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·2. Januar 2026
FC Bayern Männer: Drei Dinge, die jetzt schon Bock auf die „Rückrunde“ machen

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·2. Januar 2026

Ob die Rückkehr wichtiger Spieler oder die Situation des FC Bayern in der Champions League: Hier kommen drei Dinge, die jetzt schon Bock auf die „Rückrunde“ machen.
Die Männer des FC Bayern München starten am 11. Januar daheim gegen den VfL Wolfsburg in die „Rückrunde“, die streng genommen noch keine echte Rückrunde ist. Dann nämlich findet erstmal der 16. Spieltag der Bundesliga statt.
Zumindest die Winterpause ist dann vorbei und es geht direkt wieder Schlag auf Schlag. Am Mittwoch darauf in Köln, wenige Tage später in Leipzig und bereits am 21. Januar das Champions-League-Spiel gegen Union Saint-Gilloise, wo die Münchner den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen können.
Direkt englische Wochen, direkt wieder Feuer – die entscheidende Saisonphase beginnt. Und mittendrin ist ein FC Bayern, der in der Hinrunde gezeigt hat, zu was er in der Lage ist. Das und mehr machen Lust auf die kommenden Monate. Hier kommen drei Dinge, die schon jetzt die Dopaminausschüttung ankurbeln.
Na klar: Der Blick auf die Titel ist beim FC Bayern immer gegeben. Wenn eine Saison mit nur einem oder sogar keinem Titel endet, dann wird sie in der Rückbetrachtung meist kritisch gesehen. Aber klammern wir das doch mal für einen Moment aus – gleich kommen wir noch dazu.
Gerade vor dem Hintergrund, dass Pokalwettbewerbe oft einem hohen Einfluss von Zufällen unterliegen, kann man diese Titel eh nicht planen. Worauf man sich aber schon jetzt freuen kann, ist sehr wahrscheinlich die Art und Weise, wie der FC Bayern versuchen wird, alle Titel zu gewinnen. Der Fußball unter Vincent Kompany war in der ersten Saison begeisternd, schnell, spektakulär und manchmal noch etwas naiv.
In dieser Saison wirkt es hingegen so, als hätte er die Naivität deutlich verringert, indem er nur ein kleines Stück vom Spektakel weggenommen hat – so klein, dass es kaum auffällt. Er hat die Regler etwas verschoben. Etwas mehr in Richtung Vernunft, dafür aber immer noch mit geballter Überzeugung. Die Ergebnisse geben ihm bisher überwiegend recht.
Wenn die Münchner weiterhin so auftrumpfen, dann werden sie mit der Bundesliga einen Titel so gut wie sicher gewinnen. Doch auch im DFB-Pokal stehen die Chancen so gut wie schon lange nicht mehr. Der Wettbewerb, in dem man in den vergangenen Jahren so oft gescheitert ist. Die Gier und die Lust, endlich mal wieder nach Berlin zu einem Pokalfinale zu fahren, sind riesig.
Am 11. Februar empfangen die Bayern Leipzig zum Viertelfinale. Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart dürften abseits der Leipziger die größten und gefährlichsten Konkurrenten im Wettbewerb sein. Ein Selbstläufer wird das nicht – auch weil durch die letzten Jahre ein noch größerer Druck zu spüren ist. Aber gerade deshalb darf man sich auf mindestens ein, hoffentlich jedoch mehrere packende Duelle der Bayern im DFB-Pokal freuen.
Zumal die Bayern nach Hoeneß-Logik zwei Neuzugänge präsentieren werden: Jamal Musiala und Alphonso Davies. Letzterer sammelte bereits erste Minuten vor der Winterpause, legt aber erst jetzt so richtig los. Musiala hingegen nimmt erst jetzt wieder Fahrt auf.
Beide bringen besondere Qualitäten mit, die das Spektrum der ohnehin schon starken ersten Elf nochmal erweitern werden. Tempo, Genialität, Individualität und die schiere Qualität, in wichtigen Momenten den Unterschied zu machen – sei es in der Abwehr oder im Offensivspiel.
Sollten die Bayern von einer weiteren Welle mit Verletzungen verschont bleiben, kann Kompany von Spiel zu Spiel leicht rotieren und er wird immer enorme Qualität auf dem Feld haben. Etwas, was gegen Ende der „Hinrunde“ durchaus fehlte – wenn auch auf hohem Niveau. Musiala und Davies heben die Qualität in der Breite des Kaders aber nochmal enorm an.
Und dann wäre da natürlich noch die Champions League. Es ist davon auszugehen, dass sich die Bayern mit einer guten Tabellenposition für das Achtelfinale qualifizieren. Auf wen sie dort dann treffen, bleibt abzuwarten. Wirklich Angst haben müssen die Münchner aber vor niemandem.
Viele der großen Favoriten aus den vergangenen Jahren sind ins Straucheln geraten. Allen voran Liverpool, Real Madrid und Manchester City spielen eine Saison mit Aufs und Abs. Auch Vorjahresfinalist Inter Mailand hat schon zwei Partien in der Königsklasse verloren. Der FC Barcelona, im vergangenen Jahr noch einer der großen Favoriten, strauchelt ebenso durch die Saison wie noch weitere große Klubs.
Natürlich kann sich das alles noch drehen. Trainerwechsel in Liverpool, ein sich aktuell fußballerisch stabilisierendes Manchester City, Real Madrid als dauerhafter Champions-League-Schreck, Barça mit unglaublicher individueller Qualität – die Champions League ist auch deshalb so beliebt, weil sie sich nicht vorhersagen lässt.
Erstmals seit vielen Jahren macht es aber den Anschein, dass die Bayern ganz oben mit dabei sein. Lediglich der FC Arsenal war noch um eine Nuance besser als die Münchner – was im direkten Duell zu sehen war. Mit der Rückkehr wichtiger Spieler und womöglich besserer Form bei einem erneuten Aufeinandertreffen sind die Münchner aber auch hier in der Lage, aus der Niederlage zu lernen.
„Bring it on“, wie man im Englischen so schön sagt. Diese „Rückrunde“ könnte viele besondere Momente liefern.









































