Nur die Raute
·22. Februar 2026
Elfmeterfestival: HSV-Frauen erkämpfen Punkt im Nordderby

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·22. Februar 2026

Das Nordderby zwischen den HSV-Frauen und Werder Bremen hatte es in sich und lieferte Spannung bis zur letzten Sekunde. Geprägt wurde das Duell aber auch von der Schiedsrichterin.
Gleich dreimal entschied die sehr kleinlich leitende Karoline Wacker auf Elfmeter. Erstmals nach 17 Minuten, und zwar für die Hamburgerinnen, nachdem die sich bereits auf dem Weg aus dem Strafraum heraus befindende Melanie Brunnthaler von Michelle Ulbrich ungeschickt zu Fall gebracht wurde. Sophie Hillebrand ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte ins rechte obere Eck zur 1:0-Führungen.
Anschließend übernahm der klar favorisierte SVW das Kommando und kam zu ersten klaren Möglichkeiten. Entweder warf sich jedoch eine Verteidigerin in den Schuss oder Lea Paulick wehrte ab. Auf der Gegenseite blieb das Heimteam vor 12.276 Zuschauenden im Volksparkstadion, was einen Bundesliga-Höchstwert für den HSV bedeutete, weiter gefährlich. Besonders umtriebig agierte Lotta Wrede, die kaum zu stoppen war. In einem Zweikampf mit Michelle Weiss ging sie zu Boden. Ein Foulspiel war zwar nicht zu erkennen, doch Wacker gab erneut Strafstoß. Diesmal schoss Hillebrand nicht sonderlich platziert, weshalb Mariella El Sherif abwehrte (43.).
Das verpasste 2:0 stellte sich als Schlüsselszene dar, wie Hillebrand feststellte: „Es war sehr unglücklich, dass wir unserem Vorsprung nicht durch den zweiten Elfmeter ausbauen konnten. Denn nach dem Seitenwechsel befanden sich die HSV-Frauen vermehrt in der Defensive. Diese wurde durch einen Faller der ehemaligen Hamburger Akteurin Larissa Mühlhaus durchbrochen. Wacker ahndete das Einsteigen von Paulina Bartz. Den dritten Elfmeter des Samstagnachmittages verwandelte die Gefoulte selbst zum Ausgleich (63.).
Danach waren die Bremerinnen der Führung näher. „Die zweite Halbzeit ging dann klar an den Gegner“, meinte auch HSV-Trainerin Liese Brancao. Dennoch wäre ihrer Mannschaft fast der Siegtreffer gelungen, als Hillebrand in der 88. Minute nach wunderbarem Zuspiel von Leni Eggert plötzlich auf und davon war, die Kugel jedoch über das Tor setzte. Nahezu im direkten Gegenzug parierte Paulick hervoragend gegen Verena Wieder.
Damit blieb es beim 1:1, was bei den HSV-Frauen durchaus für Freude sorgte. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, denn diese Mentalität, auch schwierige Spielphasen zu überstehen, hat uns vor ein paar Monaten noch gefehlt. Körpersprache und Leistung haben heute von der ersten bis zur letzten Minute gestimmt“, lobte Brancao. Ihre Mannschaft besitzt nun drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und wird versuchen den Schwung aus den vergangenen beiden Partien mit aus der Länderspielpause zu nehmen.
Foto: IMAGO









































