieriger sein. Denn wenn wir gewinnen, bleiben wir sicher Zweiter. Was gibt es Schöneres?", stellte der Energie-Coach als Frage in den Raum und sprach auch von einer Verantwortung den Fans gegenüber.

Dass sein Team die Spatzen unterschätzen könnte, glaubt Wollitz nicht: "Wenn einer meint, weniger machen zu müssen, wird er nicht mehr lange Spieler von Cottbus sein." Gerade in solchen Phasen gelte es, zu liefern. "Wer bis heute nicht verstanden hat, wie eng diese Liga ist, dem ist nicht mehr zu helfen und der ist dann auch kein guter Spieler." Denn gute Spieler bräuchten keine Warnung.

Bleibt Michelbrink über die Saison hinaus?

Einer, der in diese Kategorie passt, ist ohne Frage Lukas Michelbrink. Der 20-Jährige hat sich im Laufe der Saison zum Stammspieler im defensiven Mittelfeld entwickelt und soll daher auch in der kommenden Spielzeit für Cottbus auflaufen. Problem jedoch: Michelbrink ist lediglich bis zum Ende der Serie von Hertha BSC ausgeliehen. Dort steht der U21-Nationalspieler Litauens noch bis 2027 unter Vertrag, "sodass es schwierig wird, ihn komplett nach Cottbus zu holen. Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um das umsetzen zu können", sagte Wollitz.

Bereits im November sei beim Zweitligisten das Interesse an einer längeren Zusammenarbeit hinterlegt worden, "weil wir ihn als fantastischen Spieler sehen", so der 60-Jährige. "Ich finde, dass er einer der wertvollsten Spieler ist, die wir haben, weil er fußballerisch über ein überdurchschnittliches Potenzial verfügt." Denkbar wäre eine Ausdehnung des Leihgeschäfts. Dafür müsste aber zunächst sein Vertrag in Berlin verlängert werden.

Ob es dazu kommt, werden die nächsten Wochen zeigen. Vorerst liegt der Fokus auf dem Endspurt und der Partie gegen Ulm, für die Tolga Cigerci (Muskelfaserriss), Jonas Hofmann (Muskelverletzung), Leon Guwara (Oberschenkelverletzung) und Janis Juckel (nach Schulter-OP) ausfallen. Zudem sind die Einsätze von Moritz Hannemann und Nyamekye Awortwie-Grant fraglich. Lukas Michelbrink ist nach Gelb-Rot-Sperre dagegen wieder dabei – und soll seinen Anteil dazu beitragen, dass die drei Punkte in Cottbus bleiben.

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