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·16. August 2026

"Einfach zu billig": Brinkmann lobt Moral und kritisiert Defensive

Artikelbild:"Einfach zu billig": Brinkmann lobt Moral und kritisiert Defensive

Das 3:3 gegen den SV Waldhof Mannheim nach 0:2 und 1:3 sorgte beim F.C. Hansa Rostock für gemischte Reaktionen. Einerseits lobte Trainer Daniel Brinkmann die Moral seiner Mannschaft, andererseits kritisierte er aber auch das Abwehrverhalten.

"… dann gewinnen wir diese Spiele auch"

Als der Waldhof kurz nach der Pause das 3:1 erzielte und den alten Zwei-Tore-Vorsprung, den Voglsammer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zwischenzeitlich verkürzt hatte, wieder herstellte, sprach vieles für eine Heimniederlage der Rostocker. Doch die Kogge kam über Lennemann (55.) und Carstens (76.) noch zum Ausgleich und nahm so immerhin einen Punkt mit.


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Trainer Daniel Brinkmann fiel es im Nachgang gar nicht so leicht, die Partie einzuordnen und sprach bei "MagentaSport" von "verschiedenen Themen", die angesprochen werden müssten. Positiv hob er die "unglaublich gute Moral" seiner Mannschaft hervor und lobte, dass diese "zu jeder Zeit des Spiels" gefährlich gewesen sei. Dass alle drei Rostocker Treffer aus ruhenden Bällen resultierten, war ebenfalls ein positiver Fakt. Genau wie die Tatsache, dass Hansa über verschiedene Aktionen gefährlich wurde. "Da sind wir wirklich schon richtig gut", hielt Brinkmann fest.

Was dem 40-Jährigen dagegen gar nicht gefiel, war das Abwehrverhalten bei den Gegentoren. "Das erste resultiert aus dem Freistoß, das zweite aus dem Einwurf. Das ist dann einfach zu billig und darf uns zu Hause nicht passieren. Da müssen wir uns steigern." Nach zwei Partien steht der FCH nun schon bei fünf Gegentreffern – zu viel für einen Aufstiegsanwärter. Entsprechend betonte Brinkmann, dass an der Defensive "dringend" gearbeitet werden müsse. "Dann gewinnen wir diese Spiele zu Hause auch. Verdient wäre es aus meiner Sicht gewesen." Konkret fordert Brinkmann von seiner Mannschaft, dass diese schneller Druck auf den Ball bekommt und die Tiefenläufe "brutal mitgehen" müsse.

Brinkmann mit Saisonstart nicht zufrieden

Zudem hatte der FCH nach 87 Minuten Glück, dass es keinen Elfmeter für Mannheim gab, nachdem Bohnert seinen Gegenspieler Gregorio umklammert und etwas zu Boden gezogen hatte. Brinkmann sprach von einem "Kann-Elfmeter", den man aber nicht pfeifen müsse. "Wir haben solche auch schon bekommen und nicht bekommen." Zu lange wollte sich der Hansa-Coach damit aber nicht befassen, vielmehr ging es ihm darum, "dass wir uns da ein Stück weit cleverer verhalten, weil wir dann natürlich die Chancen erhöhen, keinen Elfmeter gegen uns zu bekommen." Denn Bohnert müsse da nicht so hingehen, so Brinkmann.

Nach zwei Spielen stehen nun vier Zähler auf dem Konto, was Brinkmann jedoch nicht zufriedenstellte. "Mit sechs Punkten wäre ich zufrieden gewesen, das ist auch meine klare Haltung. Das sieht aber auch die Mannschaft so." Gleichwohl gelte es, das Positive aus dem Spiel herauszuziehen. "Das werden wir auch, ohne zu vergessen, die kritischen Themen anzusprechen. Wenn wir das hinbekommen, das eine oder andere abzustellen, sind wir schon gut." Bevor es in zwei Wochen zum 1. FC Saarbrücken geht, steht am kommenden Freitag erstmal das DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart an. Mit einer ähnlichen Moral wie gegen Mannheim bei gleichzeitig weniger defensiven Aussetzern scheint eine Überraschung nicht völlig ausgeschlossen.

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