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·25. März 2026
Fünf Gründe für den Aufschwung des F.C. Hansa Rostock

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13 Punkte aus den letzten fünf Spielen: Es läuft derzeit beim F.C. Hansa Rostock, der als Tabellensechster nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz liegt. liga3-online.de nennt fünf Gründe für den Aufschwung.
Genau vier Wochen ist es her, dass Hansa Rostock mit 0:1 bei 1860 München verloren hatte, damit zum vierten Mal in Folge sieglos geblieben und sechs Punkte hinter den Relegationsplatz zurückgefallen war. Während in ähnlichen Situationen bei einigen Klubs in der Vergangenheit bereits der Panikknopf in Form einer Trainer-Entlassung gedrückt worden ist, blieb Hansa – wie schon zu Saisonbeginn – ruhig und vertraute, dass Daniel Brinkmann die richtigen Schlüsse aus der Negativserie ziehen würde.
Und so kam es dann schließlich auch. Auf einen Sieg im Topspiel gegen Essen (3:2) folgte ein ungefährdetes 3:1 gegen Havelse, ehe die Kogge einen Punkt aus Cottbus mitnahm (0:0), furios den MSV Duisburg zerlegte (5:1) und auch in Wiesbaden (1:0) siegreich war.
Zurückzuführen ist diese Erfolgsserie unter anderem auf eine verbesserte Defensive. Kassierte Hansa zwischen dem 20. und 25. Spieltag im Schnitt noch 1,5 Gegentore pro Spiel, schlug es seitdem durchschnittlich nur noch 0,8 Mal pro Partie ein. Gleich in zwei der letzten fünf Partien blieb der FCH ohne Gegentor.
Ein Verdienst, der nicht nur auf das Konto von Torhüter Benjamin Uphoff geht, sondern auch der starken Abwehr um Victor Bergh, Florian Carstens, Ahmet Gürleyen und Jan Mejdr zu verdanken ist. Aber auch das Mittelfeld arbeitete stark nach hinten, gegen Wiesbaden galt das vor allem für Benno Dietze, der mehrmals exzellent grätschte und damit einige gefährliche Angriffe der Hausherren unterband.
Und während die Abwehr dicht hält, trifft Emil Holten auf der anderen Seite des Platzes fast wie am Fließband. Vier Tore und zwei Vorlagen steuerte der Däne zur aktuellen Erfolgsserie bei. Und immer, wenn Holten an einem Tor beteiligt war, hat Hansa dann auch gewonnen. Insgesamt netzte Holten in dieser Saison bereits zehnmal ein.
Damit hat er Rekordabgang Ryan Naderi als besten Torschützen der Rostocker in dieser Saison abgelöst und weist sogar eine bessere Torquote als der 22-Jährige auf. Denn während Naderi "nur" alle 146 Minuten getroffen hat, brauchte Holten im Schnitt nur 109 Minuten für ein Tor. Dennoch wollte Brinkmann zuletzt nicht davon sprechen, dass Holten die Lücke, die durch den Naderi-Abgang entstanden ist, geschlossen hat.
Einen klaren Elfmeter in Hoffenheim nicht bekommen, dazu sowohl in Hoffenheim als auch in München jeweils einen Strafstoß gepfiffen bekommen, die laut liga3-online.de-Experte Babak Rafati keine waren: Vom Glück bei Schiedsrichter-Entscheidungen war die Kogge zu Beginn des Jahres nicht verfolgt. Brinkmann witterte unter anderem deswegen gar bereits eine Verschwörung gegen Hansa, die sich längst in Luft aufgelöst hat.
So hätte es den Elfmeter beim Spiel gegen Essen, der zum 3:2 geführt hat, nach Einschätzung von Rafati nicht geben dürfen. Doch abgesehen von Schiedsrichter-Entscheidungen ist das Spielglück zurück, was sich zum Beispiel gegen Wiesbaden daran zeigte, dass SVWW-Stürmer Schleimer den Ball in der Nachspielzeit völlig freistehend neben den Kasten setzte. Und gegen Duisburg ging Rostock bereits nach nicht mal zwei Minuten in Führung und verwandelte zudem eine Ecke direkt.
Zu guter Letzt gelang es dem Team in den letzten Spielen auch besser, die Vorgaben von Brinkmann umzusetzen. Vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg etwa hatte der 40-Jährige "mehr Drang in die Box, mehr Flanken und einen schnelleren Torabschluss" gefordert. "Ich möchte die Jungs immer wieder daran erinnern, dass das eigentlich das Geilste im Fußball ist, ein Tor zu schießen oder vorzubereiten. Und da möchte ich, dass man das sieht, wie heiß die Spieler darauf sind." Daraufhin erzielte Hansa gleich fünf Tore – so viele wie seit neun Jahren in keinem Heimspiel mehr.
Schon Ende Februar hatte Brinkmann zudem auch mal eine "Scheißegal-Einstellung" in Form von mehr Torabschlüssen aus zweiter und dritter Reihe gefordert. "Das macht dann auch etwas mit den Fans, dann geht sofort ein Raunen durch das Stadion. Das habe ich zuletzt ein wenig vermisst." In den letzten Spielen nun aber nicht mehr.









































