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·31. Januar 2026
Freude, Zittern und eine überragende Leistung- Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Wolfsburg

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Marie Reiners
31 Januar, 2026
Nach dem frühen 1:0-Treffer von Linton Maina versäumten es die Geißböcke, nachzulegen. In Halbzeit zwei wackelte die Führung enorm. Dennoch zeigten einige Akteure durchaus starke Leistungen: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg.

Marvin Schwäbe freut sich mit seinen Teamkollegen über den Sieg gegen den VfL Wolfsburg
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Die Zuschauer haben am Freitagabend zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten des 1. FC Köln gesehen. In Halbzeit eins performte der FC mit der spielerisch wohl besten Leistung des neuen Jahres, dafür war in der zweiten Halbzeit Zittern angesagt. Letztendlich können sich die Spieler kämpferisch und hinsichtlich der Arbeitseinstellung nichts vorwerfen und die Punkte bleiben in Köln. Das Duell wurde zu einem Arbeitssieg, der durch Torwart Marvin Schwäbe über die Zeit getragen wurde.

Verantwortlich für den Sieg der Kölner. Hatte 85 Minuten nichts Nennenswertes auf den Kasten bekommen und wurde in der Schlussphase „Man of the Match“. Bewies erneut seine Stärke auf der Linie und wehrte jeden Ball im Powerplay der letzten Minuten ab.

Wuselig beschreibt Kristoffer Lund gegen die Wölfe ganz gut. War irgendwie überall und ackerte. Übernahm in der Viererkette die linke Schiene und mischte vor allem in Halbzeit eins die Offensive durch seine Flanken auf, tauchte aber auch das ein oder andere Mal vor dem Tor auf. Fehlte im Abschluss die Entschlossenheit. Warf sich in Halbzeit zwei in Bälle, auch wenn er viele der Ballbesitzverluste vorher verschuldete.

Brauchte eine kurze Einspielzeit, um ins Spiel zu finden. Wurde aber im Spielverlauf selbstbewusster und machte einen soliden Job neben Sebastian Sebulonsen. Wurde nicht oft gefordert, war aber zur Stelle, wenn der FC ihn brauchte. Fing viele Bälle ab, war nah am Gegner und hat immer einen Fuß oder seinen Körper zwischen Ball und einem Wolfsburger. Er war wohl der Einzige, der seine Performanz in Halbzeit zwei steigerte. Unsicherheit schlich sich hin und wieder im Aufbauspiel oder im direkten Passspiel ein.

Kölns absoluter Abwehrchef in der Viererkette heute: Sebastian Sebulonsen. Als sichere Säule auf letzter Line brauchte der FC einen hellwachen Innenverteidiger. Fing beinahe jeden Ball ab, glänzte im direkten Eins-gegen-Eins Situationen mit Aggressivität. Das galt zumindest für die erste Halbzeit. Schob in der zweiten Spielhälfte zu oft, zu leichtsinnig aus der Kette hoch, wodurch die Kölner immer wieder in gefährliche Konter liefen.

Drängte sich auf der linken Abwehrseite richtig auf und konnte an seine starken Leistungen wie schon gegen Freiburg anknüpfen. Verpasste im Aufbauspiel anfangs in einer Eins-gegen-Eins-Situation den Moment des Abspielens, woraufhin fast ein Anschlusstreffer entstand. Konnte sich ansonsten aber nicht viel vorwerfen.

Merkte man an, dass er auf der Doppelsechs zu Hause ist. Bewies einmal mehr gegen die Wölfe, warum er in die Startelf gehört. Als Motor im Zentrum mit Sicherheit nicht der auffälligste Spieler, glänzte aber unwahrscheinlich durch seine Ballsicherheit, Übersicht und Ruhe am Ball. Nahm im Arbeitsverbund mit Krauß die defensivere Rolle ein. Wirkte im Spielverlauf körperlich und mental etwas müde, wodurch sich gerade im Aufbauspiel Fehler einschlichen.

Das Wunderkind der Rückrunde: Tom Krauß. Übernahm in der ersten Hälfte ausnahmsweise den offensiveren Part und legte direkt mal den Ball zum 1:0 für Maina auf. War kämpferisch und läuferisch gegen die Wölfe einmal mehr unverzichtbar. Bewies seinen hohen Stellenwert gerade in der Schlussphase, als er mit seinen letzten Körnern die Fehler seiner Mitspieler ausbadete und immer einen Schritt schneller am Ball war als seine Gegenspieler.

Ausgerechnet der ehemalige Wolfsburger konnte gegen seinen Ex-Verein nicht an seine sonst starken Leistungen anknüpfen. Und das, obwohl er auf seiner gewohnten Position, der rechten Schiene, auflief. Wirkte in vielen Aktionen unglücklich. Kämpferisch und läuferisch kann man ihm zwar nichts vorwerfen, schien mit Ball aber oft planlos. Verhakte sich gerade in Offensivaktionen vor dem Tor immer wieder in Wolfsburger Spielern, verpasste den Moment abzuspielen, oder traf falsche Entscheidungen.

Hatte aus der Kölner Doppelspitze heraus so gut wie keine gefährlichen Abschlussaktionen. Bemühte sich mit vielen Tiefenläufen, konnte ausschließlich in Flanken-Situationen auf sich aufmerksam machen. Die großen Momente eines Stürmers blieben bei ihm aus.

Kopfballungeheur dürften ihn seine Gegner inzwischen nach der Spielanalyse nennen. Gewann im direkten Zweikampf beinahe jedes Kopfballduell und machte viele Bälle als Zielspieler fest. Zwar war der Kopf immer zur Stelle, löste heute aber wenig Torgefahr aus. Hielt sich in der zweiten Halbzeit fast ausschließlich in der eigenen Kölner Hälfte auf.

Brauchte heute nicht viel, nur den Ball und ein bisschen Platz – obwohl er auch den bei seinem Siegtor nicht benötigte. Setzte sich gegen einen, zwei, sogar drei Wölfe durch und machte den klassischen „Arjen Robben Move“. Schloss wie auch gegen die Bayern kompromisslos ab. Fiel auch sonst als der aktivste Mann in Kölns Offensive auf. Kam im Aufbauspiel viel entgegen, holte sich die Bälle ab. Verpasste kurz vor seiner Auswechslung die Chance zum 2:0: Maina machte genau das gleiche wie beim ersten Tor, nur von links.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben








































