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·9. April 2026

Erstaunliche Statistik zeigt, dass Real Madrid bei Xabi Alonso zu voreilig war

Artikelbild:Erstaunliche Statistik zeigt, dass Real Madrid bei Xabi Alonso zu voreilig war

Die 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals bedeutet, dass Alvaro Arbeloa in nur 19 Spielen bereits sechs Niederlagen als Cheftrainer von Real Madrid hinnehmen musste. Erstmals kassierten die Königlichen unter Arbeloa zwei Niederlagen am Stück.

Nachlässigkeiten in der Abwehr und ein in Topform befindlicher Manuel Neuer kosteten Real Madrid letztendlich den Sieg im Bernabeu. Kylian Mbappés Tor in der zweiten Halbzeit gibt den Königlichen zumindest etwas Hoffnung auf eine weitere spektakuläre Europapokalnacht, wenn sie nächste Woche zum Rückspiel nach München reisen.


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In seiner Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Arbeloa zu denen, die nicht an die Remontada glauben: "Bleibt in Madrid." Doch hinter der nach außen hin gezeigten Positivität verbirgt sich Besorgnis.

Da die Champions-League-Hoffnungen auf der Kippe stehen und Madrid in La Liga sieben Punkte hinter dem FC Barcelona liegt, besteht eine sehr reale Chance, dass Los Blancos die Saison ohne Titel beenden könnten – eine Situation, die seit der Saison 2020/21 nicht mehr vorgekommen ist.

Arbeloa überholt Alonso bei der Anzahl der Niederlagen

Mit der Niederlage am Dienstagabend hat Arbeloa nun die Anzahl der Niederlagen übertroffen, die sein Vorgänger Xabi Alonso in dieser Saison hinnehmen musste - und das in neun Spielen weniger.

Alonso leitete in dieser Saison 28 Spiele als Real-Trainer und verlor fünf davon, bevor er am 12. Januar, einen Tag nach der 2:3-Niederlage gegen Barcelona im Supercopa-Finale, angeblich "im gegenseitigen Einvernehmen" zurücktrat.

Zuvor hatte Alonso Niederlagen gegen Liverpool und Manchester City in der Gruppenphase der Champions League sowie La-Liga-Pleiten gegen Celta Vigo und Atlético Madrid hinnehmen müssen. Zu beachten ist, dass Alonso auch bei der Klub-Weltmeisterschaft gegen Paris Saint-Germain verlor, die technisch gesehen noch zur vergangenen Saison gehörte.

Arbeloa, der im Januar vom Trainerposten der B-Mannschaft befördert wurde, um nach Alonsos Abgang das Schiff zu stabilisieren, hat zwar möglicherweise ein besseres Arbeitsverhältnis zu einigen der wichtigsten Stars der Mannschaft, dafür aber große Mühe, Madrids Erfolg auf dem Spielfeld zu verbessern.

Durch wenig überzeugende Niederlagen gegen Osasuna, Getafe und Mallorca liegen die Königlichen in La Liga nun drei Punkte weiter zurück als unter Alonso, während die Leistung am Dienstag insbesondere die Defensivschwächen des Kaders offenlegte.

Warum bekam Xabi Alonso nicht mehr Zeit?

Ob Alonso im Bernabeu mit mehr Zeit erfolgreich gewesen wäre, bleibt abzuwarten.

Der 44-Jährige kam im vergangenen Jahr als Europas begehrtester Trainer, nachdem er bei Bayer Leverkusen für Furore gesorgt hatte und sowohl Bayern München als auch Liverpool Interesse an ihm bekundet hatten.

Seine Amtszeit begann vielversprechend mit sieben Ligasiegen in Folge, bevor es im September zu einer 2:5-Niederlage gegen den Rivalen Atlético kam. Doch trotz einer Gesamt-Siegquote von über 70 Prozent geriet Alonsos Spielstil gegen Ende des Kalenderjahres ins Stocken – zwischen dem 4. November und dem 10. Dezember verbuchte er in acht Spielen in allen Wettbewerben nur zwei Siege.

Gleichzeitig konnten sich hochkarätige Stars nicht mit seinem Stil des hohen Pressings anfreunden, der seine Mannschaft in Leverkusen geprägt hatte, und die Stimmung in der Kabine verschlechterte sich zusehends.

Vinicius war das deutlichste Beispiel dafür: Der 25-Jährige gab kürzlich zu, dass es ihm "schwerfiel", unter Alonso zu arbeiten. Der brasilianische Stürmer drohte sogar mit einem Vereinswechsel inmitten seines Streits mit dem Cheftrainer und reagierte im Oktober beim Clásico-Sieg gegen Barcelona bekanntlich wütend auf seine Auswechslung.

"Ich verlasse die Mannschaft", wurde er mit den Worten zitiert, als er direkt in die Umkleidekabine ging. Der Superstar hat den Fans inzwischen aber versichert, dass seine Vertragsverlängerung zustande kommen wird, da sich das Arbeitsverhältnis mit Arbeloa verbessert hat.

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