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·28. August 2026

Franjic im Interview: "Die Kulisse in Duisburg schreckt uns nicht ab"

Artikelbild:Franjic im Interview: "Die Kulisse in Duisburg schreckt uns nicht ab"

Ivan Leon Franjic (28) ist zurück bei den Würzburger Kickers und zeigte sich vom Saisonstart weg torhungrig. Im Interview mit liga3-online.de spricht der Mittelfeldspieler über den Pokal-Fight den 1. FC Köln, den Top-Saisonstart und die Rückkehr zu seinem Herzensverein.

"Jeder soll wissen, dass es gegen Würzburg nicht einfach wird"

liga3-online.de: Herr Franjic, Vormittagstraining beendet – und dann gleich zu uns ins Interview?


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Ivan Leon Franjic: (lacht) Genauso sieht es aus…wir hatten Training und wir haben uns auf das Spiel in Duisburg vorbereitet.

Prima! Auch wenn Sie selbst nur 19 Minuten und in der Schlussphase im Einsatz waren, was bleibt an Erkenntnissen für Sie vom Pokal-Fight vom vergangenen Montag gegen den 1. FC Köln, als sie beim 1:2 nur knapp an der Sensation vorbeigeschrammt sind?

Als allererstes: Meinen Riesen Respekt an die Mannschaft, die toll gekämpft hat! Über 90 Minuten hat man keinen Unterschied von zwei Ligen zwischen den beiden Teams gesehen. Wir haben es den Kölnern sehr schwer gemacht, spielten aus einer kompakten Defensive heraus, keiner war sich zu schade, das eigene Tor zu verteidigen.

Die Drittliga-Klubs haben in der ersten Runde im DFB-Pokal durchaus überzeugt. Was ist die große Stärke der Liga?

Wow, gute Frage! Tja, die 3. Liga wird von Jahr zu Jahr stärker, die individuelle Klasse der Spieler wird stetig besser. Das siehst du dann in Spielen wie gegen Köln. Du merkst, dass es nicht mehr so einfach ist für die Erstligisten oder für Zweitliga-Klubs, einen Drittligisten mit fünf oder sechs Toren abzuschießen.

Sie sind mit den Würzburger Kickers besser in die 3. Liga gestartet als alle anderen Aufsteiger, ein Sieg, ein Remis. Wie fühlt sich das an und was können die Fans von den Kickers in dieser Saison erwarten?

Natürlich hört sich das sehr, sehr positiv an. Gegen den FC Ingolstadt lagen wir bei extremen Wettbedingungen (Sommerliche Hitze um 30 Grad; d. Red.) zwei Mal hinten und sind zwei Mal zurückgekommen, hatten dann noch die Chance zum Sieg. Das erste Heimspiel war ein Flutlichtspiel am Freitagabend, da wollten wir einfach an diese Leistung anknüpfen. Wie ich schon sagte, galt es für uns, als Mannschaft kompakt zu verteidigen und nach vorn unsere Spielzüge zu vollenden. Was die Erwartungshaltung angeht, so wollen wir der Stadt und den Fans zeigen, dass alles dafür tun werden, die Klasse zu halten. Wir wissen, wo wir herkommen, aber wir sind motiviert und wollen es den Favoriten schwer machen. Jeder soll wissen, dass es gegen Würzburg nicht einfach wird. Das ist unser Ziel.

Nach zwei Jahren sind Sie zurück in Würzburg, hatten mit 16 Toren in 66 Spielen Ihre erfolgreichste Zeit, jetzt stehen Sie bei zwei Toren aus zwei Spielen. Das ist ein toller Start. Aber was war ausschlaggebend für die Rückkehr?

Erstmal, dass ich eine sehr erfolgreiche Zeit hier hatte. Ich hatte aber auch eine Menge Tor-Vorlagen in zwei Spielzeiten (36 in zwei Regionalliga-Spielzeiten; d. Red.). Die Gespräche mit dem Trainer waren sehr, sehr positiv. Er ist für mich ein besonderer Trainer, weil er mit jedem Spieler klarkommt. Das ist mit 25 Spielern in einer Mannschaft nicht immer einfach. Ich habe in meiner Karriere noch nie einen Trainer erlebt, der mit jedem einzelnen Spieler so gut umgehen kann. Das hat mich einfach überzeugt. Dann bin ich hierher mit dem Bewusstsein gekommen: Hey, ich hatte hier eine super Zeit! Von daher denke ich, dass ich der Mannschaft helfen kann, jedes Spiel zu gewinnen.

"Hier hatte ich in meiner Karriere die beste Zeit"

Trainer Michael Schiele hat bei Ihrer Rückkehr gesagt, dass Sie "für den Verein brennen". Wie sehr ist Würzburg ein Herzensverein für Sie?

Ich hatte in meiner Karriere hier meine beste Zeit, der Verein, die Mannschaft wirkt harmonisch, ich mag es, hier zu leben, ich mag die Stadt, es passt einfach.

Sie haben vorher unter anderem bei Bayer Leverkusen, beim 1. FC Saarbrücken, Eintracht Braunschweig, beim FSV Frankfurt und bei Naestved BK in Dänemark gespielt, das sind allesamt Vereine mit den verschiedensten Identitäten. Was haben Sie wo an Erfahrungswerten?

Dazu spezifisch etwas zu sagen, ist schwer…

Versuchen Sie es gerne!

Überall nimmst du etwas mit, ganz egal, ob in Braunschweig, einem Verein, der viel größer ist als der FSV Frankfurt, oder anderswo. Ich habe auf meinen Stationen als Profi überall versucht, das Positive für mich herauszuziehen – auch, wenn es mal nicht so gut lief. Ich habe immer weitergemacht, das war und ist die Motivation, die ich tagtäglich habe. Ich brenne für das Fußballspielen.

Vor Ihrem Wechsel zurück nach Würzburg spielten sie beim SV Wehen Wiesbaden und schnürten am zweiten Spieltag beim 4:0-Erfolg gegen ihren Ex-Verein einen Doppelpack, was Ihnen in zwei Jahren in Hessen nie gelungen war. Ein besonderes Spiel für Sie?

Auf jeden Fall! Das war das eines der absolut besonderen Spiele der letzten Jahre für mich, in Wiesbaden hatte ich, sagen wir mal so, nicht die beste Zeit.

Warum?

Da gab es verschiedene Situationen, die nicht so gut waren, da will man es dann dem Ex-Verein ganz besonders zeigen. Dass mir dann zwei Tore gelungen sind, zeigt, dass der Fußball die besten Geschichten schreibt. Es war für mich ein wunderschöner Abend.

Der nächste Gegner heißt MSV Duisburg und ist mit zwei Siegen gestartet. Wie werden Sie diese Partie angehen?

Wir werden ohne Angst nach Duisburg fahren, denn wir haben nichts zu verlieren. Der MSV Duisburg ist Favorit. Sie spielen zu Hause und vor einer für die 3. Liga unglaublichen Kulisse, doch das schreckt uns nicht. Wir werden versuchen, das Spiel zu gewinnen.

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