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·23. August 2026
Ellyes Skhiri zurück beim 1. FC Köln: So hat sich sein Spiel verändert

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Erik Stalleicken
23 August, 2026
Seit Ellyes Skhiri von Köln nach Frankfurt gewechselt ist, hat sich einiges getan am Geißbockheim. Doch auch der 31-Jährige hat sich weiterentwickelt. Doch was können die Fans vom Rückkehrer erwarten?
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„Der, der zu Köln gehört“, ist wieder zurück in der Domstadt. Mit diesen Worten kündigte Stadionsprecher Michael Trippel Ellyes Skhiri nach seinem Doppelpack zum 3:0-Endstand gegen Eintracht Frankfurt an. Nach drei Jahren Abstinenz durch seinen Wechsel zu besagter Eintracht kehrt Skhiri nun an alte Wirkungsstätte zurück. Wir haben uns die Daten des Tunesiers aus der abgelaufenen Saison (2025/26), sowie seiner letzten Spielzeit im FC-Trikot genauer angeschaut, um eine Frage zu beantworten, die vermutlich einige Fans bewegt: Wie hat sich Ellyes Skhiri seit seiner Zeit beim 1. FC Köln verändert?
Besonders in der Offensive zeigen sich erhebliche Unterschiede. In seiner letzten Saison beim FC suchte Skhiri wesentlich häufiger selbst den Weg nach vorne. 1,41 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten stehen in der Saison 2022/23 gerade einmal 0,17 in seiner letzten Frankfurter Spielzeit gegenüber. Auch bei den progressiven Läufen fällt der Unterschied deutlich aus: Sein Wert sank von 1,38 auf 0,45 pro 90 Minuten. Dazu kommen weniger Offensivduelle mit 3,76 zu 2,34 und deutlich weniger Ballberührungen im gegnerischen Strafraum. Dort ging es von 1,38 auf 0,67 pro 90 Minuten zurück. Auch bei den Abschlüssen und dem erwarteten Torwert ist die Entwicklung sichtbar: Skhiri kam in Köln auf 0,88 Schüsse und 0,15 xG pro 90 Minuten, in Frankfurt waren es nur noch 0,45 Schüsse und 0,05 xG. Bei der SGE lagen Skhiris Aufgaben somit fast ausschließlich im Defensivbereich.
Weniger offensive Aktionen bedeuten allerdings nicht zwangsläufig, dass Skhiri insgesamt weniger in das Spiel eingebunden war. Sein Passvolumen blieb über die drei Jahre nahezu identisch. In Frankfurt brachte er 49,31 genaue Bälle pro 90 Minuten an den Mann, in seiner letzten Kölner Saison waren es 48,57. Verändert hat sich vielmehr die Art, wie er das Spiel mit seinen Zuspielen beeinflusst. Denn die Anzahl seiner langen Pässe stiegen von 2,64 auf 4,12 pro 90 Minuten, während er auch bei den Pässen ins letzte Drittel von 5,11 auf 6,18 zulegte. Skhiri bleibt damit ein wichtiger Faktor im Spielaufbau, sucht seine Lösungen bei Frankfurt aber häufiger über längere Zuspiele und aus einer tieferen Position heraus. Sein Passspiel ist also eine der Konstanten geblieben, während sich vor allem seine offensive Präsenz verändert hat.
Auch defensiv zeigt der Vergleich einige Unterschiede. Die Passwerte deuten bereits darauf hin, dass Skhiri in Frankfurt insgesamt etwas zurückgezogener agierte als noch in Köln. Trotzdem sind die Werte des Sechsers bei zwei klassischen Aktionen in der Hintermannschaft deutlich zurückgegangen. Die Zahl seiner gewonnenen Defensivduelle sank von 6,41 auf 4,79 pro 90 Minuten, bei den Abfangaktionen ging es sogar von 6,73 auf 4,01 zurück. Gleichzeitig wurde der Tunesier in der Luft stärker. Seine gewonnenen Kopfballduelle stiegen von 2,03 auf 2,67 pro 90 Minuten. Von einem generellen defensiven Abbau kann daher nicht die Rede sein. Auffällig ist aber, dass Skhiri in Frankfurt trotz seiner tieferen Spielweise deutlich seltener aktiv in Zweikämpfe eingriff oder gegnerische Angriffe durch abgefangene Bälle unterbinden konnte.
Insgesamt erklären die Zahlen durchaus, warum man in Frankfurt schlussendlich nicht restlos vom Tunesier überzeugt war. Mit dem Wechsel bekommt Skhiri in Köln die Möglichkeit, noch einmal in einer Umgebung aufzulaufen, in der er die stärksten Leistungen seiner bisherigen gezeigt hat. Gelingt es dem 31-Jährigen, wieder an das Niveau seiner letzten Saison beim FC anzuknüpfen, könnte sich seine Rückkehr für alle Seiten als großer Gewinn herausstellen. Welche Rolle ihm Cheftrainer René Wagner dabei zugesteht, dürfte dafür ein entscheidender Faktor sein. Denn zur Wahrheit der Statistiken gehört auch, dass Skhiri in der abgelaufenen Saison nur knapp halb so viele Minuten wie in seiner letzten FC-Saison sammeln konnte.
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