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·20. Juni 2026
Fußball heute Ergebnis + Tabelle: Deutschland in der K.o.-Runde dank Super-Joker Undav

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Deniz Undav hat die deutsche Nationalmannschaft mit einem späten Doppelpack im Spiel gehalten und schon nach zwei Partien in die K.o.-Runde geschossen. Beim 2:1 (0:1) gegen die Elfenbeinküste in Toronto drehte der eingewechselte Stürmer vom VfB Stuttgart die Partie und bescherte dem DFB-Team den nächsten Sieg. Seit dem WM-Triumph 2014 ist das Weiterkommen damit erstmals wieder sicher.
Deutschland – ElfenbeinküsteE
Sa 20.06. · 22:00 Uhr · ZDF

Deniz Undav bejubelt seinen Treffer zum 2:0 für Deutschland im WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe E gegen die Elfenbeinküste, links der Ivorer Odilon Kossounou. (Toronto, 20. Juni 2026) Megan Briggs / Getty Images
In einer schnellen, von vielen Zweikämpfen und Umschaltmomenten geprägten Begegnung traf zunächst Ivorens Kapitän Franck Kessié zur Führung (30.), ehe Undav nach seiner Einwechslung doppelt zuschlug. Der Erfolg bedeutete den elften Sieg in Serie und den perfekten Start mit zwei Erfolgen, das hatte Deutschland zuletzt beim Sommermärchen 2006 geschafft. Nach dem klaren 7:1 gegen Curacao wartete diesmal der erwartete Härtetest, im Gruppenfinale am Donnerstag um 22.00 Uhr in East Rutherford gegen Ecuador. Dort geht es im Endspielstadion noch einmal um den nächsten Prüfstein, zugleich bleibt der große Traum von der Rückkehr vor die Tore New Yorks zum Finale am 19. Juli lebendig.
Ob Nico Schlotterbeck auf dem Weg dorthin weiter helfen kann, ist offen. Der Dortmunder musste zur Pause angeschlagen vom Feld. Vor der Partie hatte Julian Nagelsmann bei der Aufstellung der Elfenbeinküste registriert, dass der Gegner fünf Wechsel vorgenommen hatte und genau jene Spieler schickte, die gegen Ecuador beim Schlusspfiff auf dem Platz gestanden hatten. „Das ist schon eine Aufgabe in der Kabine“, sagte der Bundestrainer dazu und ergänzte seine Marschroute mit: „Unsere Art von Fußball auf den Platz bringen!“

Deniz Undav feiert mit Teamkollege Jonathan Tah seinen Treffer zum 1:0 für Deutschland im WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe E gegen die Elfenbeinküste. (Toronto, 20. Juni 2026) Megan Briggs / Getty Images
Schon beim Aufwärmen klatschte Nagelsmann im Takt der Musik zuversichtlich auf sein Knie, doch seine Mannschaft wurde direkt nach dem ersten Abschluss durch Kai Havertz nach zwölf Sekunden gefordert. Die Ivorer setzten vor allem auf Konter, immer wieder suchten sie den pfeilschnellen Leipziger Yan Diomande, der Joshua Kimmich vor große Probleme stellte. Kimmich hatte vorab betont: „Mit unseren Stärken“ können wir ihnen sehr weh tun. Genau das zeigte er mit einem seiner Chipbälle, Havertz verfehlte per Kopf aus guter Position (10.).
Deutschland WM Tabelle 2026
Dann folgten die ersten Schreckmomente. Schlotterbeck knickte in einem Zweikampf um und musste behandelt werden, Sportchef Rudi Völler kaute sichtbar nervös auf seinem Kaugummi. Zunächst ging es für den BVB-Profi weiter, zur Pause war aber Schluss. Kurz danach wurde eine vermeintliche deutsche Führung durch Aleksandar Pavlovic nach Kimmich-Flanke zurückgenommen, weil Pavlovic den Torhüter gefoult hatte.
Während die Trinkpause gegen Curacao noch geholfen hatte, geriet das deutsche Spiel diesmal ins Stocken. Manuel Neuer, der mit seinem 21. Einsatz nun WM-Rekordtorwart ist, musste im Anschluss erstmals hinter sich greifen. Diomande entkam Kimmich, obwohl Nagelsmann zuvor betont hatte, der Kapitän habe es „im Kreuz“, den Teenager zu verteidigen. In der Mitte klärte Nathaniel Brown zwar stark, legte den Ball aber direkt vor die Füße von Kessié. Havertz antwortete mit einem weiteren Abschluss (39.), doch auch dieses Tor wurde nach einem Foul von Jamal Musiala nicht anerkannt.
Die 43.036 Zuschauer im kleinsten WM-Stadion, darunter Eishockey-Star Leon Draisaitl im DFB-Auswärtstrikot, sahen nach der Pause eine deutsche Elf, die immer wieder ins Wanken geriet. Die Ivorer brachen mehrfach in den Strafraum durch, es brannte phasenweise lichterloh. Die Fans riefen nach ihrem Liebling Undav, Nagelsmann reagierte und brachte den VfB-Angreifer im Dreifachwechsel nach 60 Minuten. Nur acht Minuten später leitete der Joker den Ausgleich ein: Der mit ihm eingewechselte Nadiem Amiri, dessen Familie mütterlicherseits aus Toronto stammt und mit weiteren Angehörigen auf der Tribüne saß, flankte präzise, Undav köpfte zum 1:1 ein und erzielte sein achtes Tor im elften Länderspiel.
Damit gab sich das Team nicht zufrieden. Angetrieben von seinem Chef wollte Deutschland den zweiten Sieg unbedingt erzwingen. Undav verpasste in der 86. Minute, Brown vergab zwei Minuten später und Amiri scheiterte in der Nachspielzeit (90.+1). Dann schlug Undav nach Vorarbeit von Felix Nmecha erneut zu und entschied die Partie in der 90.+4 Minute. So sicherte er den nächsten Dreier und zugleich den Traumstart mit zwei Erfolgen.







































