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·16. September 2026
Porträt | Wer ist DFB-Neuling Felix Keidel?

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·16. September 2026

SV-Elversberg-Mittelfeldspieler Felix Keidel steht offenbar davor, eine der größten Überraschungen in Jürgen Klopps erstem Deutschland-Kader zu werden. Der 23-Jährige hat in seiner Karriere drei Bundesliga-Spiele bestritten und Deutschland zuvor noch nie auf irgendeiner Jugendebene vertreten. Dennoch soll Keidel Berichten zufolge seine erste Nominierung für die A-Nationalmannschaft erhalten, wenn Klopp seinen Kader für die anstehenden Nations-League-Spiele offiziell bekannt gibt.
Auf den ersten Blick wirkt die Nominierung außergewöhnlich. Wer Elversberg im Sommer genau verfolgt hat, dürfte jedoch etwas weniger überrascht sein. Get German Football News hatte Keidel vor dem Start der ersten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte als einen der klaren Gewinner des Trainingslagers identifiziert.
Keidel ging in den Sommer, vor allem als nützlicher Außenverteidiger angesehen. Bis zum Ende des Trainingslagers hatte er sich jedoch neben Łukasz Poręba im zentralen Mittelfeld etabliert und Cheftrainer Vincent Wagner eine Antwort auf eine der größten taktischen Fragen des Aufsteigers geliefert. Drei Bundesliga-Spieltage später steht Keidel kurz davor, zum Kreis der deutschen A-Nationalmannschaft zu stoßen.
Keidel wurde am 14. Juni 2003 in Duisburg geboren und verbrachte praktisch seine gesamte fußballerische Ausbildung beim FC Ingolstadt. Der Sohn des früheren deutschen U21-Nationalspielers Ralf Keidel durchlief die Ingolstädter Akademie, bevor er den Sprung in den Seniorenfußball schaffte. Sein Profidebüt gab er im Februar 2023 und kam insgesamt auf 82 Einsätze in der 3. Liga, in denen er zwei Tore erzielte.
Im Sommer 2025 wechselte Keidel für eine Berichten zufolge gezahlte Ablösesumme von 400.000 Euro von Ingolstadt nach Elversberg. Seine erste Saison im Saarland verlief allerdings ziemlich wechselhaft.
Keidel kam in Elversbergs Aufstiegssaison auf 25 Einsätze und stand in 13 Ligaspielen in der Startelf, zunächst als Rechts- oder Linksverteidiger. Allerdings fielen alle 13 Startelfeinsätze in die erste Saisonhälfte. Jan Gyamerah zog anschließend in der Hierarchie an ihm vorbei, und Keidel saß in der Rückrunde oft auf der Bank.
In den entscheidenden Schlusswochen des Aufstiegskampfs wurde er sogar zweimal gar nicht erst in den Spieltagskader berufen. Dennoch hatte es bereits einige starke Momente gegeben. Sein erstes Tor in der 2. Bundesliga erzielte Keidel im November 2025 auf dramatische Weise beim 3:2-Auswärtssieg gegen Karlsruhe, als er von der Bank kam und in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte.
Sein wirklich folgenreicher Durchbruch kam jedoch im folgenden Sommer.
Keidels Wechsel ins zentrale Mittelfeld mochte zunächst wie eine Positionsumstellung wirken. Wagner sieht das nicht so.
„Felix Keidel ist ein zentraler Spieler“, erklärte der Elversberg-Trainer vor dem Bundesliga-Auftakt. „Irgendwann in Ingolstadt ist er als Alternativlösung auf der Außenverteidigerposition gelandet, aber grundsätzlich ist er ein zentraler Mittelfeldspieler. Theoretisch kommt er jetzt einfach nach Hause zurück.“
Eine Verletzung von Freddie Schmahl eröffnete in der Vorbereitung eine Chance. Keidel nutzte sie schnell. Diese Entwicklung war bereits nicht mehr zu übersehen, als GGFN Elversberg in seiner taktischen Vorschau auf die Saison 2026/27 analysierte.
Keidel verwandelte gegen Straßburg einen direkten Freistoß, bereitete gegen Lorient ein Tor vor und überzeugte Wagner davon, dass seine Laufstärke, Zweikampfhärte und sein Positionsspiel Poręba im Mittelfeld ergänzen können. Das Urteil damals war einfach: Keidel ging als nützlicher Außenverteidiger ins Trainingslager und verließ es als möglicher Bundesliga-Stammspieler.
Die ersten Wochen in der Bundesliga haben diese Einschätzung bestätigt. Keidel kam in Elversbergs ersten drei Ligaspielen im Schnitt auf 12,18 Kilometer, der höchste Wert im Kader von Wagner und zugleich einer der stärkeren Laufwerte der Bundesliga.
Sein Trainer glaubt, dass diese körperliche Stärke gerade im Zentrum besonders wertvoll ist.
„Wir brauchen auf dieser Position unglaublich viel Laufarbeit, besonders in Phasen, in denen wir dem Ball mehr hinterherlaufen“, erklärte Wagner. „Felix kann unglaublich viel und auch sehr schnell laufen.“
Keidels Profil besteht aber aus mehr als nur Ausdauer. Wagner hat wiederholt seine Beidfüßigkeit, seine Passreichweite und seine Qualität bei Standards hervorgehoben. Keidel bereitete in der vergangenen Saison zwei Tore nach Eckbällen vor und tritt derzeit Elversbergs Ecken.
Auf Bundesliga-Niveau hat er diese Qualität bereits auf spektakuläre Weise gezeigt.
Als Elversberg Anfang des Monats gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:3 zurücklag, zirkelte Keidel einen direkten Freistoß zum Ausgleich in den Winkel. Der Aufsteiger vollendete am Ende sogar ein bemerkenswertes 4:3-Comeback. GGFN berichtete über den Sieg und Wagners Lob für Elversbergs furchtlose Mentalität.
Seine Vielseitigkeit erklärt die überraschende Nominierung sicherlich mit. Keidel kann auf beiden Seiten der Abwehr und in mehreren Rollen im zentralen Mittelfeld spielen. Seine Laufstärke ist im Pressing und in Umschaltphasen offensichtlich wertvoll, während seine Qualität bei Standards ein weiteres nützliches Spezialmerkmal darstellt.
Noch wichtiger ist jedoch, dass seine frühen Bundesliga-Auftritte darauf hindeuten, dass seine Rolle in Elversberg Qualitäten zusammenführt, die zuvor auf verschiedene Positionen verteilt waren. Noch vor wenigen Monaten hatte Keidel seinen Stammplatz in der 2. Bundesliga verloren. Er ging in den Sommer mit dem Ziel, sich überhaupt erst in Elversbergs Bundesliga-Startelf zu etablieren.
Diesen Kampf gewann er.
Jetzt, nach drei Spielen in der deutschen Topliga, scheint Jürgen Klopp bereit zu sein, ihn sich genauer anzusehen.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































