Mundo Levante UD
·20. August 2026
Faas Wilkes, der Fußballer, der Levante UD betrog

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·20. August 2026

Faas Wilkes erlebte gerade eine der besten Phasen seines Lebens, als ihn eine verdammte Krankheit dazu zwang, die Koffer zu packen und seine geliebte Stadt Valencia zu verlassen. Er wohnte im La Pepica, direkt am Strand von Malvarrosa. Und Ernest Hemingway war während der Stierkampfsaison sein Nachbar.

- Faas Wilkes, Fußballer von Levante UD (@Museo Virtual LUD) -
Dort entdeckte er sich als Liebhaber des Meeres, der Sonne, der Paella und der Fallas. Valencia hatte ihm ein Leben geschenkt, das wie für ihn gemacht schien. Bis der Kropf kam. 1956, als er schon drei Spielzeiten das Trikot des Valencia CF getragen hatte, wurde bei ihm die Krankheit diagnostiziert, und er entschied sich, seinen Vertrag aufzulösen, um sich in Holland operieren zu lassen.
Nach einer erfolgreichen Operation nahm der niederländische Angreifer seine Karriere bei VV Venlo wieder auf. Doch in seinem Kopf lag noch immer der Geruch von Schießpulver, Salz und Paella.
Und weil die Ziege eben doch immer wieder auf den Berg zieht, ließ er sich 1958 bei einigen Angelegenheiten rund um einen jungen niederländischen Fußballer in Valencia blicken. Wir wissen nicht, ob es Anrufe, WhatsApp, Instagram-Direktnachrichten, ein Match bei Tinder oder eine Brieftaube gab. Fakt ist: Valencia bat ihn um eine Rückkehr. Der Valencianismo träumte von seinem Comeback. Aber es sollte nicht sein.

- Faas Wilkes (@Museo Virtual LUD) -
Es gab jedoch ein Problem: Das Team aus Mestalla hatte sein Ausländerkontingent bereits ausgeschöpft. Da sah Präsident Antonio Román den Ball aufspringen und lief los, um für Levante UD zu vollenden. Und obwohl es eine Regel gab, die ausländischen Fußballern über 26 Jahren verbot, in der Segunda División zu spielen, wurden die nötigen Hebel in Bewegung gesetzt, damit eine Ausnahme gemacht werden konnte.
So kam es, dass in der Saison 1958/59 der Niederländer Faas Wilkes bei Levante UD unterschrieb. Mit 34 Jahren. Auf der Zielgeraden seiner Karriere. Ohne das Funkeln, das ihm einst zu seinem Ruhm verholfen hatte, aber immer noch mit genug Mitteln, um gegnerische Verteidiger schwindlig zu spielen und in Strafraumnähe den Unterschied zu machen.
Levante hatte gerade eine Legende des Valencia CF verpflichtet. Ohne sich um seine Vergangenheit zu scheren. Und geblendet von einer vielversprechenden gemeinsamen Zukunft. Ohne zu ahnen, dass wie in manchen Ehen ein Vertrag nicht immer Treue garantiert.
Die eheliche Beziehung begann zufriedenstellend. Mit einer schönen Hochzeitsreise, die sich in einem Freundschaftsspiel gegen Osasuna widerspiegelte, bei dem das Vallejo voller Levante-Anhänger und eingeschleuster Valencia-Fans war, die nicht auf den Genuss seiner Finten, Richtungswechsel, Haken, kraftvollen Schritte und magischen Fantasie verzichten wollten.
Daher war jener 7. September 1958 historisch, denn er vereinte Fledermäuse und Frösche in einem einzigen Sinn: dem guten Fußballgeschmack. In jener Saison wurde Levante Zweiter hinter Elche und erkämpfte sich damit das Recht, die Aufstiegsrelegation zur Primera zu spielen. Man könnte sagen, dass Wilkes seine ehelichen Pflichten mehr als erfüllt hatte. Tatsächlich übernahm er sogar mehr Verantwortung als ursprünglich vereinbart. Er nahm das Angebot des Präsidenten an, nach der Entlassung des vorherigen Trainers Spielertrainer zu werden.

- Karikatur von Faas Wilkes (@Herr Ralf) -
Trotz dieses blinden Vertrauensbeweises von Levante war die Beziehung bereits angeschlagen: Er hatte sich mit seiner Ex getroffen. Monate zuvor hatte Wilkes wieder das schwarz-weiße Trikot angezogen, um in Mestalla ein Freundschaftsspiel gegen Stade de Reims zu bestreiten. Und das Schlimmste daran war, dass das noch nicht einmal das Schlimmste sein sollte. So redundant es auch klingen mag. Der Flirt mit den Chés blieb keine bloße Anekdote. Denn für Faas hatte das keinerlei Bedeutung. Oder das war zumindest die Ausrede, die er vorbringen wollte. Dabei kannte er die ungeschriebenen Gesetze des Fußballs und das Rivalitätsgefühl nur zu gut, das immer entsteht, wenn zwei große Vereine dieselbe Stadt teilen.
Levante verlor das Hinspiel der Aufstiegs-Play-offs in Vallejo mit 1:2 gegen Las Palmas. Mit einer unauffälligen Partie von Wilkes, der unter einer Manndeckung von Felo litt, an die man sich bis heute erinnert. Dennoch stand noch das Rückspiel auf den Kanaren aus, und alles war weiterhin offen. Und mitten in all dem, was fällt dem Spielertrainer Faas Wilkes ein? Wieder in Mestalla zu spielen. Valencia hatte ein Freundschaftsspiel gegen Inter Mailand, und Wilkes sagte zu, ohne dies mit Levante abzusprechen. Das war nun wirklich unverzeihlich. Er war Wiederholungstäter, und der Klub kämpfte gerade ums Überleben.
Levante strich den Fußballer aus dem Kader. Wilkes reiste nicht nach Las Palmas. Der Film und der Unsinn waren zu Ende. Das Team spielte 1:1, und der Aufstieg platzte. Agustín Dolz war dafür verantwortlich, die Mannschaft in diesem Spiel zu führen. Niemand weiß, was passiert wäre, wenn Wilkes beim Rückspiel Teil der Reisegruppe gewesen wäre. Aber das ist nicht entscheidend. Manchmal muss der Selbstrespekt eine Grenze ziehen. Und hier erteilte Levante eine Lektion, nicht nur mit dieser einmaligen Strafe, sondern auch mit der Entscheidung, die Beziehung zu beenden.
Es lief zwar noch ein weiteres Vertragsjahr, aber es war klar geworden, dass Wilkes’ Engagement nicht vorhanden war und seine „Open-Mind“-Haltung nicht gut angesehen wurde. Er hatte eine sehr libertäre Sicht auf den Fußball oder aber es stimmte einfach, dass Valencia ihn verhext und ihm das Herz geraubt hatte. Wer weiß. Fest steht: Levante UD mag hässlich, arm und bescheiden sein, aber niemals dumm.
*Hinweis: Das Bild mit der Karikatur von Faas Wilkes ist mit Rechten Dritter verbunden und gehört zum Werk „113 icones de la història del Llevant UD“. Es wurde Mundo Levante UD nach vorheriger Genehmigung zur Verfügung gestellt, und seine Verbreitung zu anderen Zwecken ist untersagt.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇪🇸 kannst du hier lesen.







































