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·17. Juli 2026

„FC Opa 04“: Schalke-Insider warnt vor Altersstruktur des S04

Artikelbild:„FC Opa 04“: Schalke-Insider warnt vor Altersstruktur des S04

Andreas Ernst warnt nach der Verpflichtung von Robin Gosens. Hat der S04-Kader die richtige Balance zwischen Erfahrung und Potenzialen?

Robin Gosens ist am Donnerstag in Deutschland gelandet um seinen Schalke-Wechsel zu vollziehen. Auch im WAZ-Podcast 19:04 – Inside Schalke wird der Gosens-Coup als „absoluter Kracher“ bezeichnet und ausführlich gelobt. Andreas Ernst bringt im Anschluss jedoch eine neue Perspektive auf den Transfer und Schalkes Kader ins Gespräch und warnt vor der Altersstruktur des S04. Den Transfer des 32-jährigen Gosens lobt er, kommt anschließend aber mit dem scherzhaften Spitznamen „FC Opa 04“ auf die Altersstruktur des FC Schalke zu sprechen.


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Ernst machte dabei ausdrücklich klar, dass seine Kritik nichts mit Robin Gosens zu tun habe. Sein Punkt sei ein struktureller. „Im Moment geht’s mir aktuell ein bisschen zu sehr in Richtung FC Opa 04“, sagte er und skizzierte die mögliche Achse der Mannschaft. „Loris Karius ist 33 Jahre alt, Kenan Karaman und Robin Gosens jeweils 32, Nikola Katic wird im Oktober 30, Timo Becker ist 29 und Dejan Ljubicic wird ebenfalls 29. Hinzu kommt Edin Dzeko, der mit 40 Jahren weiterhin ein Thema ist.“ Das Durchschnittsalter der voraussichtlichen Stammelf wäre damit außergewöhnlich hoch. Gleichzeitig könne es schwieriger werden, durch Spielerverkäufe Transfererlöse zu erzielen.

S04 zwischen kurzfristigem Erfolg und langfristiger Entwicklung

Ernst benannte zwei konkrete Probleme. Erstens fehle dem Kader Tempo, was in der Bundesliga zum ernsthaften Handicap werden könnte. Zweitens besitze ein Spieler wie Gosens keinen nennenswerten Wiederverkaufswert. Für einen Verein wie Schalke, der langfristig auf Transfererlöse angewiesen ist, sei das ein wichtiger Aspekt. Diese „Probleme“ kann man allerdings in einer Transferperiode adressieren und junge schnelle Spieler verpflichten.

Wer die Spieler unter 23 Jahren nennen möchte, die realistische Chancen auf zehn bis 15 Bundesliga-Einsätze haben, stößt laut Ernst schnell an Grenzen. Er nannte Mertcan Ayhan als einen der wenigen Kandidaten. Auch Vitalie Becker könnte dazugehören, falls Gosens verletzungsbedingt ausfallen sollte.

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Foto: IMAGO

Ernst fängt diese Kritik im laufe der Argumentation ein und ist sich mit WAZ-Reporter Robin Haack einig: Schalke habe intern mehrfach betont, dass das erste Bundesliga-Jahr entscheidend sei. Nur wer sich dauerhaft in der Bundesliga etabliert, steigert die TV-Einnahmen und schafft nachhaltige Strukturen. Zudem verfüge der Kader über viel Führungsqualität. Karius, Karaman, Katic, Gosens und Becker seien erfahrene Spieler, die bereits Abstiegskämpfe erlebt haben.

Gleichzeitig betont Haack, dass jüngere Spieler wie Mertcan Ayhan, Adil Aouchiche oder Vitalie Becker erst noch beweisen müssen, dass sie auch in der Bundesliga bestehen können.

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