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·22. Februar 2026
Energie dreht Derby in Aue und ist wieder Tabellenführer

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Derbysieg für Energie Cottbus! Mit 2:1 setzten sich die Lausitzer am Sonntagnachmittag bei Erzgebirge Aue durch und springen damit zurück an die Tabellenspitze. Aue ging früh in Führung, doch Cottbus antwortete sofort und drehte die Partie kurz vor Spielende komplett. Überschattet wurde das Derby von einem Platzsturm der Aue-Fans, der eine 15-minütige Spielunterbrechung zur Folge hatte.
Abstiegsangst trifft auf Aufstiegshoffnung. Aue-Trainer Christoph Dabrowski nahm nach dem zweiten Unentschieden (2:2 in Köln) in Folge drei Änderungen an seiner Startelf vor: Ehlers, Malone und Guttau begannen für Barylla, Ocansey und Uhlmann, der aufgrund einer Gelbsperre nicht mitwirken konnte. Claus-Dieter Wollitz, der seine Erkrankung auskuriert hatte und wieder an der Seitenlinie stehen konnte, änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 gegen Waldhof Mannheim nur auf einer Position: Straudi startete für Rorig.
Die Gastgeber legten schwungvoll los und zeigten ansehnliche Kombinationen. So auch in der 5. Minute: Mit drei schnellen Kontakten nach vorne gespielt, schlug Bär einen Haken, ließ Manu dadurch stehen und schlenzte den Ball ins obere Kreuzeck. Sah Manu in der Abwehr noch unglücklich aus, machte es der Verteidiger im gegnerischen Strafraum deutlich besser. Eine zu lange Ecke brachte Michelbrink zurück vor das Tor, wo Manu aus fünf Metern unter Bedrängnis platziert zum Ausgleich ins Eck köpfte (11.). Mit der prompten Antwort der Lausitzer war das Momentum der Veilchen aus der Anfangsphase dahin. Die Gäste erarbeiteten sich Feldvorteile und näherten sich einem 2:1 eher an als die Hausherren. Einziges Manko: Cottbus münzte seine Überlegenheit zunächst nicht in zwingende Torchancen um. Exemplarisch dafür eine Szene aus der 26. Minute: Lucoqui steckte auf Engelhardt durch, der aus halbrechter Position einfach mal abzog. Der Angreifer traf den Ball jedoch nicht richtig, sodass Männel nicht eingreifen musste.
Vor allem mit dem Pressing der Lausitzer hatte Aue große Schwierigkeiten, meist war der Ball schnell wieder weg. Die Anzeigetafel ausgeklammert, sprach auf dem Feld vieles für Energie – Aue hätte den Spielverlauf kurz vor der Pause jedoch beinahe auf den Kopf gestellt. Nach einer Ecke kam Collins zum Abschluss, die Direktabnahme machte aber Cottbus' Awortwie-Grant so richtig gefährlich. Von dessen Bein sprang der Ball nur knapp am Tor vorbei, Funk wäre geschlagen gewesen (39.). Auf der anderen Seite ließ Borgmann die Führung liegen. Nach einem Konter legte Michelbrink den Ball in den Rückraum zu seinem Kapitän, der unbedrängt deutlich über das Tor schoss (40.). Während Collins vorne das 2:1 verpasste, hätte er sein Team beinahe in Rückstand gebracht. Eine Cottbuser Hereingabe wurde immer länger – am zweiten Pfosten brachte Collins den Ball eher unfreiwillig aufs eigene Tor. Männel stand jedoch goldrichtig (43.).
Wie schon im ersten Durchgang startete Aue auch in die zweite Halbzeit mit viel Offensivpower. Kaum zwei Minuten waren gespielt, wurde es direkt gefährlich – wieder über Bär. Dieses Mal flankte der Stürmer von der linken Seite scharf in die Mitte. Funk wehrte die Hereingabe nach vorne ab, wo Lucoqui im letzten Moment vor dem einschussbereiten Ehlers klären konnte (47.). Auf der anderen Seite war es Straudi mit einer Flanke, die Engelhardt im Fünfmeterraum nur knapp verpasste. Danach musste die Partie unterbrochen werden: Eine Gruppe Auer Fans stürmte den Rasen in Richtung des Cottbuser Blocks. Die Polizei konnte zwar Ausschreitungen verhindern, dennoch schickte Schiedsrichter Lukas Benen beide Teams in die Kabine. Nach rund 15 Minuten pfiff der Unparteiische wieder an – und Cottbus hatte direkt die erste Chance. Cigerci schlenzte den Ball aus zentraler Position auf das Tor, brachte jedoch zu wenig Druck dahinter, sodass Männel sicher zupacken konnte (52.).
Das Tempo der Partie flachte in der Folge etwas ab. Cottbus hatte weiterhin mehr Ballbesitz, Aue dagegen die nächste Großchance: Fallmanns eigentlich als Flanke gedachter Ball kam gefährlich auf das Tor – Funk lenkte ihn mit den Fingerspitzen über den Querbalken (64.). Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie zerfahrener, aber auch offener. Aue kam immer wieder offensiv zur Geltung – und hatte ein Traumtor auf dem Fuß: Über rechts tankte sich Fallmann durch und flankte punktgenau in den Rückraum zum kurz zuvor eingewechselten Günther-Schmidt. Der Stürmer setzte zum Seitfallzieher an, traf den Ball gut, schoss jedoch Bär an den Rücken (74.).
Auf der anderen Seite versuchte es Butler aus der Distanz. Beim eigentlich harmlosen Schuss hatte Männel Schwierigkeiten, konnte die Kugel aber noch um den Pfosten lenken (82.). Viel deutete auf ein Unentschieden hin, doch kurz vor Schluss war Aue einmal zu sorglos im eigenen Strafraum. Tolcay Cigerci flankte einen Freistoß auf seinen Bruder, der die Übersicht behielt und in die Mitte köpfte. Dort rauschte Borgmann heran – Malone konnte den Gegentreffer auf der Linie nicht mehr verhindern (86.). Für Christoph Dabrowski ist es im dritten Spiel die erste Niederlage als Aue-Trainer. Da der 1. FC Saarbrücken am Samstag einen Punkt holte, beträgt der Abstand auf das rettende Ufer nun vier Punkte. Cottbus grüßt nach dem Auswärtssieg wieder von der Tabellenspitze – mit vier Punkten Vorsprung auf Platz 4. Am nächsten Samstag trifft Energie im Topspiel auf Verl, Aue hat mit Osnabrück einen weiteren Aufstiegskandidaten zu Gast.









































