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·11. August 2026
Erfahrung und Wette auf mehr statt eines weiteren Talents: Darum ergibt ein möglicher Transfer von Thijs Dallinga für den 1. FC Köln Sinn

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Simon Hense
11 August, 2026
Neben der Sechs sucht der FC schon lange nach einem weiteren Stürmer. Jetzt könnte mit Thijs Dallinga der passende Spieler gefunden sein. Dabei würden die Kölner mit dem Niederländer in ein höheres Regal greifen.
Thijs Dallinga ist ein Kandidat für den FC-Sturm (Foto: Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
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Schon den gesamten Sommer über ist der 1. FC Köln auf der Suche nach einem Back-up für Stürmer Ragnar Ache. Denn neben dem 28-Jährigen fehlt den Geißböcken ein klassischer Zielspieler im Kader. So musste zum Ende der abgelaufenen Saison, als der Angreifer wie schon öfter in seiner Karriere verletzt war, Said El Mala als Mittelstürmer ran. Auch wenn der Youngster sich gut in die Rolle einfügte, kann er nicht das Profil von Ache ersetzen. Diese Kaderlücke wollen die FC-Bosse schließen. Daher wurden schon über einige Kandidaten für die Sturmspitze beim FC in diesem Sommer spekuliert. Darunter waren auch Talente wie etwas der als Wunderkind gehandelte Chido Obi von Manchester United. Jetzt scheinen die Kölner jedoch einen anderen Weg zu gehen.
Denn statt eines hochtalentierten, jungen Spielers soll jetzt Thijs Dallinga vom FC Bologna ein heißer Kandidat sein. Das berichtet zumindest der italienische Transfer-Experte Gianluca Di Marzio. So sollen die Geißböcke der Favorit im Buhlen um den Angreifer, an dem auch Werder Bremen Interesse zeige, sein. Dank seiner 1,90 Meter bringt der Stürmer die passende Physis für das Kölner Profil mit, gilt außerdem als kopfballstark. Mit dem Niederländer würden die Kölner in ein anderes Regal greifen als mit beispielsweise Obi. Denn mit 26 Jahren und 69 Spielen in der Ligue 1 und 54 Einsätzen in der Serie A verfügt Dallinga bereits über deutlich mehr Erfahrung. Damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der einmalige niederländische Nationalspieler den Geißböcken sofort weiterhelfen kann und weniger Anlaufzeit als ein Talent wie Obi braucht.
Auch wenn es dafür keine Garantie gibt. Denn der Stürmer dürfte gerade deswegen für den FC interessant sein, weil es bei ihm zuletzt nicht so gut gelaufen ist. Ganze 16 Millionen Euro ließ sich Bologna den Angreifer im Sommer 2024 kosten. Zuvor hatte der Niederländer mit 37 Toren in 86 Pflichtspielen beim FC Toulouse auf sich aufmerksam gemacht – inklusive vier Toren in acht Europa-League-Einsätzen. In Bologna sollte Dallinga dann den zu Manchester United gewechselten Joshua Zirkzee ersetzen. Dort konnte der 26-Jährige in den vergangenen zwei Jahren jedoch nicht an seine alten Leistungen anknüpfen, wie nur fünf Tore und sechs Vorlagen in 54 Spielen in der Serie A zeigen. Ein klarer Karriereknick.
Doch genau das ist die Chance für die Geißböcke. Denn dass er große Qualitäten hat, hat der Stürmer bereits in Frankreich unter Beweis gestellt. Dass er diese in der Domstadt in der Bundesliga wieder zeigen würde, ist eine Wette, die der FC eingehen würde. Aber nur so haben sie überhaupt momentan die Chance, einen Profi vom Kaliber Dallingas zu verpflichten. Denn ohne den Knick in Italien wäre der Angreifer für die Kölner gar nicht finanzierbar – und Köln andersrum für ihn wohl auch weniger interessant. So können sie jedoch potenziell einen Kandidaten verpflichten, der, wenn er an alte Zeiten anknüpft, deutlich das Niveau anheben würde. Immerhin betonte Thomas Kessler zuletzt, dass der FC ein interessanter Standort für Spieler sein könne, die „noch mal eine kleine Kurve in der Karriere“ machen müssten.
So wäre er nicht nur ein Back-up für Ache, sondern im Idealfall ein direkter Konkurrent, der ordentlich Druck auf den 28-Jährigen macht. Dass der Niederländer bestimmt nicht nur nach Köln wechseln würde, um sich dort hinter Ache auf die Bank zu setzen, zeigt sich auch an seinem immer noch recht hohen Marktwert. Der wird gerade auf neun Millionen Euro geschätzt, Darlings Vertrag läuft noch bis 2028. Wie das niederländische Fußballmagazin „Voetbal International“ berichtet, wollen die Geißböcke den Angreifer mit einer Kaufoption ausleihen. So solle demnach der Spieler selbst ebenfalls interessiert an einem Wechsel in die Domstadt sein. Es wäre ein Transfer mit vielen Chancen für die Kölner, bei dem das Risiko durch das Modell der Leihe mit Kaufoption zumindest minimiert wäre. Daher scheint der FC bereit zu sein, die Wette auf mehr einzugehen.







































