DFB-Frauen
·7. Februar 2026
Eintracht Frankfurt rückt an Leverkusen heran

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Nach zuvor gleich vier Auswärtsspielen in Serie baute Eintracht Frankfurt die gute Heimbilanz in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter aus. Das 1:0 (0:0) am 17. Spieltag im Verfolgerduell mit Bayer 04 Leverkusen war für die Hessinnen bereits der fünfte Erfolg in der siebten Partie vor heimischer Kulisse.
Vor 2700 Zuschauer*innen im Stadion am Brentanobad sicherte Rebecka Blomqvist (56.) den Frankfurterinnen im ersten Heimspiel nach der Winterpause die volle Punktausbeute. Durch die vierte Partie in Serie ohne Niederlage rückte die Eintracht bis auf einen Zähler an Bayer 04 Leverkusen heran. Auch Tabellenplatz drei, den derzeit der SV Werder Bremen belegt und der am Saisonende die Qualifikation für die Champions League bedeuten würde, ist nur einen Punkt entfernt.
"Der Schlüssel zum Sieg war unser Wille", sagte Matchwinnerin Rebecka Blomqvist. "Wir haben alle auf dem Platz gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Es ist immer sehr schön, Tore zu erzielen. Wenn die Partie dann auch 1:0 ausgeht, macht das den Treffer zu einem ganz besonderen Tor."
Leverkusens Angreiferin Vanessa Fudalla erklärte: "Die Niederlage ist extrem ärgerlich. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Am Ende hat es leider bei der Chancenverwertung gefehlt. Wenn man auswärts gegen einen starken Gegner so viele Chancen hat, muss man eine davon auch reinmachen. Stattdessen kassieren wir nach einer Standardsituation ein unglückliches Gegentor. Das hat leider den Unterschied gemacht."
Eintracht-Trainer Niko Arnautis veränderte sein Team im Vergleich zum 2:2 im Auswärtsspiel bei RB Leipzig auf drei Positionen. Nationalspielerin Elisa Senß rückte ebenso neu in die Startelf wie Nadine Riesen und Rebecka Blomqvist. Dafür blieben DFB-Auswahlspielerin Lisanne Gräwe sowie Remina Chiba und Pia-Sophie Wolter zunächst draußen.
Bei Bayer 04 Leverkusen war Nationalspielerin Carlotta Wamser erstmals wieder spielberechtigt, nachdem sie im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (4:0) eine Gelbsperre abgesessen hatte. Die frühere Frankfurterin spielte wie auch U 23-Nationalspielerin Loreen Bender, die ebenfalls eine Vergangenheit bei der Eintracht hat, von Beginn an. Stattdessen saßen Valentina Mädl und U 23-Auswahlspielerin Julia Mickenhagen auf der Bank.
Beide Teams legten von Beginn an ein hohes Tempo an den Tag. Nach einem frühen Ballgewinn der Frankfurter Nationalstürmerin Nicole Anyomi wurde der Schussversuch ihrer DFB-Teamkollegin Laura Freigang noch geblockt. Auf der Gegenseite zielte Leverkusens Kristin Kögel von der Strafraumgrenze am Tor vorbei. Im Anschluss kam Bayer 04 zunächst zu den besseren Gelegenheiten. Vanessa Fudalla bediente Loreen Bender, die aber über das Tor schoss. Noch enger wurde es nach rund einer halben Stunde. Torjägerin Vanessa Fudalla, die mit elf Saisontreffern die Torjägerinnenliste anführt, traf aus spitzem Winkel den Pfosten. Der Abpraller landete bei Carlotta Wamser. Ihren Schuss konnte aber Nadine Riesen klären.
Wenige Augenblicke später kamen auch die Frankfurterinnen wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Laura Freigang verpasste ein Zuspiel aber knapp, Leverkusens Torhüterin Friederike Repohl war zuerst am Ball. Kurz vor der Halbzeitpause drängten beide Teams noch einmal auf den Führungstreffer. Zunächst legte sich Caroline Kehrer den Ball nach einem Zuspiel von Vanessa Fudalla an Eintracht-Torhüterin Lina Altenburg vorbei. Frankfurts Verteidigerin Sara Doorsoun war aber zurückgeeilt und konnte die Szene klären.
Fast im direkten Gegenzug scheiterte Geraldine Reuteler an der gut reagierenden Friederike Repohl. Die Leverkusener Torhüterin und Kapitänin blieb bei ihrer Parade aber im Boden hängen, für die 31-Jährige ging es nicht weiter. Für sie wurde die erst kurz vor dem Ende der Wechselfrist vom FC Liverpool ausgeliehene Nationaltorhüterin Rafaela Borggräfe eingewechselt und kam so zum Debüt für ihren neuen Klub. Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs stand Frankfurts Torhüterin Lina Altenburg erneut im Blickpunkt, als sie einen gut getretenen Freistoß von Vanessa Fudalla noch abwehren konnte. Es blieb zur Pause beim 0:0.
Für den zweiten Durchgang nahm Bayer 04 Leverkusen einen Wechsel vor. U 23-Nationalspielerin Estrella Merino Gonzalez wurde von ihrer DFB-Teamkollegin Julia Mickenhagen ersetzt. Die erste gute Gelegenheit nach der Pause gehörte aber der Eintracht. Den Schuss von Laura Freigang konnte Selina Ostermeier aber noch zum Eckball abfälschen. Im Anschluss an die folgende Standardsituation zielte Sara Doorsoun flach am Tor vorbei.
Die Gastgeberinnen blieben in dieser Phase am Drücker und belohnten sich auch mit dem letztlich entscheidenden Tor: Nach einer Freistoßflanke war Nicole Anyomi nicht entscheidend vom Ball zu trennen. Sie legte die Kugel ins Zentrum zurück, wo Rebecka Blomqvist frei zum 1:0 (56.) einschießen konnte.
Beide Teams lieferten sich anschließend viele intensive Duelle im Mittelfeld. Erst in der Schlussviertelstunde passierte rund um die Strafräume wieder mehr. Zunächst wurde Leverkusens Vanessa Fudalla im letzten Moment geblockt. Beim anschließenden Konter behauptete sich Laura Freigang gegen Selina Ostermeier, setzte den Ball dann aber alleine vor Leverkusens Torfrau Rafaela Borggräfe am Kasten vorbei.
In den letzten Minuten der Partie erhöhte Bayer 04 noch einmal den Druck. Nach Vorarbeit von Vanessa Fudalla wurde der Versuch von Caroline Kehrer noch von Nina Lührßen geblockt. Frankfurts Laura Freigang traf zunächst nach einem Konter aus spitzem Winkel das Außennetz. Und kurz darauf war die Nationalspielerin besonders im Pech. Ein Schuss von Laura Freigang trudelte von Innenpfosten zu Innenpfosten, bevor Rafaela Borggräfe zupacken konnte. Weil die Gastgeberinnen auch eine letzte Freistoßflanke der Leverkusenerinnen verteidigen konnten, blieb es beim knappen Erfolg der Eintracht.








































