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·3. Oktober 2026
Foden zum FC Bayern? Das Münchner Nein auf ein englisches Gerücht

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·3. Oktober 2026

München. Seit Mittwoch kursiert in englischen und deutschen Medien eine Geschichte, die verlockend klingt: Der FC Bayern beobachte die Lage bei Manchester City genau und würde sich um Phil Foden bemühen, falls der Klub nach dem Schuldspruch im Verfahren um die Finanzregeln Spieler verkaufen muss. Vincent Kompany, früher Kapitän in Manchester und Mitspieler von Foden, gelte als großer Fan. Inzwischen gibt es eine Gegenstimme, die schwerer wiegt als das Ursprungsgerücht.
Die Meldung stammt vom englischen Portal TEAMtalk und wurde von zahlreichen Seiten übernommen. Demnach habe Bayern Foden als Spieler identifiziert, an dem man interessiert wäre, sollte City bereit oder gezwungen sein zu verkaufen. Ein Angebot oder eine formelle Anfrage gibt es nicht – das räumen auch die englischen Wiedergaben ein. Caughtoffside spricht von einer Situation, die man „beobachten“ müsse, keiner laufenden Verhandlung.
Die Bedingung ist dabei entscheidend. Manchester City wurde von einer unabhängigen Kommission in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen, ein Strafmaß gibt es nicht, der Klub geht in Berufung. Bleibt City in der Premier League und im Europapokal, gibt es kaum einen Grund, warum Foden gehen sollte. Der 26-Jährige ist seit 2008 im Klub, lebenslanger City-Fan und hat erst im Sommer bis 2030 verlängert.
Die Münchner Sicht hat inzwischen Bild-Reporter Christian Falk geliefert. Konkrete Bemühungen um Foden gebe es nicht, weil „der FC Bayern keinen Spieler seiner Kategorie sucht“. Seine Begründung ist eine Kaderanalyse: Bayern suche lediglich einen Backup für Luis Díaz auf dem linken Flügel. Im Zentrum seien Serge Gnabry und Jamal Musiala gut besetzt. „Auf rechts hat Bayern mit Michael Olise den aktuell vielleicht besten Flügelspieler Europas.“ Sein Fazit: „Foden ist aktuell bei Bayern daher kein Thema.“
Die Argumentation ist schlüssig, auch wenn sich die Lage im Moment anders anfühlt. Musiala fällt nach seinem Muskelfaserriss in der Nationalmannschaft drei bis vier Wochen aus. Gnabry hat für Deutschland gerade erstmals die Kapitänsbinde getragen. Und Olise erzielte für Frankreich in einer Woche das Siegtor gegen Belgien und einen Treffer gegen Italien. Für eine Offensivposition, auf der Foden spielen würde, ist in München tatsächlich wenig Platz.
Das Wort „aktuell“ in Falks Satz ist das, worauf es ankommt. Das Strafmaß gegen City ist noch nicht verhängt, die Berufung läuft, eine endgültige Entscheidung könnte Monate oder Jahre dauern. Sollte am Ende eine Sanktion stehen, die City zu Verkäufen zwingt, sähe der Markt anders aus – für Foden und für alle Klubs, die ihn bisher nur aus der Ferne betrachten konnten. Arsenal, Chelsea und Tottenham hatten in der Vergangenheit bereits Interesse gezeigt.
Bis dahin bleibt das, was diese Geschichte seit Mittwoch ist: ein Gerücht zweiter Ordnung. Es hängt an einer Strafe, die es noch nicht gibt, betrifft einen Spieler, der nicht wechseln will, und einen Klub, der laut seinem bestinformierten Beobachter keinen Bedarf hat. Gute Schlagzeile, wenig Substanz.







































