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·16. September 2026

"Es wird gegen die kleineren Vereine gepfiffen": Ferchichis Schiri-Kritik

Artikelbild:"Es wird gegen die kleineren Vereine gepfiffen": Ferchichis Schiri-Kritik

Der TSV Havelse hatte Tabellenführer MSV Duisburg am Rande der ersten Heimpleite seit über eineinhalb Jahren, ging aber in Unterzahl mit einem unglücklichen Last-Minute-Eigentor noch als Verlierer vom Platz. Während sich Trainer Samir Ferchichi stolz auf seine Mannschaft zeigt, übte er Kritik am Schiedsrichter-Gespann und wurde dabei grundsätzlich.

"Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun, sorry"

Auch wenn sie der Knackpunkt war, die gelb-rote Karte gegen Yannick Mausehund nach 64 Minuten, hatte Trainer Samir Ferchichi an dieser Entscheidung von Schiedsrichterin Davina Lutz nichts auszusetzen. "Ich glaube schon, dass es Gelb-Rot ist." Vielmehr ging es dem 41-Jährigen darum, den Platzverweis "im Gesamtkontext" zu sehen. Konkret meinte der TSV-Coach einen Ellenbogenschlag von Duisburgs Can Coskun in der 81. Minute, der ungeahndet blieb. "Der vierte Offizielle sieht es, und drückt den Pieper, dennoch wird es nicht gepfiffen. Das ist in Ordnung. Das akzeptieren wir. Aber wir müssen über diese Szenen sprechen, weil sie Fußballspiele auf diesem Niveau entscheiden und verfälschen", schimpfte Ferchichi und merkte grundsätzlich an: "Letztendlich werden die Dinge, so ehrlich muss ich sein, gegen den kleineren Verein gepfiffen."


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Der 41-Jährige verwies darauf, dass der TSV "Woche für Woche sehr, sehr hart" arbeiten würde, "damit wir diese Spiele so bestreiten können, wie wir sie bestreiten. Dann finde ich es sehr schade, dass Spiele durch die eine oder andere Situation so entschieden werden und wir in der letzten Minute so den Kürzeren ziehen." Kritisch merkte Ferchichi auch an, dass sich die Schiedsrichter nach den Spielen meist nicht öffentlich äußern. "Am Ende sehen auch 20.000 Leute meine Fehler – und auch die Fehler des Unparteiischen. Dann finde ich, kann man auf dem Platz ganz normal darüber reden." Doch eine Kommunikation würde nicht stattfinden, "weil man von außen den Eindruck erwecken könnte, man wäre schwach", so der Übungsleiter der Niedersachsen. "Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun, sorry."

"Tut mir in der Seele weh"

Auch deshalb werde er sich "maximal schützend" vor seine Mannschaft stellen, da diese "brutal gefightet" und "brutal gearbeitet" habe. "Mir tut es in der Seele weh, wenn durch solche Entscheidungen Duisburg am Ende maximal verdient gewonnen hat. Aber ich muss meine Mannschaft verteidigen und den Finger in die Wunde legen." Taktisch hätten es seine Spieler "sensationell" gemacht. "Ich habe Duisburg in der ersten Halbzeit in keiner Phase auch nur ansatzweise gefährlich gesehen." Nach der gelb-roten Karte könne das Spiel dann nicht mehr bewertet werden, "weil der Plan, den wir grundsätzlich hatten, aus Umschaltmomenten nach vorne zu kommen und weiterhin strukturiert zu verteidigen, irgendwann auch schwierig ist".

Umso ärgerlicher daher, dass der TSV nach der Führung durch Nduka (39.) die Partie nach einem Treffer von Sussek (79.) und einem überaus unglücklichen Eigentor von Duah in der vierten Minute der Nachspielzeit noch verlor. Den Unglücksraben, der zuvor ein starkes Spiel gemacht hatte, tröstete Ferchichi anschließend: "Ohne seinen Einsatz wäre das Spiel vielleicht schon vorher entschieden gewesen. Fehler kann man machen, man muss aber immer dazu stehen." Worte, die auch in Richtung des Schiedsrichter-Teams gemeint waren. Nach dem dritten sieglosen Spiel, das zum Abrutschen auf den drittletzten Platz führte, hat Havelse am kommenden Wochenende nun spielfrei, da das Heimspiel gegen Fortuna Köln erst am 25. September stattfindet. Gegen den Aufsteiger soll dann der zweite Saisonsieg her.

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