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·11. Februar 2026

Fehlentscheidungen: 1860-Boss kündigt Beschwerde beim DFB an

Artikelbild:Fehlentscheidungen: 1860-Boss kündigt Beschwerde beim DFB an

Schon 17 Mal – und damit so häufig wie kein anderer Drittligist – musste der TSV 1860 München in der laufenden Saison laut liga3-online.de-Experte Babak Rafati eine Fehlentscheidung hinnehmen. Präsident Gernot Mang will nicht länger zuschauen und kündigt eine Beschwerde beim DFB an.

"So kann es nicht weitergehen!"

Seit fünf Spielen ist der TSV 1860 München sieglos und dadurch ins Mittelmaß abgerutscht – auch aufgrund von Fehlentscheidungen. Denn laut liga3-online.de-Experte Babak Rafati hätten die Löwen allein in den letzten beiden Spielen drei Elfmeter bekommen müssen – einen gegen Aachen, zwei gegen den VfB II. Wären diese anschließend verwandelt worden, wären die Löwen jetzt vermutlich nicht nur Tabellenneunter mit bereits neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Zumal sich die Fehlentscheidungen gegen die Löwen wie ein roter Faden durch die Saison ziehen und der TSV erst fünfmal von einer Fehlentscheidung zugunsten des Gegners profitierte, was im Liga-Vergleich lediglich Platz 16 bedeutet.


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Nachdem Präsident Gernot Mang bereits im Dezember angekündigt hatte, sich gegen die hohe Anzahl an Fehlentscheidungen wehren zu wollen, kündigt er in einem Interview mit dem "Merkur" nun an: "Wir werden Beschwerde beim DFB einlegen. So kann es nicht weitergehen!". Vor allem die "Häufung spielentscheidender Fehlentscheidungen" sind dem 57-Jährigen ein Dorn im Auge. "Ich habe kein Problem mit ein, zwei Fehlern. Aber es geht um Elfmeter, Abseitssituationen, klare Szenen – zuletzt wieder in Stuttgart. Das ist nicht mehr akzeptabel."

Kritik an Schiri-Ansetzungen

Der Löwen-Boss verlangt "Neutralität und saubere Entscheidungen" – und ein besseres Auge bei der Auswahl der Schiedsrichter für die Partien. Dass sich junge Unparteiische profilieren, indem sie gegen 1860 pfeifen, "möchte ich niemandem unterstellen. Aber ich mache mir Sorgen, ob wir immer die Schiedsrichter bekommen, die der Spielpaarung angemessen sind", so Mang. Denn in den Spielen gegen die Löwen sei "immer Emotion drin, es ist für Gegner oft mehr als ein normales Liga-Spiel, auch weil mehr Fans im Stadion sind als normal. Darauf müssen sich auch die Schiedsrichter und die Assistenten einstellen".

Schon in den letzten Jahren gehörten die Sechzger zu den am meisten benachteiligten Klubs der 3. Liga. Insgesamt musste 1860 seit der Saison 2020/21 ganze 70 Fehlentscheidungen hinnehmen – mit Abstand die Liga-Spitze. Für Abhilfe könnte der Videobeweis sorgen. Ob es in der 3. Liga künftig technische Hilfsmittel für die Schiedsrichter geben wird, darüber werden sich die Vereine noch in diesem Monat bei einer Managertagung mit dem DFB austauschen. Die Löwen würden den VAR – in welcher Form auch immer – sicherlich begrüßen, wenngleich dies zusätzliche Kosten bedeuten würde.

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