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·23. Mai 2026

Finaltag: Cottbus und 1860 patzen – Sieben Klubs lösen Pokalticket

Artikelbild:Finaltag: Cottbus und 1860 patzen – Sieben Klubs lösen Pokalticket

Am "Finaltag der Amateure" gab es direkt zu Beginn die große Überraschung: Cottbus verpasste nach dem Zweitliga-Aufstieg den Titelgewinn und unterlag Oberligist Krieschow mit 1:2. Auch 1860 musste im Elfmeterschießen gegen Würzburg eine Niederlage hinnehmen, war aber wie der FCE bereits für den DFB-Pokal qualifiziert. Besser machten es Mannheim (3:0 gegen den VfR Mannheim), Rostock (3:0 gegen Pastow), Aue (2:0 gegen Zwickau), Viktoria Köln (6:5 nach Elfmeterschießen gegen Fortuna Köln), Saarbrücken (4:2 gegen Homburg), Wiesbaden (2:1 gegen Fulda) und Verl (3:0 gegen Lotte), die damit allesamt das Ticket für den DFB-Pokal lösten. Auch der bereits qualifizierte MSV Duisburg (4:1 gegen St. Tönis) ging als Sieger vom Platz. 

Cottbus 1:2 Krieschow: Energie patzt nach Aufstiegsparty

Nach einem ausgiebigem Party-Marathon habe Cottbus vor dem Pokalfinale erst einmal wieder "laufen lernen" müssen, wie Co-Trainer Tobias Röder am Donnerstag sagte. Das hatte allerdings nicht so gut geklappt, denn der bereits für den DFB-Pokal qualifizierte Aufsteiger ging früh in Rückstand. FCE-Keeper Böhnke kam bei einer Flanke nicht an den Ball, sodass der überraschte Rorig die Kugel im eigenen Netz versenkte (11.). Bis zur ersten Großchance des Favoriten dauerte es lange – Aufstiegsheld Boziaris prüfte VfB-Keeper Mellack (32.). Dann ein Schock für Energie: Gestützt von Betreuern musste Boziaris das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen (44.).


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Mehrfach beschwerten sich die Lausitzer, bei denen Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz auf der Tribüne saß, um Röder aus Dankbarkeit den Vortritt zu lassen, über ausbleibende Elfmeter-Entscheidungen (48./51./54.). Und dann das: Über Pahlow und Pereira rollte der Konter der Gäste, an dessen Ende Michalsky die Kugel nur noch zum 0:2 aus Cottbusser Sicht über die Linie drücken musste (60.). Energie suchte vermehrt den Weg nach vorne – und nach Foul an Moustfa verwandelte Biankadi einen fälligen Elfmeter (71.). Cottbus drückte und drückte, aber letzten Endes jubelte Krieschow. Weil Mellack in der siebten Minute der Nachspielzeit einen Kopfball an die Latte lenkte! Der Oberligist feierte einen überraschenden Sieg und damit seinen ersten Titel in der Landespokal-Geschichte. Der FCE hingegen ging im 13. Finale erstmals als Verlierer vom Platz.

VfR Mannheim 0:3 SV Waldhof: Buwe jubeln im Stadtderby

Das Stadtderby in Mannheim wurde im Vorfeld aufgrund der frühen Anstoßzeit als "El Frühstücko" tituliert. Als schläfrig erwies sich die Partie jedoch keinesfalls. Der Drittligist drängte früh nach vorne und belohnte sich durch Boyd, der zentral vor dem Strafraum angespielt wurde. Der erfahrene Stürmer drehte sich geschickt in eine Lücke der VfR-Abwehr und schweißte die Kugel in den Winkel (18.). Der Waldhof diktierte das Spielgeschehen, weil vom VfR in der Offensive nicht viel kam. Aber auch der Favorit zeigte Nachlässigkeiten und ließ die Hausherren durch fehlende Kaltschnäuzigkeit ins Spiel kommen.

Weitere Torgefahr strahlten beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel aber nicht aus. Viel brauchte der Waldhof aber auch nicht, denn Bierschenk verwertete eine Vorlage von Thalhammer mustergültig und wuchtig ins kurze Eck (70.). Das innerstädtische Duell der Mannheimer war damit vorzeitig entschieden – und Rieckmann erhöhte freistehend vor dem Tor nach Vorlage von Boyd auf 3:0 (84.). Der Favorit aus der 3. Liga buchte neben dem Titeltriumph das Ticket für die 1. Runde im DFB-Pokal. Für Trainer Luc Holtz war es vermutlich das letzte Spiel.

Pastow 0:3 Rostock: Kogge ohne Probleme

Daniel Brinkmann wird die Hansa-Kogge als Cheftrainer in die neue Saison führen. Vorher konnte der 40-Jährige seinen zweiten Titel im Landespokal klarmachen, was Pastow wiederum verhindern wollte – und schon früh retteten die Hausherren auf der Linie gegen Fatkic (8.). Bis zum Torjubel dauerte es jedoch nicht lange: Harenbrock gab in Folge einer kurzen Eckballvariante den Ball zu Kunze in den Rückraum, der das Spielgerät im Netz unterbrachte (17.). Ein zweiter Treffer von Holten zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht (20.). Das Spielgeschehen flachte ab, weil Pastow mutiger wurde – kurz vor der Pause traf Ex-Profi Kocer aber nur das Außennetz (37.).

Mit Beginn der zweiten Hälfte wollten die favorisierten Rostocker schnell alle Zweifel aus dem Weg räumen. Holten umkurvte SVP-Keeper Zimmermann und erhöhte (48.). Wenig später zog Krauß ab und platzierte die Kugel im langen Eck, wodurch die Partie vorzeitig entschieden war (57.). Die Kogge spielte das Pokalfinale im Anschluss souverän herunter und holte sich wie im Vorjahr den Titel, der für den Fünftplatzierten ebenfalls mit der Qualifikation für den DFB-Pokal einhergeht, zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte.

Zwickau 0:2 Aue: Veilchen beenden Abstiegssaison mit Titel

In Zwickau lief Erzgebirge Aue zum vorerst letzten Mal als favorisierter Drittligist auf, aber die Veilchen starteten abwartend. Mehr Ballbesitz sicherten sich zu Beginn die Schwäne. Allerdings entstanden auf beiden Seiten nur Halbchancen, die bei den Gästen aus Aue tendenziell gefährlicher waren. Und dann zauberten die Veilchen einmal kurz: Simnica schüttelte sich eine butterweiche Flanke auf Collins aus dem Fußgelenk, der FSV-Keeper Hiemann mit einem Lupfer bezwang (31.). Zwickau war um eine Reaktion bemüht, konnte aber keine Gefahr entwickeln.

Daran änderte sich auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts. Trotz optischer Überlegenheit fanden die Schwäne Bemühungen keine Lücke im Auer Defensivverbund. Erst in der 88. Minute ging wieder ein Raunen durch das Stadion, nachdem ein Freistoß von Mertens an die Latte geprallt war. Kurz danach machte Aue durch einen Kopfball von Bär dann alles klar (90.+2). Es ist der erste Landespokal-Sieg der Veilchen seit 2016. Nach zuletzt zwei Finalpleiten in Folge zieht Aue damit wieder in den DFB-Pokal ein und beendet die Abstiegssaison mit einem Erfolgserlebnis.

Duisburg 4:1 St. Tönis: Doppelschlag nach der Pause

Zum zweiten Mal in Folge standen die Zebras im Landespokalfinale, aber zum ersten Mal seit 2017 winkte der Titel. Und es dauerte nicht lange, bis der Tabellenvierte der 3. Liga in Führung ging: Symalla startete auf der Außenbahn durch und legte auf Sussek quer, der nur noch einschieben brauchte (4.). In der Folge entwickelte sich ein Sommerkick zwischen beiden Teams, der in der 33. Spielminute kurz unterbrochen wurde: Sussek wurde im Strafraum gefoult und es gab Elfmeter – der fünfte Strafstoß im sechsten Landespokalspiel, während die Zebras in der Liga keinen einzigen Pfiff bekamen. Casar nahm sich der Sache an und traf vom Punkt (34.).

Direkt nach der Pause machten die Meidericher dann endgültig alles klar: Erst traf Sussek auf Vorlage von Krüger zum 3:0 (47.), dann legte er für Symalla vor (50.). Anschließend tat sich vor 18.972 Zuschauern nicht mehr viel, erst in der Schlussphase wurde es nochmal laut in der Arena, als Tönis nach 88 Minuten durch Romero den Ehrentreffer erzielte. Zuvor war er von Schlicke angeschossen worden. Für die Zebras ist es der erste Landespokal-Gewinn seit 2017, das Ticket für den DFB-Pokal hatten sie bereits über die Liga gelöst.

Fortuna Köln 5:6 (n.E.) Viktoria Köln: Schulz wird zum Helden

Am Mittelrhein stand ein Stadtduell an, das in der kommenden Saison zum Drittliga-Alltag gehören wird. Eine Begegnung, die schon jetzt auf Augenhöhe stattfand, denn echte Spielvorteile konnte sich in der Anfangsphase kein Team sichern – einen gefährlichen Schuss aufs Tor gab es in den ersten 30 Minuten nicht. Im letzten Drittel des Spiels gelang es der Viktoria, den Stadtrivalen etwas tiefer in die eigene Hälfte zu drücken. Zählbares sprang für die Drittliga-Domstädter dabei jedoch nicht heraus.

Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es die erste Chance, als Thier an Schulz scheiterte. Die Partie nahm nun Fahrt auf, und nach knapp 80 Minuten kam auch die Viktoria zu einer guten Gelegenheit: Freistehend vor Winkler versagten Otto die Nerven. Nur zwei Minuten später hatte Tonye das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch zunächst an der Latte und wurde dann abgedrängt. In der Nachspielzeit verpasste auch Münst das 1:0, während auf der anderen Seite Al Ghaddioui verzog.

So ging es in die Verlängerung, in der die Viktoria weiterhin den Ton angab. Torchancen blieben allerdings  bis auf einen Dietz-Kopfball nach 120 Minuten – Mangelware. Die Entscheidung fiel somit im Elfmeterschießen. Dort verwandelten auf beiden Seiten zunächst die ersten fünf Schützen, sodass es auch vom Punkt in die Verlängerung ging. Und während Sachse traf, scheiterte Galjen an Schulz. Damit verteidigte die Viktoria den Titel und zieht anstelle des künftigen Ligarivalen in den DFB-Pokal ein.

Saarbrücken 4:2 Homburg: FCS dreht das Spiel

Im heimischen Ludwigspark erwischte der FCS eine kalte Dusche und geriet bereits nach zwei Minuten in Rückstand. Nach einem Fehler im Spielaufbau kam der Ball zu Inanoglu, der zum 1:0 für den Viertligisten traf. Die Saarbrücker waren anschließend um eine schnelle Antwort bemüht, fanden aber keine Lücke und nahmen das frühe 0:1 – begleitet von Pfiffen – mit in die Pause.

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt dann aber binnen drei Minuten: Erst traf Pick zum Ausgleich (53.), dann erzielte Naifi die Führung (56.). Und nach 70 Minuten war dann alles klar: Brünker vollendete einen Konter zum 3:1. Sieben Zeigerumdrehungen später legte Baumann dann noch das 4:1 nach und machte den 13. Landespokal-Titel des FCS sowie den Einzug in den DFB-Pokal endgültig perfekt. Das 2:4 in der Nachspielzeit durch Inanoglu fiel dann nicht mehr schwerer ins Gewicht.

Würzburg 5:3 (n.E.) TSV 1860: Löwen geben Führung aus der Hand

Durch die Amateurmeisterschaft der Kickers in der Regionalliga Bayern waren beide Klubs bereits vor dem Spiel für den DFB-Pokal qualifiziert. Dennoch wollten die Löwen unbedingt einen guten Saisonabschluss und traten entsprechend engagiert auf. Erst verpasste Haugen gleich zweimal das 1:0 (18. / 32.), dann stand der Norweger nach einer Vorlage von Steinkötter genau richtig und köpfte zur Führung ein (39.).

Nach der Pause verpasste Steinkötter zunächst das 2:0, als Kurzweg vor der Linie retten konnte (48.). Auf der anderen Seite hatte 1860 dann Glück, dass Nischalke nur den Pfosten traf (59.). Die Kickers wurden nun immer stärker und drängten auf den Ausgleich. 1860 hielt aber Stand, verlor jedoch Jacobsen, der verletzt raus musste (74.). In der 89. Minute dann aber doch der Gegentreffer: Bonga traf aus zehn Metern, nachdem die Löwen den Ball nicht geklärt bekamen. Direkt im Gegenzug vergab Haugen alleine vor dem Tor, sodass es direkt ins Elfmeterschießen ging. Während Haugen und Rittmüller trafen, scheiterten Hobsch und Jakob. Und weil Würzburg viermal traf, krönten sich die Kickers zum Pokalsieg. Der TSV verpasste damit den zweiten Titel der Vereinsgeschichte.

Verl 3:0 Lotte: Sportclub erstmals seit 2019 wieder im DFB-Pokal

Im heimischen Stadion erwischte die Verler einen Traumstart und durften bereits nach drei Minuten das 1:0 bejubeln. Nach einem Fehler von Keeper Böggemann reagierte Otto am schnellsten und traf zum 1:0. Auch danach blieben die Hausherren das aktivere Team, trafen einmal den Pfosten und belohnten sich kurz vor der Pause mit dem 2:0 durch Taz.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war die Partie dann endgültig entschieden. Wieder war Taz zur Stelle und blieb vor Böggemann höchst souverän (50.). Verl gab sich damit aber noch nicht zufrieden und hatte Chancen auf weitere Tore. Die beste Gelegenheit bot sich Japaur nach 72 Minuten vom Punkt, er scheiterte jedoch an Böggemann, der den Strafstoß zuvor verursacht hatte. Es bleib danach beim 3:0. Mit dem ersten Landespokal-Gewinn seit 2007 steht der SCV erstmals nach sieben Jahren wieder im DFB-Pokal.

Fulda-Lehnerz 1:2 Wiesbaden: SVWW verteidigt Titel

In Offenbach tat sich bei sommerlichen Temperaturen zunächst nichts, ehe Wiesbaden mit der ersten echten Chance in Führung ging. Nach einer Flanke von Flotho stand Janitzek genau richtig und brachte den Ball zum 1:0 im Tor unter (38.).

Direkt nach der Pause dann aber die Antwort des Viertligisten: Mithilfe des Innenpfostens beförderte Pomnitz das Leder über die Linie. Geschockt war der SVWW allerdings nicht – und ging nach einer Stunde erneut in Führung. Schleimer war zur Stelle, nachdem erneut Flotho vorbereitet hatte. Damit verteidigte der SVWW den Titel, gewann diesen zum 9. Mal und steht im DFB-Pokal.

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