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·21. August 2026
Für einen Tag zurück auf großer Bühne: "Wir werden alles reinwerfen!"

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·21. August 2026

VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Die DFB-Pokal-Teilnahme in diesem Sommer gegen Zweitligist Holstein Kiel (Samstag, 18 Uhr, db24-Ticker) dürfte aktuell vermutlich auch Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig beschäftigen: Wer bekommt eigentlich das Geld für die Pokal-Qualifikation – die alte KGaA, die sich für diesen Wettbewerb qualifzierte, oder doch die neue Fußballfirma des e.V.?
Für die Teilnahme an der ersten Hauptrunde werden 228.189 Euro ausgeschüttet, für den Einzug in die zweite Runde gäbe es für die Löwen weitere 456.377 Euro.
Zumindest für einen Tag kehrt der TSV 1860 nun auf die große Fußballbühne zurück inklusive Übertragung auf Sky – und will dem Favoriten aus dem Norden natürlich ein Bein stellen. „Für den Verein, für den Klub, für uns Spieler ist das ein Highlight-Spiel. Wir werden alles reinwerfen“, verspricht Rechtsverteidiger Julian Bell auf db24-Anfrage: „Es ist auf alle Fälle was möglich. Wir geben Vollgas.“
Die großen Zeiten im DFB-Pokal sind für die Löwen allerdings längst vorbei. Der Pokalsieger von 1964 konnte sich in den vergangenen drei Jahren gar nicht für den Wettbewerb qualifizieren. Seit dem Zweitliga-Abstieg 2017 erreichten die Sechzger unter Michael Köllner nur einmal das Achtelfinale, in dem sie dem Karlsruher SC zu Corona-Zeiten unglücklich mit 0:1 unterlagen. In vier Erstrunden-Partien war jeweils Endstation – darunter im Sommer 2022 beim 0:3 gegen Borussia Dortmund im heimischen Grünwalder Stadion.
Der größte Pokal-Erfolg der vergangenen 20 Jahre war der Viertelfinal-Einzug in der Saison 2007/08. Im Februar 2008 trafen die Löwen auf den Stadtrivalen FC Bayern und schieden in der ausverkauften Allianz Arena erst in der Verlängerung durch einen umstrittenen Elfmeter in der 120. Minute mit 0:1 aus.
Auch zu vergleichbaren Bayernliga-Zeiten in den 80er Jahren gab es packende Pokalspiele auf Giesings Höhen. Kurz nach dem Zwangsabstieg 1982 schafften es die Löwen bis ins Achtelfinale. Dort war am 18. Dezember 1982 allerdings Endstation: Vor 5.500 Fans im Grünwalder Stadion verlor 1860 mit 1:3 gegen den VfL Bochum, nachdem Hans-Peter Alt die Sechzger per Elfmeter noch in Führung gebracht hatte.
Ebenfalls im Achtelfinale stand der TSV 1860 in der Saison 1989/90 dem SV Werder Bremen auf Giesings Höhen gegenüber. Vor 27.500 Besuchern verlor der Giesinger Bayernligist mit 1:2 gegen die Norddeutschen. Nachdem Armin Störzenhofecker die Blauen in Führung geschossen hatte, drehten Marco Bode und Karl-Heinz Riedle die Partie. Es war trotzdem einer dieser magischen Pokalabende im Grünwalder Stadion.
PS: Die Kieler brauchen übrigens ihr komplettes Gäste-Kontingent. Damit ist der Ostbereich mit 1.500 Fans ausverkauft.







































