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·23. September 2026
Stadion 1860 München: Das Grünwalder Stadion als Heimat des TSV 1860

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·23. September 2026

Das Stadion 1860 München ist das Stadion an der Grünwalder Straße, offiziell „Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße“: Seit 1911 ist es die Heimat des TSV 1860 München in Giesing, fasst 15.000 Zuschauer und gilt als das älteste noch genutzte Fußballstadion Münchens. Für Fans des TSV 1860 München, Fußballinteressierte, Besucher des Grünwalder Stadions und alle, die mehr über Geschichte, Architektur und Zukunft dieses Ortes wissen möchten, ist es weit mehr als eine Sportstätte – es ist Herzstück, Denkmal und ein prägender Teil der Münchner Fußballtradition.
Dieser Artikel führt durch mehr als 110 Jahre Stadiongeschichte, erklärt die architektonischen und baulichen Besonderheiten, beleuchtet aktuelle Ausbaupläne sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen und gibt praktische Hinweise zu Lage, Anreise, Atmosphäre, Fan-Erlebnis und weiteren Nutzern des Stadions. Gerade weil das Grünwalder Stadion sportliche Heimat der Löwen, kulturelles Wahrzeichen und zugleich Gegenstand aktueller Modernisierung ist, bleibt die Frage nach seiner Entwicklung für viele Münchner und Fußballfans besonders relevant.

Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße 2–4 liegt mitten im Münchner Stadtteil Untergiesing-Harlaching – eingebettet zwischen Wohnhäusern, Kneipen und dem pulsierenden Alltag Giesings. Eigentümer ist die Stadt München, Hauptnutzer seit Jahrzehnten der TSV 1860 München. Die aktuelle Zuschauerkapazität beträgt 15.000 Plätze, aufgeteilt in rund 5.740 Sitzplätze und etwa 4.500 Stehplätze, womit das Stadion derzeit für Spiele bis zur 3. Liga zugelassen ist. Es ist das älteste noch genutzte Fußballstadion in München.
Wenn Fans vom Stadion 1860 München sprechen, meinen sie genau diesen Ort – obwohl der offizielle Name „Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße“ lautet. Im Volksmund heißt es schlicht Grünwalder Stadion oder Sechzgerstadion. Die Verwechslung mit dem Vorort Grünwald liegt nahe, doch das Stadion steht fest in Giesing, benannt nach der Grünwalder Straße, an der es sich erhebt.
Neben dem TSV 1860 nutzen je nach Saison auch der FC Bayern München (zweite Mannschaft, Frauen) und weitere Amateure die Spielstätte. Atmosphäre und Image sind unverwechselbar: eng, laut, traditionell, nah am Rasen – ein echtes Viertelstadion, das sich bewusst von den modernen Arenen der Landeshauptstadt abhebt.
Die Geschichte des Grünwalder Stadions beginnt 1911, als der TSV 1860 München den Sportplatz an der Grünwalder Straße errichtete. Zunächst bestand die Anlage aus einer einfachen Holztribüne – im Volksmund liebevoll „Zündholzschachterl“ genannt – und Stehplätzen für wenige Tausend Zuschauer. Das Stadion wurde ursprünglich vom TSV 1860 München erbaut und prägte von Beginn an die Identität des Vereins.
1922 erwarb der Turnverein das Grundstück für rund 700.000 Reichsmark. In den Jahren 1925 und 1926 folgten massive Erweiterungen: Eine überdachte Sitztribüne für etwa 1.600 Besucher entstand, dazu eine gewaltige Stehhalle. Das Fassungsvermögen wuchs auf circa 35.000 Plätze – das Stadion hatte früher eine Kapazität von bis zu 35.000 Plätzen und war damit die größte Sportstätte Süddeutschlands. Ab 1925 spielte auch der FC Bayern München seine Heimspiele auf Giesings Höhen; das Stadion war bis 1972 das größte in München.
1937 verkaufte der TSV 1860 das Stadion aus finanzieller Not an die Stadt München – ein Schritt, der bis heute die Eigentumsverhältnisse prägt. 1943 wurde das Stadion durch Bombenangriffe stark beschädigt, große Teile der Tribünen und Anlagen lagen in Trümmern. Bereits 1945 wurde der Spielbetrieb notdürftig wieder aufgenommen. Am 14. März 1948 erlebte das Stadion seinen historischen Höhepunkt: Beim Spiel TSV 1860 gegen den 1. FC Nürnberg strömten über 58.000 Zuschauer in die noch nicht vollständig sanierte Arena – der Zuschauerrekord von 58.000 wurde 1948 aufgestellt und gilt bis heute.
Die 1960er Jahre brachten sportliche Höhen: 1966 wurde der TSV 1860 Deutscher Meister, das Grünwalder Stadion war Schauplatz legendärer Derbys und Europapokalabende. Mit der Eröffnung des Olympiastadions 1972 zog der FC Bayern nach Fröttmaning – das Grünwalder verlor seine Rolle als Münchens größte Spielstätte, blieb aber Heimat für den TSV 1860 in verschiedenen Spielklassen.
Nach Jahren in der Allianz Arena und dem sportlichen Absturz – dem Zwangsabstieg 2017 – kehrte der TSV 1860 München an die Grünwalder Straße zurück. Das Stadion wurde 2017 wieder zur Hauptspielstätte für den TSV 1860 München. Gesperrte Bereiche der Westkurve wurden reaktiviert, die Gesamtkapazität auf 15.000 Zuschauer angehoben. Für viele Fans war diese Rückkehr kein Abstieg, sondern ein Neuanfang am richtigen Ort.
Das Stadion an der Grünwalder Straße hat den Charakter eines offenen, klassischen Fußballstadions – keine geschlossene Rundform, sondern asymmetrisch angeordnete Tribünen und Kurven, umgeben von Wohnhäusern. Die Nähe zum Spielfeld ist eine der größten Besonderheiten.
Die Haupttribüne an der Volckmerstraße geht in ihrer Grundstruktur auf das Jahr 1925 zurück: überdacht, Stahlbeton-Architektur, historische Treppentürme. Das Stadion ist unter Denkmalschutz aufgrund seiner historischen Bedeutung – insbesondere diese Tribüne mit ihrer klassischen Bausubstanz zählt zu den geschützten Elementen.
Gegenüber liegt die Gegengerade, 1979 neu errichtet, mit knapp 4.700 Sitzplätzen. Sie ist flach, nah am Rasen und erzeugt bei guter Auslastung eine bemerkenswerte akustische Qualität.
Die West- und Ostkurve bieten Stehplätze und sind das emotionale Zentrum des Stadions. Die Westkurve ist ein emotionales Zentrum für die Fans des TSV 1860 München – hier wird gesungen, getrommelt und mit Choreografien unterstützt. Fahnen und Banner prägen das Bild.
Die vier rund 52 Meter hohen Flutlichtmasten aus den 1950er Jahren sind ein architektonisches Wahrzeichen. Bei Abendspielen ragen sie über die Dächer Giesings und verleihen dem Stadion eine unverwechselbare Silhouette, die weit über den Standort hinaus sichtbar ist.
Das Stadion liegt im Stadtteil Giesing in München, genauer in Untergiesing-Harlaching, eingebettet zwischen Wohnhäusern und nahe der Isarhangkante. Die Lage im dicht besiedelten Viertel macht das Stadion zu einem Teil des Alltagslebens – Balkone und Fenster der umliegenden Häuser bieten bei Spielen fast eine eigene Tribünenperspektive.
Die Grünwalder Straße selbst ist die Hauptachse des Viertels und Namensgeber des Stadions. Rund ums Stadion finden sich Fan-Kneipen, Imbissstände und Treffpunkte, die an Spieltagen in Richtung Stadion pulsieren.
Die Candidstraße und der Wettersteinplatz sind die zentralen Anlaufpunkte für die Anreise mit dem ÖPNV.
Parkmöglichkeiten im Wohngebiet sind stark begrenzt. An Spieltagen gelten häufig Parkverbote; die Empfehlung lautet, auf P+R-Angebote umzusteigen und den letzten Abschnitt mit U-Bahn oder Tram zurückzulegen.
An Heimspieltagen verwandelt sich Giesing: Fanmärsche ziehen durch die Straßen, blau-weiße Fahnen hängen an den Balkonen, der Fußgängerandrang ist hoch. Die Verbindung zwischen Stadion und Stadtteil ist in München einzigartig.

Das Stadion an der Grünwalder Straße ist die Heimat der Löwen – und das seit der Eröffnung 1911. Kein anderer Verein in München ist so eng mit einer einzigen Spielstätte verwachsen wie der TSV 1860 mit dem Grünwalder.
Die Liste der historischen Momente ist lang: die Deutsche Meisterschaft in der Saison 1965/66, legendäre Derbys gegen den FC Bayern, Europapokal-Auftritte in den 1960er und 1970er Jahren. Das Stadion spielt eine zentrale Rolle in der Fankultur von 1860 München – es ist der Ort, an dem Generationen von Fans ihre prägendsten Fußballmomente erlebt haben.
Viele Anhänger ziehen das Grünwalder der Allianz Arena klar vor. Die Gründe:
Die Rückkehr ins Grünwalder nach dem Zwangsabstieg 2017 war für den TSV 1860 ein Symbol: Rückbesinnung auf eigene Stärken, Fokus auf Identität statt Größe. Das Stadion wird auch für Nachwuchs- und Freundschaftsspiele der Mannschaft genutzt und ist damit mehr als nur Profi-Spielstätte – es ist der tägliche Mittelpunkt des Vereinslebens.
Das Grünwalder Stadion war nie nur das Stadion 1860 München. Historisch teilten sich die beiden großen Münchner Vereine die Spielstätte: Der FC Bayern spielte hier von 1925 bis 1972, bevor er ins Olympiastadion umzog. Zahlreiche Derbys, Länderspiele und Pokalabende fanden in dieser Zeit auf Giesings Höhen statt.
Neben den Heimspielen des TSV 1860 München trägt auch der FC Bayern München dort Spiele aus – aktuell etwa mit Bayern II in der 3. Liga oder den FC Bayern Frauen. Je nach Saison und Spielklasse kommen weitere Mannschaften hinzu, darunter gelegentlich auch Teams wie Türkgücü München oder die SpVGg Unterhaching bei Sonderspielen.
Das Grünwalder ist damit nicht nur für den TSV 1860 relevant, sondern ein Stück Münchner Fußballgeschichte, das Generationen von Fans in Deutschland verbindet.
Die Stadt München plant den Ausbau des Grünwalder Stadions – und das mit politischem Nachdruck. Im Münchner Rathaus besteht ein klarer Wille, die Sportstätte als Heimat des TSV 1860 ligatauglich auszubauen. Der Ausbau soll ligatauglich für die höchste Spielklasse sein, also nicht nur die aktuelle Ligenzugehörigkeit berücksichtigen, sondern das baurechtlich Machbare am Standort Giesing ausschöpfen.
Eine Machbarkeitsstudie wird in ein bis zwei Monaten erwartet. Sie prüft verschiedene Szenarien, darunter:
Die Studie und die politischen Beschlüsse fokussieren sich auf:
Die beengte Lage im Wohnviertel, Lärmschutzauflagen für Anwohner und der Denkmalschutz der historischen Haupttribüne setzen dem Ausbau Grenzen. Jede bauliche Erweiterung muss diese Rahmenbedingungen respektieren – ein Spagat zwischen Tradition und Moderne, der den gesamten Planungsprozess prägt.
Als Eigentümer des Stadions spielt die Stadt München eine zentrale Rolle bei jedem Ausbau. Ohne Zustimmung des Stadtrats, Baugenehmigungen und gutachterliche Freigaben geht nichts.
Der TSV 1860 München plant die Gründung einer Stadiongesellschaft, die Finanzierung, Bau und Betrieb eigenständig organisieren soll. Eine solche Konstruktion würde den Verein vom reinen Mieter zum verantwortlichen Bauherrn machen – mit allen Rechten und Pflichten, die das mit sich bringt.
Eine Erbpachtlösung für das Stadion wird geprüft. Das bedeutet: Der TSV 1860 würde langfristige Nutzungsrechte am Grundstück erhalten, ohne Eigentümer zu werden. Dies schafft Investitionssicherheit und ermöglicht es dem Verein, eigenständig in den Ausbau zu investieren, während das Stadion formal im Besitz der Stadt bleibt.
Der Koalitionsvertrag bekennt sich zur Modernisierung des Stadions. Im Münchner Stadtrat gibt es parteiübergreifende Unterstützung – von der SPD bis zu weiteren Fraktionen – für das Ziel, das baurechtlich Maximale am Standort auszuschöpfen. Kontroversen drehen sich weniger um das Ob als um das Wie: Umfang, Kosten, Lärmschutz und Denkmalschutz bleiben Diskussionspunkte.
Das Stadion ist bekannt für seine enge, stimmungsvolle Atmosphäre. Wer einmal ein Heimspiel im Sechzgerstadion erlebt hat, vergisst es nicht. Die steilen Ränge, die Nähe zum Spielfeld und die rohe Akustik erzeugen ein Erlebnis, das in modernen Arenen so nicht möglich ist.
Die Westkurve ist der lauteste Abschnitt des Stadions. Hier stehen die aktivsten Fans, hier entstehen die Gesänge, die das gesamte Stadion tragen. Choreografien, Banner und Trommeln gehören zum Standardprogramm – nicht inszeniert, sondern gewachsen aus Jahrzehnten Fankultur.
Typisch für das Grünwalder ist das Ritual vor und nach dem Spiel: Treffpunkte in den Kneipen entlang der Grünwalder Straße, gemeinsame Fanmärsche in Richtung Stadion, der Geruch von Bratwurst und Bier. Die Candidstraße und die umliegenden Gassen füllen sich schon Stunden vor dem Anpfiff.
Besonders intensiv wird die Atmosphäre bei Abendspielen unter Flutlicht. Die vier hohen Masten werfen ihr Licht über die Dächer Giesings, die Stimmung verdichtet sich – Derbys und Spitzenspiele unter Flutlicht im Grünwalder gehören zu den emotionalen Höhepunkten im Münchener Sport.

Die aktuelle Kapazität des Stadions beträgt 15.000 Zuschauer – aufgeteilt in rund 5.740 Sitzplätze und etwa 4.500 Stehplätze, ergänzt durch weitere Stehbereiche, die je nach Sicherheitslage freigegeben werden. Das historische Fassungsvermögen lag deutlich höher, doch moderne Brandschutz- und Sicherheitsauflagen begrenzen die Stadionkapazität.
Bei Risikospielen und Derbys gelten klare Regelungen:
Für höhere Spielklassen (2. Bundesliga, Bundesliga) schreibt die DFL Mindestanforderungen vor:
Das Grünwalder erfüllt einige Grundanforderungen, doch für die Bundesliga fehlen mehrere infrastrukturelle Voraussetzungen – genau hier setzen die Ausbaupläne an.
Karten für Heimspiele des TSV 1860 München gibt es über den Online-Verkauf des Vereins, an offiziellen Vorverkaufsstellen und – sofern verfügbar – an der Tageskasse am Spieltag. Bei Topspielen empfiehlt sich der Vorverkauf, da die Stadionkapazität begrenzt ist.
Im und rund ums Stadion gibt es Imbissstände mit klassischer Stadionkost – Bratwurst, Brezn, Getränke. Wer die Giesinger Stimmung vor Anpfiff mitnehmen möchte, sollte sich Zeit für die Kneipen und Stände entlang der Grünwalder Straße einplanen.
Das Stadion an der Grünwalder Straße ist über den Sport hinaus ein kulturelles Symbol. Es steht für Münchner Fußballtradition, für die Arbeiterkultur Giesings, für ein Stück Stadtgeschichte, das in Liedern, Fan-Chants und Fanzines weiterlebt. Der Schriftzug „Stadion an der Grünwalder Straße“ über dem Eingang ist für viele Münchner mehr als eine Adresse – er ist ein Bekenntnis.
Stadionführungen werden regelmäßig angeboten und ermöglichen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen: Kabinen, Tribünen, historische Ecken. Gelegentlich finden auch Sonderveranstaltungen und Fanaktionen im Stadion statt.
Viele Fans verbinden den Wunsch nach Ausbau mit einer klaren Bedingung: Der Charakter des Stadions muss erhalten bleiben. Moderne Infrastruktur ja – aber nicht auf Kosten der Seele. Der Neubau oder Umbau soll das Stadion in die Zukunft führen, ohne seine Vergangenheit zu verleugnen.

Das Olympiastadion bot dem TSV 1860 eine große Bühne mit hoher Kapazität. Doch die Laufbahn um das Spielfeld, die Entfernung der Ränge und die unpersönliche Weite sprachen gegen eine echte Identifikation der Fans mit dem Standort. Für viele Sechzger blieb das Olympiastadion eine Notlösung.
In der Allianz Arena in Fröttmaning fand der TSV 1860 ab 2005 eine moderne Spielstätte mit Bundesliga-Tauglichkeit. Doch die hohen Mietkosten, die fehlende emotionale Bindung an den Standort und die oft leeren Ränge bei kleinen Zuschauerzahlen sprachen gegen einen dauerhaften Verbleib. Die Akustik in der Arena blieb bei geringer Auslastung blass.
Die Rückkehr an die Grünwalder Straße wird von vielen Fans als Rückbesinnung auf den „echten“ TSV 1860 wahrgenommen – weg von der anonymen Arena, hin zum Stadion, das nach dem Verein riecht, klingt und sich anfühlt.
Das Grünwalder Stadion steht vor einem entscheidenden Kapitel seiner über hundertjährigen Geschichte. Ein modernisierter, ligatauglicher Ausbau könnte das Stadion in die 2. Bundesliga oder sogar darüber hinaus tragen – mit erweiterter Kapazität, geschlossenen Ecken, überdachten Tribünen und zeitgemäßer Infrastruktur.
Die laufenden Planungs- und Entscheidungsprozesse zwischen Stadt München, TSV 1860 und möglichen Partnern werden die Richtung vorgeben. Verschiedene Szenarien stehen im Raum:
Was Fans und Anwohner eint: Der Umbau soll behutsam erfolgen, Tradition und Viertelcharakter respektieren und das Grünwalder als das bewahren, was es seit 1911 ist – eine Heimat, kein Produkt.
Wer das Stadion 1860 München erleben will, sollte sich einen Spieltag in Giesing nicht entgehen lassen. Denn egal, wie die Zukunft aussieht: Die Atmosphäre, die Geschichte und die Leidenschaft an der Grünwalder Straße sind in Deutschland einzigartig.
Das Grünwalder Stadion, auch bekannt als Stadion 1860 München, ist seit 1911 die Heimat des TSV 1860 München und das älteste noch genutzte Fußballstadion in München. Mit einer aktuellen Kapazität von 15.000 Zuschauern bietet es eine einzigartige, enge und stimmungsvolle Atmosphäre, die besonders in der Westkurve spürbar ist. Das Stadion liegt im Stadtteil Giesing und ist eng mit der lokalen Fankultur und dem Viertel verbunden.
Historisch war das Stadion mit bis zu 35.000 Plätzen eine der größten Sportstätten Münchens und erreichte 1948 mit 58.000 Zuschauern seinen Zuschauerrekord. Der FC Bayern München spielte hier von 1925 bis 1972, bevor er ins Olympiastadion umzog. Nach einem Zwangsabstieg kehrte der TSV 1860 2017 zurück und machte das Grünwalder Stadion erneut zur Hauptspielstätte.
Die Stadt München plant den Ausbau des Stadions, um es für die höchste Spielklasse ligatauglich zu machen. Eine Machbarkeitsstudie wird in Kürze erwartet. Dabei sollen Kapazität, Infrastruktur und moderne Anforderungen verbessert werden, ohne den historischen Charakter und die besondere Atmosphäre zu verlieren. Die Prüfung einer Erbpachtlösung soll dem TSV 1860 ermöglichen, eigenständig in den Ausbau zu investieren und die Stadiongesellschaft zu gründen.
Das Grünwalder Stadion ist mehr als nur eine Sportstätte: Es ist ein kulturelles Wahrzeichen, ein Symbol für die Identität des TSV 1860 und ein lebendiger Teil der Münchner Fußballgeschichte.















