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·28. April 2026

Fußball heute Champions League Halbfinale: Atlético Madrid ist der Underdog gegen FC Arsenal

Artikelbild:Fußball heute Champions League Halbfinale: Atlético Madrid ist der Underdog gegen FC Arsenal

Atlético Madrid geht als Außenseiter ins Champions-League-Halbfinale, doch genau diese Rolle passt zu Diego Simeone. Mit seinem emotionalen Chefcoach wollen die Rojiblancos auch den FC Arsenal im Hexenkessel Metropolitano am Mittwoch um 21.00 Uhr, live bei DAZN, unter Druck setzen. Für den Tabellenführer der Premier League und den angeschlagenen Kai Havertz könnte es ein zähes Duell werden.

Composit-Bild zur Champions-League-Halbfinale 2025/26: Diego Simeone (l.), Cheftrainer von Atlético Madrid, und Mikel Arteta, Manager des FC Arsenal, sind die Protagonisten des ersten Halbfinales. Die beiden Klubs treffen in der Runde der letzten Vier über Hin- und Rückspiel aufeinander. (Clive Brunskill, Alex Pantling / Getty Images)


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Simeone bleibt Simeone

Der Argentinier hat sich nach all den Jahren nicht verändert. „Ich bin seit 14 Jahren im Verein und werde immer noch emotional“, sagte Simeone nach dem Einzug in die Runde der letzten vier und wirkte dabei sichtbar erschöpft. Herzblut, Energie und Leidenschaft fordert er von seinen Profis ein, und genau das lebt er an der Seitenlinie vor. Gegen Arsenal wird das nicht anders sein, denn Atlético könnte erstmals seit zehn Jahren wieder ins Endspiel der Königsklasse einziehen.

Für Simeone steht dabei mehr auf dem Spiel als nur ein weiterer Finaleinzug. Seit Beginn seiner Ära fehlt dem 56-Jährigen der ganz große Titel in Europas Königsklasse noch immer. Mit Atlético gewann er bereits zwei spanische Meisterschaften 2014 und 2021, den Pokal 2013 sowie die Europa League 2012 und 2018, doch der letzte fehlende Baustein seiner außergewöhnlichen Zeit ist der Champions-League-Triumph.

Der Glaube an die Fans und an den eigenen Stil

Vor dem Hinspiel betonte Simeone, wie schwer es für Atlético sei, überhaupt das Halbfinale oder Finale der Champions League zu erreichen. „Wir haben uns das durch harte Arbeit und mit der Unterstützung unserer Fans erarbeitet. Wir brauchen sie mehr denn je“, sagte er mit Blick auf das Duell im heimischen Metropolitano. Die Unterstützung von den Rängen soll den nächsten Kraftschub liefern.

Dass die Madrilenen mit der Außenseiterrolle bestens leben können, zeigte schon das emotional geführte Viertelfinale gegen den FC Barcelona und Trainer Hansi Flick. Nach dem 2:0 und 1:2 bedankte sich Simeone bei seinen Spielern, zu denen auch sein Sohn Giuliano, 23, gehört, „für ihren Glauben, ihr Herzblut und ihren Einsatz“. Mit seiner kompromisslosen, unbequemen und teils ekligen Spielweise bringt er Gegner seit Jahren zur Verzweiflung, in diesem Fall auch Barcelonas Starensemble um Lamine Yamal.

Griezmann und der große Traum

Die Mannschaft folgt Simeone seit Jahren bedingungslos. Nach Heidenheims Frank Schmidt, der seit 2007 im Amt ist, ist der seit Ende 2011 bei Atlético verantwortliche Simeone der dienstälteste Coach in Europas Top-Fünf-Ligen. Eine besonders enge Verbindung pflegt er zu Antoine Griezmann. „Ich glaube, letztendlich hat er mir alles gegeben und ich habe ihm alles gegeben“, sagte der Franzose, der seit 2021 zum zweiten Mal in Madrid spielt und im Sommer zu Orlando City in die MLS wechseln wird. „Ich genieße es und habe es genossen, ihn an meiner Seite zu haben“, ergänzte Griezmann.

Für den 35 Jahre alten Offensivmann ist es die letzte Gelegenheit, doch noch den Henkelpott zu holen. Der Champions-League-Titel würde „eine sehr tiefe Wunde heilen“, sagte er mit Blick auf das Endspiel 2016 gegen Real Madrid, das Atlético nach einem verschossenen Elfmeter von ihm in der regulären Spielzeit mit 3:5 nach Elfmeterschießen verlor. „Der einzige Weg, darüber hinwegzukommen, wäre, dieses Jahr den Titel zu holen.“ Auch für Simeone wäre das die Krönung seiner Amtszeit. Sein Vertrag beim Tabellenvierten der spanischen Liga läuft noch bis Sommer 2027, zuletzt aufgekommene Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied haben sich inzwischen wieder gelegt. Gegen Arsenal ist der Fokus des Argentiniers jedenfalls vollständig auf den nächsten Schritt gerichtet.

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