Fussballnationalmannschaft.net
·18. Juli 2026
FIFA WM-Endspiele im Überblick: Argentinien & Spanien seit 1930

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·18. Juli 2026

Argentinien betritt am Sonntag bereits zum siebten Mal die größte Bühne des Weltfußballs, ein WM-Finale. Nur Rekordfinalist Deutschland stand mit acht Endspielen noch öfter in dieser Position. Spanien dagegen erlebt erst seinen zweiten Auftritt in einem WM-Endspiel überhaupt, Grund genug, die Finalhistorie beider Nationen seit 1930 aufzurollen. Hier mehr zur Weltmeisterschafts-Historie.

Die spanische Fußballnationalmannschaft posiert vor dem Anpfiff des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 gegen die Niederlande im Soccer-City-Stadion in Soweto, einem Vorort von Johannesburg, am 11. Juli 2010. (Stehend von links nach rechts) Stürmer Pedro, Mittelfeldspieler Sergio Busquets, die Verteidiger Sergio Ramos, Joan Capdevila und Gerard Piqué sowie Mittelfeldspieler Xabi Alonso. (Vordere Reihe von links nach rechts) Spaniens Torhüter Iker Casillas, Mittelfeldspieler Andrés Iniesta, Stürmer David Villa, Mittelfeldspieler Xavi und Verteidiger Carles Puyol. – AFP PHOTO / CHRISTOPHE SIMON
Spanien - ArgentinienFinale
So 19.07. · 21:00 Uhr · ZDF
BegegnungVorberichtPrognose & TippLive TVAufstellungSpielortPressestimmenVideoWann ist das Finale?Liveticker vor dem WM Finale
Die Geschichte des ersten WM-Endspiels überhaupt schreibt sich 1930 in Montevideo. Argentinien fordert dort Gastgeber Uruguay heraus, eine Wiederholung des Olympiafinales von 1928. Rund 15.000 Anhänger reisen per Schiff aus Buenos Aires an, müssen aber am Ende eine bittere 2:4-Niederlage verkraften, obwohl die Albiceleste durch das achte Turniertor von Guillermo Stábile zwischenzeitlich vorne lag. In Buenos Aires entlädt sich der Frust in Ausschreitungen, bei denen die uruguayische Botschaft mit Steinen attackiert wird.
Fast fünf Jahrzehnte vergehen, ehe Argentinien 1978 seinen ersten WM-Triumph feiern kann, allerdings unter zweifelhaften Vorzeichen. Zu diesem Zeitpunkt regiert seit zwei Jahren eine Militärjunta das Land, der ein sportlicher Erfolg im eigenen Land politisch äußerst gelegen kommt. Die Begleitumstände des Turniers gelten bis heute als fragwürdig, insbesondere weil Argentinien im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Peru mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen musste und prompt mit 6:0 triumphierte. Im Endspiel gegen die Niederlande trifft Torschützenkönig Mario Kempes doppelt beim 3:1 nach Verlängerung, ehe inmitten von Konfettiregen der erste Titel bejubelt wird.

Der argentinische Stürmer Diego Maradona wird von Fans auf den Schultern getragen, während er mit dem FIFA-Weltpokal in der Hand eine Ehrenrunde dreht, nachdem Argentinien am 29. Juni 1986 in Mexiko-Stadt im WM-Finale Westdeutschland mit 3:2 besiegt hat.
1986 befindet sich Diego Maradona auf dem absoluten Höhepunkt seines Könnens. Vor 114.000 Zuschauern in Mexiko-Stadt gehört die Bühne beinahe ausschließlich dem argentinischen Ausnahmekönner, doch das von Teamchef Franz Beckenbauer betreute deutsche Team kämpft sich von einem 0:2-Rückstand zurück zum 2:2. Die Entscheidung bringt schließlich Maradonas Zuspiel auf Jorge Burruchaga. „Toni, halt den Ball!“, ruft TV-Kommentator Rolf Kramer verzweifelt, doch Torhüter Toni Schumacher ist beim 2:3 machtlos.
Vier Jahre später gelingt 1990 die Revanche: Lothar Matthäus wird zum überragenden Akteur des Turniers und führt die deutsche Auswahl zum dritten WM-Titel. Andreas Brehme verwandelt im Finale eiskalt einen umstrittenen Elfmeter zum 1:0, während Maradona nach dem Abpfiff unter Tränen auf dem Rasen zurückbleibt.
Die dritte Neuauflage des deutsch-argentinischen Duells folgt 2014. Erneut ist es die DFB-Auswahl, die den einzigen Treffer des Abends erzielt, diesmal durch Einwechselspieler Mario Götze, der in der Verlängerung genau das umsetzt, was ihm Bundestrainer Joachim Löw aufgetragen hatte: zu zeigen, dass er „besser ist als Messi“. An diesem Abend in Rio scheint es tatsächlich so, als könnte Lionel Messi seinen ersehnten WM-Titel niemals erringen. Doch die Geschichte nimmt einen anderen Verlauf.

Der argentinische Stürmer Nr. 09, Julian Alvarez, feiert mit dem argentinischen Stürmer Nr. 10, Lionel Messi, nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft währenda des Halbfinalspiels der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Argentinien und Kroatien im Lusail-Stadion in Lusail, nördlich von Doha, am 13. Dezember 2022. (Foto von Adrian DENNIS / AFP)
Spanien schreibt 2010 in Südafrika seine eigene Erfolgsgeschichte. Erstmals überhaupt erreicht die Furia Roja ein WM-Halbfinale und marschiert von dort direkt zum Titel. Zwischen den beiden Europameistertiteln von 2008 und 2012 krönt das Team von Trainer Vicente del Bosque damit eine goldene Ära, entschieden durch Andrés Iniestas Treffer in der 116. Minute gegen die Niederlande. Argentinien spielt bei diesem Turnier mit Maradona als Trainer keine Rolle mehr und scheidet im Viertelfinale mit einer deutlichen 0:4-Klatsche gegen Deutschland aus.
Zum bislang letzten Mal steht Argentinien 2022 in einem WM-Finale, das als eines der besten Endspiele der Geschichte gilt. Bis zur 80. Minute führt das Team um Messi komfortabel mit 2:0, ehe Kylian Mbappé binnen kürzester Zeit doppelt zuschlägt. Auch Messis Treffer zum 3:2 in der Verlängerung bringt keine Entscheidung, da der Franzose erneut ausgleicht. Erst im Elfmeterschießen behält Argentinien die Oberhand, nachdem Kingsley Coman und Aurélien Tchouaméni scheitern. Messi krönt sich damit erstmals zum Weltmeister, Argentinien sichert sich zum dritten Mal den begehrten Titel.
Welche Länder haben die meisten Endspielteilnahmen und konnten wie viele Weltmeister-Titel gewinnen?
Stand inkl. WM 2022
Mit Argentinien und Spanien im WM-Finale
Im allerersten WM-Finale der Geschichte trifft Argentinien auf den Gastgeber, eine Neuauflage des Olympia-Endspiels von 1928. 15.000 Fans reisen aus Buenos Aires mit dem Schiff nach Montevideo und müssen trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung durch das achte Turniertor von Guillermo Stábile eine Enttäuschung hinnehmen. In Buenos Aires wird nach der Niederlage die uruguayische Botschaft mit Steinen beworfen.
Argentinien wird zu diesem Zeitpunkt seit zwei Jahren von einer Militärdiktatur regiert, den Machthabern kommt der erste WM-Titel politisch gerade recht. Die Umstände bleiben bis heute obskur: Im letzten Gruppenspiel gegen Peru muss Argentinien mit vier Toren Unterschied gewinnen, am Ende steht ein 6:0. Im Endspiel erzielt Torschützenkönig Mario Kempes zwei Treffer, ehe im Konfettiregen gefeiert wird.
Diego Maradona befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft und liefert im Finale ab. Die 114.000 Fans in Mexiko-Stadt bejubeln fast ausschließlich den Argentinier, doch die deutsche Mannschaft unter Teamchef Franz Beckenbauer macht aus einem 0:2 ein 2:2. Dann schickt Maradona Jorge Burruchaga auf die entscheidende Reise. „Toni, halt den Ball!“, fleht TV-Kommentator Rolf Kramer, doch Toni Schumacher ist machtlos.
Nur vier Jahre später gelingt Deutschland die Revanche. Diesmal ist Lothar Matthäus der überragende Mann des Turniers und führt das DFB-Team zum dritten Titel. Im Finale verwandelt Andreas Brehme eiskalt einen umstrittenen Elfmeter, Maradona weint nach dem Schlusspfiff bittere Tränen auf dem Rasen.
Spanien erreicht erstmals überhaupt ein WM-Halbfinale und marschiert von dort direkt zum Titel durch. Zwischen den Europameistertiteln von 2008 und 2012 krönt das Team von Trainer Vicente del Bosque damit seine goldene Ära, entschieden durch Andrés Iniestas Treffer in der 116. Minute. Argentinien spielt bei diesem Turnier mit Maradona als Trainer keine Rolle mehr und scheidet im Viertelfinale mit 0:4 gegen Deutschland aus.
Zum bislang letzten Mal steht Argentinien in einem WM-Finale, das als eines der besten Endspiele überhaupt gilt. Bis zur 80. Minute führt das Team um Lionel Messi komfortabel mit 2:0, ehe Kylian Mbappé binnen kürzester Zeit doppelt trifft. Auch Messis Treffer zum 3:2 in der Verlängerung bringt keine Entscheidung, da der Franzose erneut ausgleicht. Erst im Elfmeterschießen behält Argentinien die Oberhand, nachdem Kingsley Coman und Aurélien Tchouaméni scheitern. Messi wird damit erstmals Weltmeister, Argentinien holt zum dritten Mal den Titel.
Live


Live


Live



































