OneFootball
Jule Stolpe·2. Januar 2026
In partnership with
Yahoo sportsOneFootball
Jule Stolpe·2. Januar 2026
Wir kennen es doch alle: Die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum werden ausgepackt – und am Ende hält man einen selbst gestrickten Pullover oder einen Schal in der Hand. Nett gemeint, klar. Aber ein bisschen denkt man sich eben doch: Geld hätte ich auch genommen.
Ähnlich dürften sich manche Fußballklubs gefühlt haben, die Ablösesummen nicht in bar, sondern in Naturalien begleichen ließen. Kreativ? Auf jeden Fall. Clever? Nicht immer.
Während heute wieder die Gerüchteküche brodelt und Millionenbeträge verhandelt werden, lohnt sich ein Blick zurück auf Zeiten, in denen Transfers auch mal mit Garnelen, Trainingsanzügen oder Eiscreme abgewickelt wurden.
75 Kilo Garnelen – so viel war Stürmer Kenneth Kristensen 2001 wert, als er in Norwegen von Vindbjart zu Flekkerøy IL wechselte.

(Bildquelle: IMAGO /TT)
Sein Gewicht in Meeresfrüchten reichte gemäß der norwegischen Zeitung 'Dagbladet' aus. Deal done.
Praktisch ging es auch 1999 zu, als Fulham Zat Knight verpflichtete. Die Ablöse laut 'The Sun' für Rushall Olympic: 30 neue Trainingsanzüge. Offenbar dringend nötig.
Ein Trikotsatz, neue Bälle und ein Tornetz reichten in den Achtzigern, um Gary Pallister von Billingham Town loszueisen. Später wurde er zum teuersten Verteidiger Großbritanniens. Ähnlich günstig kam auch John Barnes weg: Ein neuer Trikotsatz genügte, um den späteren Liverpool-Star von Sudbury Court zu verpflichten.
Auch Ian Wright wechselte einst ohne Geld den Klub. Crystal Palace bezahlte Greenwich Borough einem Bericht des 'Guardian' zu Folge 1985 mit Gewichten – ein guter Deal, wenn man bedenkt, dass Palace später Millionen von Arsenal kassierte.
2009 verzichtete DES Nijverdal übereinstimmenden niederländischen Medienberichten beim Wechsel von Collins John zum FC Twente auf Geld und ließ sich stattdessen mit Lexika und Lehrmaterial für eine Schule bezahlen.
Besonders bitter lief es 2008 in Rumänien: Marius Cioara kostete nach Informationen der rumänischen Sportzeitung 'Gazeta Sporturilor' den Zweitligisten Regal Horia 15 Kilo Würstchen – nur um kurz darauf wieder von seinem Engagement zurückzutreten. Der Verein forderte das Fleisch zurück. „Wir haben zweimal verloren“, hieß es damals: den Spieler – und das Essen für eine Woche.
Und falls du dich fragst: Ja, in Rumänien ging es sogar schon mal noch deftiger. Ion Radu war 1998 ganze zwei Tonnen Rinder- und Schweinefleisch wert.
📸 Michael Steele









































