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·18. Januar 2026

Elfmeter-Krimi gegen St. Pauli: Can spricht über die BVB-Entscheidung

Artikelbild:Elfmeter-Krimi gegen St. Pauli: Can spricht über die BVB-Entscheidung

Nach einem späten Elfmeter entschied Borussia Dortmund das Spiel gegen den FC St. Pauli doch noch für sich. Emre Can erklärte anschließend, warum er in der Drucksituation Verantwortung übernahm.

Borussia Dortmund entging gegen den FC St. Pauli nur knapp einem enttäuschenden Unentschieden. Erst ein Elfmeter tief in der Nachspielzeit sorgte für den umjubelten 3:2-Erfolg – und für Gesprächsstoff. Denn nicht Torjäger Serhou Guirassy, sondern Kapitän Emre Can übernahm die Verantwortung vom Punkt.


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Ausgangspunkt war eine VAR-Überprüfung: Schiedsrichter Harm Osmers entschied nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß, nachdem Maximilian Beier bei einem Zweikampf mit Ricky-Jade Jones knapp innerhalb des Strafraums zu Fall gekommen war. Während viele Zuschauer im Stadion noch über die Szene rätselten, schnappte sich Can entschlossen den Ball – und verwandelte in der sechsten Minute der Nachspielzeit souverän.

Nach Abpfiff erklärte der BVB-Kapitän seine Entscheidung offen. „Ich habe mich gut gefühlt“, sagte Can bei Sky und verwies auf die besondere Situation seines Mitspielers: „Serhou ist spät reingekommen. Die letzten Monate waren nicht einfach für ihn.“

Was BVB-Kapitän Can vor dem Elfmeter dachte

Guirassy war erst rund 20 Minuten vor Schluss eingewechselt worden und hatte zuvor – wie schon beim 3:0 gegen Werder Bremen – zunächst auf der Bank gesessen. Hinzu kommt: Der Nationalstürmer aus Guinea hatte zuletzt nicht immer vom Punkt überzeugt. Bereits zum Saisonauftakt gegen St. Pauli vergab er einen Elfmeter, der damals das mögliche 2:0 bedeutet hätte – am Ende kam Dortmund nur zu einem 3:3.

Auch in der Champions League ließ Guirassy einen Strafstoß liegen, traf dort immerhin im Nachschuss. In der vergangenen Saison war er zwar noch etatmäßiger Schütze und verwandelte acht Elfmeter.

Can betonte dennoch, dass die Entscheidung keine Machtfrage gewesen sei. „Wenn er zu mir gesagt hätte: ,Emre, heute schieße ich‘, dann hätte er auch sehr gerne schießen können“, stellte der Kapitän klar und ergänzte: „Es geht nur darum, dass der Ball im Netz ist.“ Für ihn selbst sei vor allem die mentale Komponente entscheidend gewesen: „Man muss es sich vorstellen und manifestieren, man darf nicht zweifeln.“

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