fussball-news.de
·21. August 2026
Elf Tore im DFB-Pokal: SGE-Sturm läuft vor der Pause heiß – Wahnsinn in Mannheim

In partnership with
Yahoo sportsfussball-news.de
·21. August 2026

Eintracht Frankfurt hat sich in der ersten Runde im DFB-Pokal keine Blöße gegeben. Spannender war es auf den anderen Plätzen.
Die neue Saison im DFB-Pokal ist eröffnet. Am frühen Freitagabend war mit Eintracht Frankfurt ein Bundesligist gefordert. Die SGE traf mit ihrem neuen Trainer Adi Hütter auf den Fünftligisten SC St. Tönis. Preußen Münster empfing den Karlsruher SC. Ein brisantes Derby stand in Mannheim an, wo der SV Walhof den 1. FC Kaiserslautern erwartete.
Schon in der vierten Minute bog der haushohe Favorit auf die Siegerstraße ein. Heim-Kapitän Maximilian Pohlig verpasste den Ball nach einer Ecke von Can Uzun, Nationalstürmer Jonathan Burkardt nickte dahinter mühelos zur Führung ein (4.). Wenig später schlug der Bundesligist erneut nach einem Eckball zu. Wieder servierte Uzun, diesmal nickte Robin Koch in hohem Bogen ins rechte Toreck ein (9.).
Wenige Tage nach dem 0:7 im Testspiel gegen Brentford schoss sich die Eintracht den Frust von der Seele. Ayoube Amaimouni-Echghouyab stellte nach Burkardt-Vorlage auf 3:0 (17.). Zwölf Minuten später war der Angreifer wieder selbst zur Stelle und schnürte per Kopf den Doppelpack (29.). Die Tormaschine der Gäste lief weiter auf Hochtouren. Fast im Minutentakt erhöhten Uzun (34., 36.), Burkardt (41.), Baum (44.) und Ebnoutalib (45+1.) auf 9:0, Weltmeister Mario Götze ließ noch vor der Pause Tor Nummer zehn folgen (45+5.).

Foto: IMAGO
Nach dem furiosen ersten Durchgang nahm die SGE den Fuß vom Gas, Hütter wechselte fleißig durch. Einer der Joker, Fares Chaibi, stellte nach einem ereignislosen Durchgang kurz vor Schluss auf 11:0 (87.). Trotz der krachenden Niederlage hielt die Partie noch ein Highlight für St. Tönis bereit. Vereinslegende Dominik Dohmen kam in der Schlussphase ins Spiel und beendete seine Karriere mit seinem ersten Einsatz im DFB-Pokal.
In Münster sahen die Fans der Preußen und des Karlsruher SC eine verhaltene Anfangsphase. Erst in der 29. Minute kamen die Gastgeber durch Charalambos Makridis zum ersten gefährlichen Torschuss. Münster wurde im Spielverlauf immer besser und belohnte sich noch vor dem Seitenwechsel. Montell Ndikom schoss aus 17 Metern nach Vorlage von Ryan Johansson zur Führung ab (36.).
Der KSC fand nach der Pause zurück ins Spiel und konnte sich einmal mehr auf Marvin Wanitzek verlassen. Der Kapitän fasste sich aus 28 Metern ein Herz und traf flach ins linke untere Eck. Münster-Schlussmann Morten Behrens machte bei dem haltbaren Abschluss keine gute Figur (28.). Durch einen weiteren erfahrenen Akteur zog der Zweitligist das Spiel auf seine Seite und in die nächste Runde ein. Ex-Nationalspieler Sebastian Jung gelang der 2:1-Siegtreffer für die Gäste (81.). Preußen-Akteur Samuel Althaus flog kurz vor dem Abpfiff noch nach einem harten Foul vom Platz (90+5.).

Foto: IMAGO
Derbystimmung pur in Mannheim! Gleich zu Beginn der Partie musste das Spiel für vier Minuten unterbrochen waren, da auf den Rängen Pyrotechnik gezündet wurde. Als der Nebel verflogen war, übernahm der Zweitligist das Kommando. Nach einer ersten Chance durch Marlon Ritter erhöhte der 1. FC Kaiserslautern den Druck und kam zu weiteren gefährlichen Abschlüssen. Mannheim versuchte, über Konter zum Erfolg zu kommen, konnte aber ebenfalls nicht verhindern, dass es ohne Tore in die Kabine ging.
Auch der zweite Durchgang verlief torlos, für Highlights sorgten vor allem die stimmmungsvollen Fans auf den Rängen. Erst in der spannenden Schlussphase kamen beide Teams zu klareren Chancen, Mannheims Goncalo Gregorio traf sogar Aluminium. Auf Seiten der Gäste sorgte vor allem Ibrahim Kanaté für neuen Schwung. Sekunden vor dem Abpfiff visierte Marlon Ritter nochmal das lange Eck an, Walhof-Schlussmann Thijmen Nijhuis kratzte den Ball jedoch noch um den Pfosten (90+6.).
Bevor die Verlängerung starten konnte, war die Partie eine knappe halbe Stunde unterbrochen, nachdem es zu Ausschreitungen auf der Tribüne und einer Eskalation zwischen Heimfans und der Polizeigekommen war. Nach der langen Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt, bei einem weiteren Vorfall drohe jedoch der Spielabbruch, hieß es auf den Anzeigetafeln im Carl-Benz-Stadion.
In der Schlussphase der Verlängerung drehte Kaiserslautern auf kam zu mehreren guten Gelegenheiten. Fast immer hatte Kanaté seine Finger im Spiel und so war es auch der 19-Jährige, der für den Lucky Punch sorgte. Als bereits alles auf ein Elfmeterschießen hinauslief, setzte der Youngster den Ball sehenswert in den Winkel (120+1.). Um ein Haar hätte diese irre Partie noch eine weitere Pointe bereit gehalten, doch Ex-Lauterer Terrence Boyd brachte den Ball aus kurzer Distanz nicht zum Ausgleich über die Linie (120+3.).

Foto: IMAGO
SC St. Tönis – Eintracht Frankfurt 0:11
Tore: 0:1 Burkardt (4.), 0:2 Koch (9.), 0:3 Amaimouni-Echghouyab (17.), 0:4 Burkardt (29.), 0:5 Uzun (34.), 0:6 Uzun (36.), 0:7 Burkardt (41.), 0:8 Baum (44.), 0:9 Ebnoutalib (45+1.), 0:10 Götze (45+5.), 0:11 Chaibi (87.)
Preußen Münster – Karlsruher SC 1:2
Tore: 1:0 Ndikom (36.), 1:1 Wanitzek (69.), 1:2 Jung (81.)
Rote Karte: Althaus (90+5., grobes Foulspiel)
SV Waldhof Mannheim – 1. FC Kaiserslautern 0:1 (n.V.)
Tore: 0:1 Kanaté (120+1.)







































