Fatih Tekke hadert nach 1:1 in Alanya – auch Tufan, Pina und Lovik sprechen von einem bitteren Bruch im Spiel | OneFootball

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·12. April 2026

Fatih Tekke hadert nach 1:1 in Alanya – auch Tufan, Pina und Lovik sprechen von einem bitteren Bruch im Spiel

Artikelbild:Fatih Tekke hadert nach 1:1 in Alanya – auch Tufan, Pina und Lovik sprechen von einem bitteren Bruch im Spiel

Trabzonspor hat beim 1:1 gegen Corendon Alanyaspor zwei wertvolle Punkte liegen lassen, und die Enttäuschung war nach dem Schlusspfiff entsprechend groß. Trainer Fatih Tekke sprach offen über einen Abend, an dem seine Mannschaft vieles richtig gemacht, sich am Ende aber nicht mit einem Sieg belohnt hat. Auch die Spieler fanden klare Worte und beschrieben das Unentschieden als bitteren Rückschlag.

Fatih Tekke sieht ein gutes Spiel, aber ein schwaches Ergebnis

Auf der Pressekonferenz machte Fatih Tekke sofort deutlich, wie schwer ihm dieser Punktverlust fällt. „Es ist ein trauriger Tag, aber als Spiel hat mir fast alles gefallen.“ Der Trainer erklärte, dass seine Mannschaft viele Dinge dominiert und umgesetzt habe, die zuvor vorbereitet worden seien. Gerade deshalb schmerze es besonders, dass aus diesem Auftritt am Ende kein Sieg geworden sei.


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Dann formulierte er den Kernsatz seiner Analyse: „Wir haben Schwächen, aber es war ein Spiel, das wir trotz allem gewinnen mussten.“ Für Tekke war es also kein Abend, an dem der Gegner klar überlegen gewesen wäre. Vielmehr sah er Trabzonspor auf einer schwierigen Auswärtsfahrt gut vorbereitet und über weite Strecken im Griff des Geschehens.

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„Wir waren sehr gut vorbereitet“

Besonders auffällig war, wie stark der Trainer die inhaltliche Vorbereitung hervorhob. „Wir waren sehr gut vorbereitet und sind so ins Spiel gegangen, wie wir es wollten.“ Genau deshalb sei seine Enttäuschung umso größer. Denn aus seiner Sicht verlief das Spiel in vielen Phasen genau nach dem Plan des Trainerteams, ohne dass sich dies im Ergebnis vollständig niederschlug.

Tekke ergänzte, dass Alanyaspor in vielen Heimspielen normalerweise längere Phasen mit Überlegenheit entwickle, dieser Effekt diesmal aber kaum zu sehen gewesen sei. Für ihn sei das ein weiterer Hinweis darauf gewesen, dass Trabzonspor die Begegnung grundsätzlich gut kontrolliert habe.

Kritik an der Offensive trotz ordentlichem Gesamtauftritt

Trotz des insgesamt positiven Eindrucks sprach Fatih Tekke auch die Schwachpunkte offen an. Besonders im letzten Drittel erwartet er mehr von seiner Mannschaft. „Vorne brauchen wir etwas mehr, besonders von den Spielern, die wir kreativ nennen.“ Diese Aussage macht deutlich, dass der Trainer den Punktverlust auch mit fehlender Durchschlagskraft in den entscheidenden Momenten verbindet.

Er verwies zudem auf personelle Probleme im Kader. Spieler wie Paul Onuachu und Ernest Muci, die ihm normalerweise zusätzliche Optionen geben würden, hätten gefehlt. Dadurch sei der Handlungsspielraum im Spiel kleiner geworden, vor allem in der Offensive und bei Wechseln.

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„Heute waren wir nicht begünstigt“

Im zweiten Teil seiner Aussagen schlug Tekke einen etwas ruhigeren, fast schicksalhaften Ton an. Er erklärte, dass seine Mannschaft das Spiel im Großen und Ganzen gut vorbereitet und bewertet habe, der Abend aber dennoch nicht den gewünschten Verlauf genommen habe. Sinngemäß stellte er klar, dass es Tage gebe, an denen trotz guter Arbeit nicht alles aufgehe.

Heute konnten wir uns gut auf die Arbeit vorbereiten, wir werden weiterhin Schritt für Schritt vorgehen.“ Dieser Satz war am Ende sein Schlussakkord. Die Botschaft dahinter war klar: Enttäuschung ja, aber keine Panik. Trabzonspor soll weiterarbeiten und den Blick auf die nächste Aufgabe richten.

Wagner Pina: „Wenn wir die Chancen nutzen, gewinnen wir“

Auch aus der Mannschaft heraus wurde die Partie ähnlich eingeordnet. Wagner Pina, der den Assist zum Tor von Ozan Tufan lieferte, sagte nach dem Spiel im Gespräch mit beIN SPORTS: „Wir wussten, dass dieses Spiel schwierig werden würde.“ Gleichzeitig betonte er, dass Trabzonspor mit einer guten Leistung aus der vorherigen Partie nach Alanya gereist sei und auch diesmal ein gutes Spiel abgeliefert habe.

Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Wenn wir die Chancen genutzt hätten, die wir gefunden haben, hätten wir gewinnen können.“ Damit brachte er die Enttäuschung der Mannschaft in einem Satz auf den Punkt. Der Gegner sei gut vorbereitet gewesen, doch die Möglichkeiten zum Sieg seien dennoch vorhanden gewesen.

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Lovik: Ein Punkt ist für Trabzonspor nie genug

Mathias Lovik, der in der zweiten Halbzeit für Anthony Nwakaeme ins Spiel kam, formulierte den Anspruch der Mannschaft deutlich. „Ein Punkt macht uns nie glücklich. Wir gehen in jedes Spiel, um drei Punkte zu holen.“ Für ihn war das Resultat deshalb klar unbefriedigend.

Gleichzeitig sprach er an, wo die Probleme gelegen hätten. Sowohl in der letzten Zone als auch in der Verteidigung seien Fehler gemacht worden, die dazu geführt hätten, dass am Ende nur ein Zähler heraussprang. Er betonte aber auch seine eigene Haltung: Wer im Kader sitzt, müsse jederzeit bereit sein, der Mannschaft zu helfen. Nun gelte der volle Fokus bereits dem nächsten Spiel gegen RAMS Basaksehir.

Ozan Tufan spricht vom Bruch nach dem Tor

Besonders aufschlussreich fiel die Analyse von Ozan Tufan aus, der den einzigen Treffer für Trabzonspor erzielte. „Es war ein Spiel, das wir zunächst gut begonnen haben. Wir hatten die Kontrolle über das Spiel. Alles, was wir vorbereitet und bearbeitet haben, hat sich positiv auf dem Feld gezeigt.“ Damit bestätigte auch er die Einschätzung seines Trainers, dass der Matchplan zunächst aufgegangen sei.

Dann folgte der entscheidende Punkt: „Wir haben das Tor gefunden. Danach haben wir ein Gegentor kassiert und sind natürlich aus dem Spiel gefallen.“ Aus seiner Sicht lag genau dort der Knackpunkt. Die Mannschaft habe in diesem Moment reagieren müssen, habe das aber nicht geschafft. Zugleich verwies er auf die personellen Ausfälle und sprach von einem Derby-Nachhall, der emotional noch zu spüren gewesen sei.

Entschuldigung an die Fans und Blick nach vorn

Tufan richtete zum Abschluss auch Worte an die Anhänger. „Wir entschuldigen uns bei unseren Unterstützern für ihre Verärgerung.“ Der Mittelfeldspieler machte deutlich, dass der Mannschaft bewusst sei, wie schmerzhaft dieser Punktverlust im Titelrennen ist.

Gleichzeitig blieb auch bei ihm der Blick nach vorn gerichtet. Die Hoffnung sei nun, in der kommenden Partie wieder mit voller Ausbeute vom Platz zu gehen. So bleibt nach dem 1:1 gegen Alanyaspor vor allem ein Bild hängen: Trabzonspor war spielerisch nicht weit weg vom Sieg, aber emotional und ergebnistechnisch weit entfernt von Zufriedenheit.

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