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·16. September 2026

Felix Keidel: Kandidat für Klopps ersten DFB-Kader

Artikelbild:Felix Keidel: Kandidat für Klopps ersten DFB-Kader

Überraschungskandidat aus dem Saarland: Medienberichten zufolge könnte Felix Keidel eine der größten Überraschungen in Jürgen Klopps ersten offiziellen DFB-Kader darstellen. Drei Bundesliga-Spiele, eine bislang eher unauffällige Karriere und doch plötzlich ein realer Kandidat für die Nations-League-Spiele. Der 23-Jährige stand bis vor wenigen Monaten als eher unscheinbarer Hintermann im Aufsteiger-Team.

HAGUENAU, FRANKREICH – 4. August 2026: Felix Keidel vom SV 07 Elversberg jubelt nach seinem Treffer zum 4:0 im Testspiel gegen Racing Straßburg im Parc des Sports. (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)


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Die Nominierung für die A-Nationalmannschaft würde für Klopp einen unerwarteten Schritt bedeuten. Keidel hatte Deutschland bislang nie auf Senior-Ebene vertreten und war zuvor nicht einmal auf einer Jugendebene nominiert worden.

Karriere in Ingolstadt

Felix Keidel wurde am 14. Juni 2003 in Duisburg geboren und begann mit neun Jahren seine fußballerische Ausbildung beim FC Ingolstadt 04. Sein Vater Ralf Keidel war zuvor selbst als Profispieler aktiv, unter anderem ebenfalls bei den Schanzern, und durchlief die Ingolstädter Akademie.

Der Nachwuchsspieler erreichte schnell die Profis. Im Februar 2023 kam Keidel in der 3. Liga beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund II in die Startelf. Insgesamt absolvierte er 82 Spiele in der dritten Liga und erzielte zwei Tore. Die meiste Zeit verbrachte er auf der Außenverteidiger-Position, zunächst als Alternativoption.

Durchbruch in Elversberg

Im Juni 2025 wechselte Keidel zum SV Elversberg. Eine Medienberichterstattung nannte eine Ablösesumme von 400.000 Euro. Mit seinem neuen Verein erreichte Keidel den spektakulären Aufstieg in die Bundesliga. In der Saison 2025/26 bestritt er 25 Spiele, 13 davon als Stammspieler. Zunächst dominierte er von der Außenverteidiger-Position.

Jan Gyamerah verdrängte Keidel im Saisonverlauf, und in der zweiten Saisonhälfte saß der Mittelfeldspieler häufig auf der Bank. Sogar zweimal wurde er nicht in den Spieltagskader berufen. Dennoch gelang ihm ein unvergesslicher Moment: Im November 2025 erzielte Keidel gegen Karlsruhe als Einwechselspieler in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Elversberger.

Positionswechsel ins Zentrum

Der entscheidende Durchbruch kam im Sommer 2026. Eine Verletzung von Freddie Schmahl öffnete eine Chance, und Keidel nutzte sie. Trainer Vincent Wagner erkannte dabei, was zuvor oft verborgen blieb.

„Felix Keidel ist ein zentraler Spieler“, erklärte Wagner vor dem Bundesliga-Auftakt. „Irgendwann in Ingolstadt ist er als Alternativlösung auf der Außenverteidiger-Position gelandet, aber grundsätzlich ist er ein zentraler Mittelfeldspieler. Theoretisch kommt er jetzt einfach nach Hause zurück.“

Die neue Position entfaltete Keidels Potenziale. In den ersten drei Bundesliga-Spielen der Saison 2026/27 erreichte Keidel mit durchschnittlich 12,18 Kilometern Laufstrecke pro Spiel den höchsten Wert im Elversberg-Kader und einen der stärksten Laufwerte der Bundesliga. Wagner erläuterte:

„Wir brauchen auf dieser Position unglaublich viel Laufarbeit, besonders in Phasen, in denen wir dem Ball mehr hinterherlaufen. Felix kann unglaublich viel und auch sehr schnell laufen.“

Darüber hinaus überzeugte Keidel mit seiner Standardqualität. Gegen Borussia Mönchengladbach erzielte er über einen direkten Freistoß den Ausgleich. Elversberg drehte das 2:3 anschließend in ein spektakuläres 4:3. In der vergangenen Saison bereitete Keidel zwei Tore nach Eckbällen vor und tritt aktuell für Elversberg von der Eckenposition an.

Warum Klopp interessiert sein könnte

Keidels Profil besteht aus mehr als nur Ausdauer. Wagner hat wiederholt Keidels Beidfüßigkeit, seine Passreichweite und seine Qualität bei Standards hervorgehoben. Keidel kann auf beiden Seiten der Abwehr und in mehreren Rollen im zentralen Mittelfeld spielen.

Seine frühen Bundesliga-Auftritte zeigen, dass sich seine Rolle in Elversberg tatsächlich entwickelt hat. Noch vor wenigen Monaten kämpfte er um seinen Platz im Stammkader. Die Kombination aus Vielseitigkeit, Laufintensität und Standardqualität könnte Jürgen Klopp begeistern.

Die konkrete Nominierung für den DFB-Kader bleibt weiterhin Spekulation. Doch eines steht fest: Felix Keidel hat sich in wenigen Monaten vom Hintermann zum zentralen Akteur entwickelt und ist laut Medienberichten inzwischen auch im Bewusstsein von Jürgen Klopp.

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