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·22. April 2026
Frust bei Fenerbahce: Tedesco rechnet nach Pokal-Debakel gnadenlos ab – Yüksek spricht von „Schande“ vor dem Schicksals-Derby!

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Die Enttäuschung nach dem Viertelfinal-Aus im türkischen Pokal gegen TÜMOSAN Konyaspor sitzt tief in den Knochen von Fenerbahce. Trainer Domenico Tedesco sparte in der anschließenden Pressekonferenz nicht mit Kritik an der mangelnden Effizienz seiner Mannschaft. Das bittere 0:1 nach 120 Minuten sei wie ein schwerer Schlag gewesen, wobei Tedesco insbesondere die psychologischen Nachwirkungen des vorangegangenen 2:2-Unentschiedens gegen Caykur Rizespor als Belastung anführte. „Die Mannschaft hatte einen langsamen Start ins Spiel. Wir konnten nicht widerspiegeln, was wir auf dem Spielfeld wollten“, analysierte der deutsch-italienische Fußballlehrer gewohnt sachlich. Dennoch sah er in der ersten Hälfte der Verlängerung eine Phase totaler Dominanz, in der man den Gegner regelrecht hinten begraben habe. „Wenn Sie in einem solchen Ausscheidungsspiel kein Tor erzielen können, wird es für Sie sehr schwierig sein, in die nächste Runde zu kommen. Das Problem des Teams heute war, dass wir vielleicht fünf glasklare Chancen nicht verwerten konnten“, monierte Tedesco sichtlich bedient.
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Tedesco gab zudem Einblicke in seine taktischen Überlegungen, die auf ein 4-3-3-System ausgelegt waren. Ein zentraler Punkt war dabei die Rückkehr von Ismail Yüksek, den er vor dem anstehenden Derby unbedingt wieder in den Rhythmus bringen wollte. Der Nationalspieler habe laut Tedesco keine Schmerzen mehr verspürt, müsse aber wieder aktiv werden, da ein Einsatz im Derby ohne vorherige Spielpraxis ein zu großes Risiko dargestellt hätte. Des Weiteren hob der Trainer die Rolle von Matteo Guendouzi hervor, den er als „8,5er“ bezeichnete, der zeitweise sogar die Aufgaben eines klassischen Zehners übernehmen könne. Trotz dieser strategischen Ansätze blieb die Durchschlagskraft in der Offensive aus, was letztlich zum dramatischen Gegentreffer in der 120+2. Minute per Elfmeter durch Marko Jevtovic führte.

Foto: IHA
Noch deutlicher als der Trainer wurden die Spieler selbst. Ein sichtlich mitgenommener Ismail Yüksek fand nach der Partie drastische Worte für das bittere Ende und die Leistung der vergangenen Wochen. „Ein dramatisches Ende, wirklich so. Elfmeter in letzter Minute, das Tor, das wir kassiert haben, dann der Ball von der Linie. Vielleicht hätten wir ein Tor schießen können, aber es ist ein Fehler, es so weit kommen zu lassen“, gab der Mittelfeldmotor zu Protokoll. Mit schonungsloser Offenheit fügte er hinzu: „In einem Wort: Schande. Als Fußballer entschuldigen wir uns bei den Fans. Was in den letzten zwei Wochen passiert ist, ist peinlich und dieser Vereinsgemeinde nicht würdig.“ Yüksek forderte seine Teamkollegen auf, sich nun voll auf das Derby zu konzentrieren und sich ernsthafter vorzubereiten.
Auch der brasilianische Routinier Fred versuchte, die Situation einzuordnen, ohne dabei die prekäre Lage zu beschönigen. Er betonte, dass man trotz der Spielkontrolle und zahlreicher Abschlüsse erneut an der Chancenverwertung gescheitert sei. Dennoch gab er sich kämpferisch für die kommenden Aufgaben in der Liga: „Wir haben das Handtuch noch nicht geworfen. Unsere Arbeit ist schwierig, aber wir wollen das Derby gewinnen. Unser einziger Gedanke wird sein, zu gewinnen.“ Für Fenerbahce geht es nun darum, den Kopf nach dem Ausscheiden schnellstmöglich wieder aufzurichten, um nicht auch noch das letzte große Saisonziel aus den Augen zu verlieren.









































