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·15. September 2026

Last-Minute-Eigentor lässt MSV jubeln – F95 siegt nach Rückstand

Artikelbild:Last-Minute-Eigentor lässt MSV jubeln – F95 siegt nach Rückstand

Tabellenführer MSV Duisburg hat sich nach der Derby-Niederlage in Düsseldorf mit einem Sieg zurückgemeldet. Gegen den TSV Havelse drehten die Zebras einen Rückstand und profitierten dabei von einem Last-Minute-Eigentor. Zudem gingen Fortuna Düsseldorf (2:1 in Regensburg) und Viktoria Köln (3:1 in Meppen) erneut als Sieger vom Platz, während Würzburg gegen Alemannia Aachen gewann (1:0). Sonnenhof Großaspach und der SC Verl teilten die Punkte (1:1).

Duisburg 2:1 Havelse: Duah entscheidet die Partie tragisch

Der Tabellenführer aus Duisburg traf auf den 17. aus Havelse – eine vom Papier her eigentlich eindeutige Angelegenheit. Doch die Niedersachsen verstanden sich von der ersten Sekunde wunderbar darin, die Angriffsbemühungen der Zebras bereits im Keim zu ersticken und deren Aufbauspiel immer wieder frühzeitig zu stören. Es entwickelte sich eine entsprechend zähe Begegnung, bei der die Stimmung auf den Rängen lange das einzige Highlight blieb. Und doch war es am Ende ausgerechnet der TSV, der einen Treffer bejubeln durfte. Berger zirkelte einen Freistoß auf den Elfmeterpunkt und Nduka traf per Kopf wuchtig zum 1:0 (39.). Mit diesem Vorsprung durften die Gäste schließlich auch den Weg in die Pause antreten.


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Gleich drei Wechsel nahm Hirsch für die zweiten 45 Minuten vor und reagierte damit auf den ideenlosen Auftritt seiner Mannen im ersten Durchgang. Beinahe hätte sich das auch sofort ausgezahlt, doch Remmert wurde nach einem tollen Zuspiel vom eingewechselten Casar durch eine bärenstarke Grätsche von Belkahia in höchster Not noch an einem Abschluss gehindert (53.). Havelse half dem MSV nun aber ein wenig mit, Mausehund blockte Gegenspieler Rafi in einem Laufduell regelwidrig und flog mit Gelb-Rot vom Feld (64.). Zudem musste Stammkeeper Hanin angeschlagen vom Feld und wurde durch Ersatzmann Opitz ersetzt (77.). Dessen erste Amtshandlung bestand darin, den Ball aus dem Netz zu fischen. Safi flankte von der rechten Seite halbhoch in den Lauf von Sussek und der wuchtete den Ball mit rechts und als Volley zum 1:1 ins Tor (79.). Dabei schien es beinahe zu bleiben, bis Havelses Defensivspieler Duah zum tragischen Helden für den Gegner wurde. Sussek brachte den Ball halbhoch in den Fünfer, Duah wollte ihn wegschlagen und bugsierte ihn über den linken Innenpfosten aber ins eigene Tor – das späte 2:1 (90.+4) und der Endstand, wodurch die Zebras Tabellenführer bleiben. Havelse rutscht auf Platz 18 ab.

Regensburg 1:2 Düsseldorf: Joker Eixler lässt F95 jubeln

Nach dem Erfolg im Straßenbahn-Derby gegen den MSV Duisburg wollte Fortuna Düsseldorf unbedingt nachlegen, hatte in Regensburg aber zunächst einmal eine bittere Pille zu schlucken. War der Jahn in den ersten Spielminuten bereits das bessere und torgefährlichere Team gewesen, wusste Boujellab die Hausherren schließlich zu belohnen und traf aus kurzer Distanz zum 1:0 (18.). Die Antwort der Rheinländer folgte allerdings auf dem Fuß. Van der Sloot flankte von der rechten Seite in den Regensburger Strafraum und der sträflich freigelassene Wekesser nickte zum Ausgleich ein (22.). Mit diesem 1:1 verabschiedeten sich beide Teams schließlich in die Kabinen.

Kaum im zweiten Durchgang angekommen, musste Torschütze Wekesser in der eigenen Hälfte sein ganzes Können zeigen und hinderte Fein in höchster Not gerade noch so an einem Abschluss (50.). Ansonsten spielte sich die Begegnung nun aber vor allem im Mittelfeld ab, die Fortuna reagierte nach einer Stunde mit einem Dreifachwechsel und der nun im Spiel befindliche Consbruch sorgte mit einem Dropkick über den Querbalken auch gleich für die bis dato beste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel (73.). Es war mit Eixler dann aber ein weiterer Einwechselspieler, der für Jubel sorgte. Von Strauss Schienbein prallte der Ball in den Lauf des Düsseldorfers, der Torhüter Hermann umkurvte und zum 2:1 einschob (79.). Es war gleichzeitig der Endstand. Durch den zweiten Sieg in Folge – es war der erste Auswärterfolg seit einem halben Jahr – rückt die Fortuna auf Platz fünf vor, während der Jahn nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie nun Vorletzter ist.

Meppen 1:3 Viktoria: Doppelpacker Wolf weiß den SVM zu zähmen

Erst vor wenigen Tagen hatte der SV Meppen den Vertrag von Trainer Beniermann verlängert, nun sollte dem Coach im ersten Heimspiel nach der Unterschrift doch wennmöglich noch ein Punktgewinn beschert werden. Und die Emsländer hatten die erste größere Möglichkeit, Schmitt zielte aus kurzer Distanz aber zu hoch – drüber (10.). Auf der anderen Seite meldete Otto die Gäste an, als er das Leder erst knapp neben den rechten Pfosten setzte (21.) und wenig später Meppens Keeper Pünt mit einem Flachschuss prüfte (26.). Der war dann nach etwas mehr als einer halben Stunde schließlich geschlagen. Nach einer Ecke hielt er den Kopfball von Kloss noch stark, hatte aber beim Nachschuss von Wolf keine Abwehrchance mehr (33.), weswegen die Domstädter letztlich mit einer Führung in die Pause gingen.

Mit Wiederanpfiff suchten die Kölner direkt wieder den Weg nach vorne, drängten auf das 2:0 und sollten dieses auch bekommen. Ein Schuss von Wolf ging zunächst noch deutlich drüber (53.), Mitspieler Kloss zielte bei einem Kopfball nach einer Ecke dafür umso präziser und ließ seine Farben jubeln (55.). Der SVM hatte aber eine Antwort parat. Der zuvor eingewechselte Akono bekam im Strafraum den Ball vor die Füße und vollendet eiskalt zum Anschlusstreffer (69.). Die drei Punkte gingen schließlich aber an den Rhein, woran Wolf den größten Anteil hatte. In der Nachspielzeit ließ er auf der linken Seite gleich zwei Gegenspieler stehen, drang in den Strafraum ein und beseitigte mit einem Schuss ins kurze Eck und dem 3:1 die letzten Restzweifel am Kölner Auswärtssieg (90.+2). Mit dem zweiten Sieg in Folge springt die Viktoria in der Tabelle auf Platz 2, Meppen rutscht nach der dritten Niederlage hintereinander dagegen unter den Strich (17.).

Würzburg 1:0 Aachen: Bonga wird zum Kickers-Matchwinner

Nach der derben 2:6-Klatsche in Essen wollte Würzburg eine Reaktion zeigen und lief gleich mal munter an, Evina verpasste eine flache Hereingabe von Omore aber knapp (5.). Auf der anderen Seite musste Keeper Rajkovacic allerdings im Eins-gegen-eins mit Kösters auch schon früh beherzt nach dem Ball greifen, um einen schnellen Rückstand zu verhindern (8.). Nach 24 Minuten dann ein Wehrmutstropfen für die Kickers: Kapitän Hägele hatte in einem Zweikampf mit Wagner dessen Stollen auf die Brust bekommen, konnte nicht mehr weiterspielen und wurde durch Eberle ersetzt. Am Spiel der Hausherren veränderte das nicht viel, sie zeigten sich engagiert und am Ende auch erfolgreich. Nach einer Flanke von Omore stand Bonga am langen Pfosten genau richtig und nickte zum 1:0-Halbzeitstand ein (41.).

Die zweiten 45 Minuten begannen furios, was aber fast ausschließlich an den Hausherren lag. Erst kam kein Würzburger an eine gefährliche Flanke von Bonga (53.), dann setzte Evina einen Kopfball nur Zentimeter am Aachener Kasten vorbei (54.) und schließlich war es erneut Bonga, der noch so gerade von Bagkalianis an einem Abschluss aus guter Position gehindert wurde (57.). Das 2:0, es lag in dieser Phase in der Luft. Aachen reagierte mit einem Schuss aus der Distanz, Oehmichen traf aus gut 16 Metern die Oberkante der Latte (62.). Aachen warf nun alles nach vorne, von der Hitz fand bei einer Direktabnahme dabei in Rajakovacic seinen Meister (76.). Alemannias Keeper Bajic geriet auch noch einmal in den Mittelpunkt, als er kurz vor Schluss gegen Kastanaras zu spät aus dem Kasten kam, diesen umcheckte, zunächst benommen liegenblieb, und mit glatt Rot vom Feld musste (84.). So blieb es letztlich beim Sieg für die Kickers, die erstmals nach zuvor drei Niederlagen wieder punkten und die Abstiegsplätze verlassen (Rang 13). Aachen fällt auf den siebten Platz zurück.

Großaspach 1:1 Verl: Eisele bringt den Sportclub spät um den Sieg

Erstmals standen sich Großaspach und Verl in einem Pflichtspiel gegenüber und sollten gar nicht viel Anlaufzeit benötigen – wobei das in erster Linie auf die Gäste zutraf. Leipold machte über die rechte Seite ein paar Meter gut, brachte den Ball in die Mitte und Heike musste aus kurzer Distanz nur noch zur Führung für die Ostwestfalen einschieben (4.). Beinahe hätte aber deren Keeper wenig später für den Ausgleich gesorgt, als er mit Ball am Fuß versuchte gegen Pollex einen Haken zu schlagen und das Leder dabei verlor. Der Großaspacher spitzelte den Ball aber nur an den Pfosten, von wo aus er Schlieck in die Arme fiel (18.). Beide standen nach einer halben Stunde erneut im Fokus, dieses Mal scheiterte Pollex mit einem Kopfball am Verler Keeper – im direkten Gegenzug scheiterte Heike zudem an Reule (beides 33.).

Im zweiten Durchgang arbeiteten die Hausherren am Durchgang und hatten zunächst doppeltes Pech. Schlieck lenkte einen Schuss von Kunde mit den Fingerspitzen noch an den Querbalken, den Abpraller setzte Maier aus spitzem Winkel an den Außenpfosten (65.). Bei Verl wurde dann gewechselt und Kaube sorgte für viel frischen Wind. Zunächst zwang er Reule zu einer Glanzparade (76.), dann touchierte ein Abschluss von ihm den rechten Pfosten (81.). Auch Joker Mesanovic traf wenig später nur das Aluminium (84.). Als die Zuschauer sich dann so langsam auf einen Verler Erfolg einstellten, schlug Großaspach doch noch zu. Ein langer Ball rutschte zu Rossmann durch, der Eisele im Zentrum anspielte. Der wiederum drückte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie und sorgte somit für den 1:1-Endstand (86.). In der Tabelle verbessert sich Verl auf Platz 14, Großaspach ist Zehnter.

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