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·11. Mai 2026
FIFA Fußball WM 2026 – Der WM-Countdown läuft – noch 1 Monat bis zur WM 2026!

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Ein Monat vor dem Start der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada wird der Ton immer schärfer. Während die FIFA ihre drei Eröffnungspartys anpreist, sprechen Kritiker von einer möglichen Menschenrechtskatastrophe, von Korruption und vom Versagen des Weltverbands.

Offiziell lizenzierte WM-Fanartikel zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Flughafen von Kansas City am 5. Mai 2026 – die US-amerikanische Stadt gehört zu den Austragungsorten des Turniers. (Jamie Squire / Getty Images North America via Getty Images)
Am 11. Juni beginnt die erste XXL-Endrunde mit 48 Teams, das Finale steigt am 19. Juli. Doch vor allem Menschenrechtsorganisationen ist nicht nach Feiern zumute. Minky Worden, Direktorin von Human Rights Watch, sagte bei ntv.de: „Momentan sieht es eher danach aus, dass das Turnier eine potenzielle Menschenrechtskatastrophe wird“. Ihrer Ansicht nach habe die FIFA unter Präsident Gianni Infantino auf „unvorstellbarer Ebene“ versagt.
Worden kritisierte besonders den anbiedernden und korrupt wirkenden Umgang mit US-Präsident Donald Trump, einschließlich der Verleihung eines „erfundenen“ Friedenspreises, sowie mögliche Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Der Name Trump ist überhaupt eng mit den Befürchtungen rund um das Turnier verknüpft. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus ist die ursprüngliche Idee einer WM als „Einheitsveranstaltung“ zerbrochen.
Von harmonischen Beziehungen zwischen den Gastgebern ist wenig geblieben. Trump spricht wiederholt davon, Kanada zum „51. Bundesstaat“ der USA zu machen, zudem führt er einen Handelskrieg mit beiden Nachbarländern. Human Rights Watch warnt deshalb, die WM könne wegen Trumps Vorgehen gegen Einwanderung, Demonstrationen und Pressefreiheit von „Ausgrenzung und Angst“ geprägt werden. Auch Amnesty International sieht die Gefahr, das Turnier werde zu einer „Bühne der Repression“.
Die Politik der Trump-Regierung belastet zudem ein weiteres Feld. Laut einem Bericht der American Hotel and Lodging Association bleiben die Hotelreservierungen in den USA deutlich hinter den Erwartungen zurück. Als Gründe nennt der Branchenverband vor allem Visahürden und allgemeine geopolitische Sorgen. Zusätzliche Sicherheitsbedenken schüren die eskalierenden ICE-Einsätze mit Todesopfern.
Auch die Iran-Frage sorgt für Unruhe. Vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts bekräftigte der Verband FFIRI zwar zuletzt seinen Willen, in die USA zu reisen, stellte aber klar: „Die Gastgeber müssen unsere Bedenken berücksichtigen“. Genannt wurden zehn Bedingungen, darunter eine problemlose Visa-Erteilung und umfassende Sicherheitsgarantien.
Nicht nur die politischen Rahmenbedingungen stehen in der Kritik, auch die Ticketdebatte erhitzt weiter die Gemüter. Die Fanorganisation Football Supporters Europe bezeichnete die Preisstruktur als „Wucher“ und „monumentalen Verrat“. Für das Finale kostete das teuerste Ticket 2022 regulär noch rund 1600 Dollar, inzwischen verlangt die FIFA 32.970 Dollar.
Infantino hält die Preise für angemessen. Man müsse schließlich die „Marktpreise anwenden.“
Gleichzeitig rückt der Kommerz immer stärker in den Mittelpunkt. Alle 104 Spiele werden nach 22 Minuten für jeweils drei Minuten unterbrochen, damit die Spieler etwas trinken können, wie die FIFA erklärt. Kritiker halten dagegen, dass die TV-Sender damit vor allem zusätzliche Werbezeit gewinnen. Beim Finale wird die Pause zudem für eine pompöse Halbzeitshow verlängert, vermutlich auf 30 Minuten. „Es wird die größte Show der Welt – fantastisch“, sagte Infantino dazu. Der FIFA-Boss zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt und erklärte: „Die Wahrheit ist, dass es sehr schwierig ist, etwas Negatives an dieser Weltmeisterschaft zu finden.“
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